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Zwei Tage rund um Kandersteg

Die 2-Tages-Wanderung nach Kandersteg stand beim Verein mitenand60plus am 10. und 11. September auf dem Programm. Von Start bis Schluss verlief sie aktiv-beschaulich, gemütlich, «schümlig» und gesund.

Die Wandergruppe ist sichtlich begeistert vom schönen Berner Oberland.


42 gutgelaunte Wanderer und Wanderinnen besammelten sich am Dienstagmorgen früh für den geplanten Ausflug. Die verschiedenen «Wetter-Apps» wurden gecheckt und sie einigten sich auf jene, die keinen Regen meldete und wurden damit belohnt. Ohne Stau chauffierte sie Fahrer Urs von Estermann Reisen nach Kandersteg.

Startkaffee

Die Gruppe «Aktive» genoss im Kander Stübli, bei der Talstation Sunnbüel einen Startkaffee. Danach wanderte man steil durch die Klus, der Eingangspforte des Gasterntals, entlang der tosenden Kander. Immer wieder erblickte man die teilweise schon verschneiten Bergspitzen sowie die eindrücklichen Wasserfälle. Nach der mutigen Überquerung der Hängebrücke bei Selden stärkte man sich beim verdienten Picknick. Auf der linken Seite der Kander, die sich ihren Weg durch das manchmal breite, manchmal enge Tal bahnt, ging die Wanderung weiter bis zum Wendepunkt 1726. Auf der rechten Seite gings zurück, begleitet von der imposanten Bergarena. Müde, aber glücklich, genoss man die eindrückliche Taxifahrt nach Kandersteg ins Hotel Alpina.

Schümli

Die «Beschaulichen» fuhren mit der Luftseilbahn zur Bergstation Sunnbüel und stärkten sich im Berggasthaus mit einem Kaffee. Bei Herbstnebel wanderte man los und schon bald lichtete sich der Nebel und die Sonne zeigte sich, sodass man die verschneiten Gipfel auch zu Gesicht bekam. In stetigem, angenehmem Auf und Ab und bei fröhlicher Stimmung wanderte man dem Arvenseeli entgegen. Unterwegs konnte man Gämse beobachten und man hoffte, dass sie den Jägern, die auf der Pirsch waren, entkamen. Ein Teil der Gruppe machte noch einen Abstecher zum Berghotel Schwarenbach. Das Picknick genoss man in der herrlichen Landschaft. Der kühle Wind mahnte dann zum Aufbruch und so genoss man bei der Alp Spittelmatte einen feinen «Schümlikaffee», der innerlich wärmte. Nach einem kurzen Aufstieg gings mit der Seilbahn wieder talwärts und mit dem Bus ins Hotel.

Schlummertrunk

Nach dem Zimmerbezug und einer erfrischenden Dusche, trafen sich alle glücklich und zufrieden beim reichhaltigen Apéro und dem anschliessenden, sehr guten Abendessen. Nach einigen Liedern und einem Schlummertrunk ging der erste Tag zu Ende.

Oeschinensee

Nachdem alle ausgeschlafen und sich vom tollen Frühstücks-Buffet gestärkt hatten, gings für die «Aktiven» zur Seilbahn Oeschinen. Die Fahrt genoss man mit einem herrlichen Blick über Kandersteg. Nach kurzer Strecke auf ebenem Weg, gings mit einer angenehmen, aber stetigen Steigung hoch zum Heuberg. Zwischendurch sah man bereits den Oeschinensee mit seinen Farben, die zwischen Blau, Grün und Türkis variieren. Auf dem Heuberg eröffnete sich der wunderschöne Blick auf den ganzen See, der sich eingebettet in der eindrücklichen Berg- und Felsenlandschaft präsentiert. Das Picknick genoss man mit Blick auf den See, bevor der lange Abstieg begann. Dem wunderbaren Oeschinensee entlang erreichte man die Bahn, welche die Gruppe zurück nach Kandersteg führte.

Gasterntal

Die Gruppe «Beschauliche» fuhr mit dem Bus zur hintersten Haltestelle im Gasterntal. Die Fahrt war ein eindrückliches Abenteuer, fährt man doch durch enge Felsausschnitte und ab und zu mussten einige die Augen schliessen, um die schmalen Kurven und die steilen Abhänge nicht zu sehen. Entlang der mal ruhig, mal wild dahinfliessenden Kander wanderte man Richtung Waldhaus. Einige machten noch einen Abstecher zum eindrücklichen «Gastere-Gsicht», ein Felsvorsprung, der als Gesicht deutlich zu erkennen ist. Weiter gings zum idyllischen Picknickplatz, immer begleitet von imposanten Wasserfällen, die wie durch ein Wunder aus der Felswand sprudelten. Die Sonne wurde mehr und mehr von den aufziehenden Wolken verdeckt und so zog man ins Restaurant Waldhaus und genoss einen dampfenden Hüttenkaffee. Eindrücklich war dann noch die Beobachtung des Gänsegeiers. Vom Buschauffeur, der auch Jäger ist, erfuhr man noch einige interessante Informationen zu diesem beeindruckenden Vogel.

Gesund

Glücklich, zufrieden und mit einer gesunden Müdigkeit stärkten sich alle noch einmal im Hotel Alpina bei einem feinen Dessert-Buffet, und die Gespräche und Erzählungen zeigten, dass es allen gefallen hat und man sich schon auf die nächste zweitägige Wanderung im Jahr 2025 freut.

Pünktlich um 17.00 Uhr setzte der Regen ein, das machte der Gruppe aber nichts aus, da sie im Car sassen und die Heimreise antraten. In Beromünster angekommen mussten sie doch noch die Schirme und Regenjacken aus dem Rucksack nehmen. Martha Stocker und Christoph Rambold haben diese zwei Tage organisiert, rekognosziert und die beiden Gruppen angeführt. Es waren sehr schöne Tag in einer traumhaften Bergwelt. Alles war perfekt, sogar die Wetter-App hat gehalten, was sie versprochen hatte.


Hanni Riehl, Bild: zvg






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