Zukunftsprozess 22/23: Sursee-Mittelland RE(de)T mit
Der Regionale Entwicklungsträger (RET) Sursee-Mittelland führt bis im Jahr 2023 einen erneuten Zukunftsprozess durch, der die regionalen Chancen und Potenziale ermittelt und in einen Kompass für die nächsten 10 bis 15 Jahre aufnimmt.
In der ersten Phase wurde mit sachkundigen Personen zum einen der Aufgabenbereich des RET analysiert und zum anderen die möglichen Themenbereiche sowie der Rahmen für die Chancen und Potenziale definiert.
Die Region wird als starke Wirtschaftsregion mit hoher Lebensqualität wahrgenommen und gefördert. Der RET konzentriert sich in seiner Tätigkeit auf die Regionalentwicklung und die Standortförderung. Ziel ist es Stärken zu stärken, vorhandene Potenziale zu entwickeln und Kräfte zu bündeln. Diese Aufgaben werden durch verschiedene Arten von Projekten umgesetzt: durch eigene Projekte, durch Public-private-Partnership Projekte, durch Enablerprojekte oder durch Themenmanagement in Form von Weitergabe von Themen und Ideen an zuständige Organisationen oder Akteure.
Doch wo liegen die Stärken, Potenziale und Kräfte der Region? Wie lassen sich mögliche Potenziale und Chancen überhaupt finden? Zur Beantwortung dieser Fragen wurden die sogenannten Megatrend-Themen tiefer betrachtet. Diese Themen, welche die Gesellschaft und Arbeitswelt beschäftigen, sind Technologiewandel, nachhaltige Wertschöpfung, Auflösung klassischer Rollenbilder, zunehmende Diversität und Wertediskussion sowie eine sich steigernde Multipolarität und Individualisierung. Auch Gebiete wie Mobilität, Globalisierung, Klimawandel und Umweltbewusstsein spielen eine grosse Rolle. Die letzteren Aspekte zielen direkt auf ihre Zukunftstauglichkeit ab. Unter Zukunftstauglichkeit wird die ökologische, soziale und ökonomische Nachhaltigkeit verstanden. Gefundene Chancen und Potenziale aus den Megatrend-Themen sollen also zusätzlich zukunftstauglich sein.
Was sind Chancen und Potenziale?
Konkret werden in der nächsten Phase also Chancen und Potenziale gesucht, deren Entfaltung in der Zukunft liegen, sich jedoch noch auf einer «hohen Flughöhe» befinden. Mit anderen Worten sollen die Potenziale sich auf die gesamte Region beziehen und zunächst in wenigen Worten zu erklären sein. Eine mögliche Entfaltung und Potenzialausschöpfung sollen in den nächsten 10 bis 15 Jahren realistisch umsetzbar sein. Keine leichte Aufgabenstellung.
Nun startet die gemeinsame Phase: Machen Sie mit!
Jetzt gehts los: Alle Bewohner:innen, Arbeiter, Besucher und überhaupt alle Menschen – sind aufgefordert, mitzudenken und folgende Fragen zu beantworten
• Welche gemeinsamen Chancen in der Region müssen angepackt werden?
• Was macht die Region zusätzlich attraktiv für Arbeitnehmer:innen, Studierende und Bewohner?
• Wie gelingt es, eine starke Region zu bleiben und nachhaltig zusammenzuleben und zu arbeiten?
• Welche Synergien zwischen Wirtschaft und Bevölkerung sollen regional genutzt werden?
• Gibt es unentdeckte touristische oder kulturelle Potenziale in der Region?
• Womit kann die Gemeinschaft heute bereits zwei Schritte vorausgehen und die Zukunft in die Region holen?
• Was zeichnet die Region aus und wo gilt es weiter gemeinsam voranzuschreiten?
Es geht nicht nur um Tourismus, Wachstum oder Wirtschaft, sondern um alles, was die Region lebenswert und attraktiv zum Arbeiten macht. Es gilt gross und regional zu denken.
In diesem zweiten Schritt, der ab sofort startet, hat die gesamte Bevölkerung die Möglichkeit, sich aktiv in den Prozess einzubringen. Alle können sich, unabhängig ob Sport- oder Musikverein, Bauunternehmen oder Beratungsunternehmen, Hauseigentümer oder Mieter, direkt in die Potenzialfindung miteingeben und Ideen sowie Anliegen im Rahmen von verschiedenen Anlässen und Prozessen miteinfliessen lassen.
Das Ergebnis der Phase II wird ein bunter Strauss von Ideen, Chancen und Potenzialen für die Region sein. Alle Beiträge werden gesammelt und dienen als Grundlage für den nächsten Schritt.
Gerne lädt die Projketleitung dazu ein, die Chancen und Potenziale aus unterschiedlichen Perspektiven auf www.zukunftsprozess.ch zu teilen. Sie würde sich zudem sehr freuen, möglichst viele Interessierte an einem ihrer Events willkommen zu heissen und gemeinsam über die Zukunft der Region zu diskutieren. Im Museum Sankturbanhof in Sursee wird der «Zukunftsort» gestaltet werden. Mehr dazu wird aktuell erarbeitet. Bald schon werden erste Anlässe bekannt gegeben.
Alle Informationen laufend unter www.zukunftsprozess.ch und im Video.
Text: pd.