Wie können Tiere den Winter überstehen?
Zwischen Neujahr und Fasnacht beschäftigten sich die Erst- und Zweitklässler von Rickenbach mit dem Thema Überwintern: Wie können Tiere überwintern? Wie verändert sich das Fell des Fuchses im Winter? Was braucht es, damit ein Tier den Winterschlaf gut übersteht? Dies waren einige der Fragen, welche die Kinder zu beantworten versuchten.
Um die Antwort auf die Fragen zu finden, lauschten die Schülerinnen und Schüler Erzählungen ihrer Lehrpersonen, schauten Filme, lösten Arbeitsblätter oder forschten selber nach Antworten in Sachtexten. Zudem konnten sie natürlich ganz vieles handelnd erlernen und erleben. So stellten sie beispielsweise selber Vogelfutter aus Fett und Körnern her, formten Waldtiere aus Knetmaterial oder bastelten Tierspuren-Stempel.
Viele Spuren im Schnee
Auch «Spurenlesen» lernten die Kinder. Woran kann man die Pfotenabdrucke von Hund und Fuchs unterscheiden? Wie sieht die Spur einer Maus aus? Zwei der vier Klassen konnten das Gelernte direkt in der Natur anwenden. An ihrem winterlichen Nachmittag im Wald war alles verschneit und sie konnten viele Spuren im Schnee entdecken. Eifrig diskutierend versuchten die Kinder, die Fussspuren den richtigen Tieren zuzuordnen.
Nüsse verstecken
Die beiden anderen Klassen konnten leider keine Spuren entdecken. Ihr Waldmorgen fand etwas später statt und da war der Schnee bereits geschmolzen. Dafür konnten sie selber ausprobieren, was es heisst, Eichhörnchen zu sein und Vorräte anzulegen. Jedes Kind erhielt vier Nüsse, welche es gut verstecken musste. Jede Nuss an einem anderen Ort. Später erhielten sie den Auftrag, alle Nüsse wieder aufzuspüren. Die Kinder merkten schnell, dass dies nicht so einfach ist…. Und erschwerend kam dazu, dass es auch Nussdiebe gab, welche die Nüsse der anderen Kinder raubten und zu ihrem eigenen Vorrat brachten. So hatten am Ende einige Kinder nur noch eine Nuss in ihrem Vorrat, andere dafür plötzlich 5, 6 oder sogar 7 Baumnüsse.
Ab ins Naturmuseum!
Um das Wissen über die Tiere noch mehr zu vertiefen, machten alle Klassen einen Ausflug ins Naturmuseum Luzern. Bereits die lange Busfahrt war ein schönes Erlebnis. Und im Museum selbst gab es natürlich viel zu entdecken. Allerdings stellte sich schnell heraus, dass einige der Kinder richtige Tierexperten geworden waren. Sie wussten bereits so viel über die ausgestellten Tiere zu erzählen, dass dem Mitarbeiter des Museums kaum noch etwas zum Ergänzen blieb… Es war schön zu sehen, wie begeistert die Kinder an diesem Thema gearbeitet haben. Bestimmt erinnern sie sich gerne an die schönen, gemeinsamen Erlebnisse zurück. Und hoffentlich bleibt viel des neu erworbenen Wissens in ihrem Gedächtnis gespeichert.
Andrea Käppeli