Wer von ihnen wird gewählt?
Es wird spannend: Zwei vakante Sitze, vier Kandidaturen. Am Sonntag, 18. Juni, wählen die Stimmberechtigten der Gemeinde Beromünster zwei neue Mitglieder in den Gemeinderat für den Rest der Amtsdauer bis Ende August 2024.
Nicht allzu oft können Gemeinden sich über ein solch breit gefächertes Angebot an Personen freuen, die sich politisch engagieren wollen. Welches Duo wird das Rennen machen? Die Kandidat:innen Claudia Müller (SVP), Monika Pachera (SP), Fabian Kümin (FDP) und Maria Conrad-Wey (Die Mitte) stellen sich vor und beantworten zehn Fragen.
Steckbrief von Claudia Müller, SVP:
Geburtsdatum: 16. Mai 1978
Zivilstand, Familie: verheiratet mit Roger Müller, Mutter von Nevio (5-jährig)
Wohnort: Gärbigass 1, Beromünster
Beruf aktuell: Pflegeassistentin im Betagtenzentrum Lindenrain, Triengen
Beruflicher Werdegang: Lehre Detailhandel (Confiserie Surchat Sursee), Ausbildung zur Filialleiterin, Filialleitung (Bäckerei Künzli Sursee), Umschulung zur Pflegeassistentin (Heim Breiten Willisau)
Freizeitbeschäftigung: Wandern, Natur, Schwimmen, Garten, Kochen, Backen
Lieblingsort in der Gemeinde Beromünster: Die Waldkathedrale.
Leitsatz: «Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!»
Wenn Sie am 18. Juni in den Gemeinderat gewählt werden...
1. Was wird Ihr erster Gedanke sein? Claudia Müller: «Geschafft! Ich freue mich!»
2. Was werden die ersten drei Sätze Ihrer Dankesrede sein? «Vielen Dank für Ihr Vertrauen. Mit dieser Wahl haben Sie gezeigt, dass Sie offen sind für Neues. Sie haben ein Zeichen gesetzt, dass es Veränderung braucht.»
3. Brennpunkt Umfahrungsstrasse: Was werden Sie als Erstes tun, falls der Kredit für die Umfahrung Beromünster von der Kantonalen Stimmbevölkerung am 18. Juni angenommen wird? Ich werde jubeln. Denn es ist die richtige Entscheidung. Dann werde ich eine schnelle Umsetzung vorantreiben und schauen, dass das Gewerbe nicht unter den Baumassnahmen leidet.
4. Und andernfalls: Was werden Sie unternehmen, wenn die Umfahrungsstrasse abgelehnt wird? Da ich eine offene Person bin, werde ich die Gegner einladen an den runden Tisch, Alternativen besprechen und zusammen mit dem Kanton nach schnellen Lösungen suchen.
5. Stichwort Bifang Park: Welche drei Adjektive setzen Sie diesem Projekt voran? Zentrumsnah, mobilitätsnah, generationenübergreifend.
6. Stichwort Dreifachsporthalle: Welche drei Verben sagen Sie dazu? Turnen, musizieren, geniessen!
7. Stichwort Michelsamt bewegt: Was wollen Sie konkret in der Region bewegen? Den Gemeinderat näher zum Volk hinbewegen.
8. Stichwort Turbulenzen: Wie werden Sie die Bevölkerung nach den Spannungen und Spaltungen, hervorgerufen durch Ortsplanung, Gemeindeinitiative und Umfahrung, wieder gemeinsam vorwärtsbringen? Mit Transparenz und offener Kommunikation: Zusammen mit der Bevölkerung nach Lösungen suchen, Echogruppen einsetzen.
9. Welcher Titel wird im AZM vom 22. Juni über dem Bericht der Beromünsterer Gemeinderatswahlen stehen? «Alle wesentlichen Kräfte wieder eingebunden!» oder «Vertrauen wieder hergestellt!»
10. Was ist Ihr persönlicher Pluspunkt? Weshalb werden gerade Sie gewählt worden sein? Weil ich offen bin, mutig und zielorientiert. Ich stehe mit beiden Beinen auf dem Boden und bin ein Mensch aus dem Volk.
Steckbrief von Monika Pachera, SP:
Geburtsdatum: 16. Juni 1980
Zivilstand, Familie: eingetragene Partnerschaft mit Sara Pachera
Wohnort: Bahnhofstrasse, Beromünster
Beruf aktuell: Solution Consultant
Beruflicher Werdegang: Detailhandelsangestellte, Detailhandeslspezialistin, Chief Digital Officer
Freizeitbeschäftigung: Politik, E-Bike, Haus und Haustiere
Lieblingsort in der Gemeinde Beromünster: Auf der Schanz.
Leitsatz: «Man kann nie alles wissen, aber man muss wissen, wo man es erfahren kann.»
Wenn Sie am 18. Juni in den Gemeinderat gewählt werden...
1. Was wird Ihr erster Gedanke sein? Monika Pachera: «Super, jetzt kanns losgehen…»
2. Was werden die ersten drei Sätze Ihrer Dankesrede sein? «Ich freue mich über die Chance, die Gemeinde Beromünster so divers zu vertreten, wie es die Menschen sind, die in dieser Gemeinde leben. Ich danke allen Unterstützenden und den Menschen, die nicht aufgeben und diese Gemeinde weiterentwickeln möchten. Und ich danke den Mitarbeitenden in der Gemeindeverwaltung für ihr klares Ja zur Veränderung, gemeinsam setzen wir neue Segel.»
3. Brennpunkt Umfahrungsstrasse: Was werden Sie als Erstes tun, falls der Kredit für die Umfahrung Beromünster von der Kantonalen Stimmbevölkerung am 18. Juni angenommen wird? Strategiepapier, wie wir die Schüler:innen und Kinder schützen und was den Flecken lebenswert macht.
4. Und andernfalls: Was werden Sie unternehmen, wenn die Umfahrungsstrasse abgelehnt wird? Ein überparteiliches Gremium gründen, um die ersten nächsten kleinen Massnahmenschritte zu definieren und direkt umzusetzen.
5. Stichwort Bifang Park: Welche drei Adjektive setzen Sie diesem Projekt voran? Arbeitnehmendenfreundlich, zeitgemäss, integrativ.
6. Stichwort Dreifachsporthalle: Welche drei Verben sagen Sie dazu? Konzeptionieren, planen, bauen!
7. Stichwort Michelsamt bewegt: Was wollen Sie konkret in der Region bewegen? Ein Mobilitätskonzept der Zukunft, dass den Namen verdient.
8. Stichwort Turbulenzen: Wie werden Sie die Bevölkerung nach den Spannungen und Spaltungen, hervorgerufen durch Ortsplanung, Gemeindeinitiative und Umfahrung, wieder gemeinsam vorwärtsbringen? Teilhabe! In den nötigen Gremien braucht es eine breite, diverse Teilhabe von Menschen, die gemeinsam Verantwortung übernehmen und fähig sind, offen zu kommunizieren.
9. Welcher Titel wird im AZM vom 22. Juni über dem Bericht der Beromünsterer Gemeinderatswahlen stehen? «Neue Partei nimmt im Gemeinderat ihren Platz ein»
10. Ihr persönlicher Pluspunkt: Weshalb werden gerade Sie gewählt worden sein? Die Wähler:innen der Gemeinde haben mein persönliches Engagement wahrgenommen und wollen in Zukunft eine möglichst ausgeglichene Konkordanz im Gemeinderat sehen und sind bereit, mit den bevorstehenden Herausforderungen im Gleichschritt voranzuschreiten.
Steckbrief Fabian Kümin, FDP:
Geburtsdatum: 1. Dezember 1989
Zivilstand, Familie: verheiratet mit Graziella Caroli, Vater von Matteo (2018) und Nayla (2021)
Wohnort: Parkweg 4, Gunzwil
Beruf aktuell: Teamleiter Immobilienbewirtschaftung – eidg. dipl. Immobilientreuhänder
Beruflicher Werdegang: Rekrutenschule, Immobilien-Bewirtschafter, heute Teamleiter Bewirtschaftung
Freizeitbeschäftigung: Fussball bei den Senioren 30+, gemeinsame Zeit mit Familie und Freunden, Hobbygärtner im EFH
Lieblingsort in der Gemeinde Beromünster: Der Chegelwald.
Leitsatz: Die Zukunft gehört denjenigen, die an die Schönheit ihrer Träume glauben und den Mut haben, ihnen zu folgen.
Wenn Sie am 18. Juni in den Gemeinderat gewählt werden...
1. Was wird Ihr erster Gedanke sein? Fabian Kümin: «Freude über das Vertrauen der Bevölkerung von Beromünster zur Wahl eines motivierten Vertreters.»
2. Was werden die ersten drei Sätze Ihrer Dankesrede sein? «Bedanken möchte ich mich bei meiner gesamten Familie zur bisherigen und künftigen Unterstützung. Ein weiterer Dank gehört der Bevölkerung von Beromünster und dem gesamten Vorstand der FDP.Die Liberalen. Ohne Eure Unterstützung wäre dieses Ergebnis nicht zustande gekommen.»
3. Brennpunkt Umfahrungsstrasse: Was werden Sie als Erstes tun, falls der Kredit für die Umfahrung Beromünster von der Kantonalen Stimmbevölkerung am 18. Juni angenommen wird? Allen Befürwortern für deren geleistete Arbeit danken und mich auf die kommenden Herausforderungen mit einem guten Glas Wein freuen.
4. Und andernfalls: Was werden Sie unternehmen, wenn die Umfahrungsstrasse abgelehnt wird? Mich im Namen aller Befürworter weiter für eine erfolgreiche Umsetzung einer Lösung zur Entlastung des Flecken einsetzen.
5. Stichwort Bifang Park: Welche drei Adjektive setzen Sie diesem Projekt voran? Vorausschauend, innovativ, nachhaltig.
6. Stichwort Dreifachsporthalle: Welche drei Verben sagen Sie dazu? Bauen, «spörtlen», bewirtschaften!
7. Stichwort Michelsamt bewegt: Was wollen Sie konkret in der Region bewegen? Weitere Entwicklung eines attraktiven Wohn- und Geschäftsumfelds für Familien und Unternehmungen dank guten Investitionen – im Sinne des Wahlversprechens: Wir machen Zukunft.
8. Stichwort Turbulenzen: Wie werden Sie die Bevölkerung nach den Spannungen und Spaltungen, hervorgerufen durch Ortsplanung, Gemeindeinitiative und Umfahrung, wieder gemeinsam vorwärtsbringen? Wir schaffen gemeinsam im Gemeinderat Lösungen, welche die Bevölkerung eint. Als Gemeinderat ist man den Interessen unserer Bevölkerung, unseres Gewerbes und Lebensraumes verpflichtet – dafür setze ich mich ein. Meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass eine offene, direkte und ehrliche Kommunikation der Schlüssel zu einer erfolgreichen Zusammenarbeit ist. Vorausschauend, kompetent und bodenständig – das sind die Werte, die mich am besten beschreiben und welche ich auch im Gemeinderat leben werde.
9. Welcher Titel wird im AZM vom 22. Juni über dem Bericht der Beromünsterer Gemeinderatswahlen stehen? «Gemeinderat Beromünster wieder komplett – Freude über die Wahl zweier guten Kandidierenden!»
10. Ihr persönlicher Pluspunkt: Weshalb werden gerade Sie gewählt worden sein? Der Wähler wird sich einen guten Überblick über uns Kandidierende gemacht haben und wird sich bezüglich der notwendigen Kompetenzen und der Zusammensetzung des Rats für mich entschieden haben.
Steckbrief Maria Conrad-Wey, Die Mitte:
Geburtsdatum: 16. Januar 1976
Zivilstand, Familie: verheiratet mit Oliver Conrad, Mutter von zwei Töchtern Anna und Lena (im Teenageralter)
Wohnort: Mittelhof 1, Neudorf
Beruf aktuell: Privatkundenberaterin bei der LUKB in Sursee
Beruflicher Werdegang: Privatkundenberaterin und Stv. Geschäftsstellenleiterin (Valiant Bank – Rain; UBS – Muri AG, Sursee, Reinach AG; Zuger Kantonalbank – Zug); Leiterin Pfarreisekretariat (Pfarrei St. Stefan – Sempach); seit 2018 Privatkundenberaterin (LUKB – Sursee)
Freizeitbeschäftigung: E-Bike fahren, Zusammensein mit Familie und Freunden, Reisen, Vorstandsmitglied Donatoren FC Sursee
Lieblingsort in der Gemeinde Beromünster: Das Vogelmoos.
Leitsatz: «lösungsorientiert – nachhaltig – verbindend»
Wenn Sie am 18. Juni in den Gemeinderat gewählt werden...
1. Was wird Ihr erster Gedanke sein? Maria Conrad-Wey: «Juhui, ich freue mich ‹rüüdig›. Ganz herzlichen Dank all den Wählerinnen und Wählern für ihre Stimme und die Unterstützung.»
2. Was werden die ersten drei Sätze Ihrer Dankesrede sein? Eine Antwort auf diese Frage werde ich gerne geben, sobald ich gewählt werden sollte. Sicherlich werden da auch meine Emotionen einen wichtigen Teil spielen.
3. Brennpunkt Umfahrungsstrasse: Was werden Sie als Erstes tun, falls der Kredit für die Umfahrung Beromünster von der Kantonalen Stimmbevölkerung am 18. Juni angenommen wird? Aus Freude darüber, dass dieses visionäre Projekt umgesetzt werden kann, werde ich mit einem guten Glas Wein mit vielen Mitstreitern, die sich unermüdlich für dieses für Beromünster so wichtige Projekt eingesetzt haben, anstossen.
4. Und andernfalls: Was werden Sie unternehmen, wenn die Umfahrungsstrasse abgelehnt wird? Auch hier: Wenn ich in den Gemeinderat gewählt werden sollte: Zusammen mit dem Gemeinderat in einem ersten Schritt alle im Abstimmungskampf aufgetretenen Exponenten an einen Tisch bringen und die Bedürfnisse nochmals aufnehmen. Im Wissen darum, dass die Quadratur des Kreises nicht möglich sein wird, versuchen, dass möglichst schnell die Problematik im Flecken behoben werden kann, indem alle Exponenten am selben Strick ziehen. Zudem: Im Gemeinderat als Kollegialbehörde zusammen mit den kantonalen Stellen nach optimalen Lösungen suchen, wobei diese unbedingt breit abgestützt mit allen Einwohnenden und Interessenvertretungen erörtert werden müssen.
5. Stichwort Bifang Park: Welche drei Adjektive setzen Sie diesem Projekt voran? Menschlich, offen, visionär.
6. Stichwort Dreifachsporthalle: Welche drei Verben sagen Sie dazu? Einbinden, fördern, ermöglichen!
7. Stichwort Michelsamt bewegt: Was wollen Sie konkret in der Region bewegen? Ich möchte mich mit meinen Fähigkeiten aktiv einbringen, damit Möischter auch in Zukunft für alle Bewohnerinnen und Bewohner ein interessanter und lebenswerter Wohn- und Arbeitsort ist.
8. Stichwort Turbulenzen: Wie werden Sie die Bevölkerung nach den Spannungen und Spaltungen, hervorgerufen durch Ortsplanung, Gemeindeinitiative und Umfahrung, wieder gemeinsam vorwärtsbringen? Es ist ein grosses Geschenk, dass die Gemeinde Beromünster über ein sehr gutes soziales Miteinander und ein reges Vereinsleben verfügt. Das sind u.a. Orte, wo diskutiert und um Lösungen gerungen wird. Zudem stelle ich immer wieder fest, dass sich Exponenten trotz unterschiedlicher Meinungen bei Sachthemen auf Augenhöhe begegnen können. Als Gemeinderätin wäre es mir ein grosses Anliegen, Menschen zusammenführen zu können und Sachdiskussionen zu ermöglichen, ein offenes Ohr für verschiedene Meinungen zu haben und diese in den Gemeinderat einzubringen.
Statt von «Spannungen und Spaltungen» würde ich eher von «Reibungswärme» sprechen. Wir leben gottseidank in einer Demokratie, wo jede und jeder seine Meinung frei äussern, darlegen und verteidigen darf. Dazu müssen wir grosse Sorge tragen. Denn nur so kommen wir zu den optimalsten Lösungen für ein zukunftsgerichtetes Beromünster, in dem auch kommende Generationen gerne zu Hause sein werden.
9. Welcher Titel wird im AZM vom 22. Juni über dem Bericht der Beromünsterer Gemeinderatswahlen stehen? Leider wurde mir die Begabung der Hellsichtigkeit nicht in die Wiege gelegt...
10. Ihr persönlicher Pluspunkt: Weshalb werden gerade Sie gewählt worden sein? Weil die Wählerinnen und Wähler meine diversen Fähigkeiten, meine nachweislichen Kompetenzen sowie meine langjährige Erfahrung in der Bildungskommission und der Echogruppe «Neues Führungsmodell» eingebunden sehen wollen. Weil sie schätzen, dass mir unsere wunderschöne Gemeinde am Herzen liegt, ich hier stark verwurzelt bin und mich für das Wohl der Bevölkerung einsetze. Und weil sie im Wahlkampf gesehen haben, dass ich nicht ideologische Überzeugungen vertrete, sondern im Austausch mit der Bevölkerung für ein zukunftsgerichtetes Beromünster zum Wohle aller einstehe.
Interviews und Bilder: Ursula Koch-Egli