Umfahrung Beromünster: Ideologien vor Sachpolitik?
Der VSC hat sich gemäss ihrer Homepage die Kernziele «Mehr Tempo 30, die Förderung des Langsamverkehrs und Lärmschutz» auf die Fahne geschrieben. Mit grosser Verwunderung habe ich jedoch festgestellt, dass diese Grundsätze und Ziele schnell über Bord geschmissen werden, wenn es um die ideologische Politik geht, die dieser Verband eigentlich verfolgt. So setzt sich die Sektion Luzern aktiv gegen die Umfahrung Beromünster ein, welche die drei genannten Ziele des VCS eigentlich fördern würde. So beinhaltet die Umfahrung auf der gesamten Länge ein Trottoir für Fussgängerinnen und Fussgänger und auch in beide Fahrtrichtungen einen Velostreifen. Beide Massnahmen fördern den Langsamverkehr und sorgen für mehr Sicherheit. Insbesondere auf dem Schulweg vieler einheimischer Schulkinder oder auch Kantonsschüler der Kanti Beromünster.
Des Weiteren wird die Umfahrung Dutzende von Haushaltungen von den schädlichen Lärmemissionen befreien und im denkmalgeschützten Fläcke wird Tempo 30 eingeführt. Allesamt Ziele des VCS, die mit der Realisation der Umfahrung erreicht werden können. Warum also wehrt sich dieser Verband gegen dieses gute Projekt? Geht es dem Verband nicht viel mehr darum, in Zukunft sämtliche Strassenprojekte zu verhindern? Persönlich bedaure ich das sehr, dass die eigentliche Sache und die Lebensqualität der Menschen vor Ort nicht mehr im Vordergrund stehen, sondern lieber Politik auf Kosten von Sicherheit gemacht wird.
Wer also effektiv und nachhaltig mehr für den Langsamverkehr, die Förderung des öV oder die Sicherheit im Strassenverkehr ist, der kann nicht anders, als die Umfahrung Beromünster befürworten. Herzlichen Dank, wenn auch Sie am 18. Juni klar Ja sagen, zu mehr Sicherheit und Lebensqualität.
Hanspeter Lang, Gemeinderat Ressort Bauen und Finanzen Beromünster