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Weihnachtskonzert Musikschule Michelsamt-Surental: Ein «Best-of» aus 200 000 Weihnachtsliedern (mit Bildergalerie)

Das Weihnachtskonzert in Rickenbach mit den Ensembles der Musikschule Michelsamt-Surental hat eine über 20-jährige Tradition, eine volle Kirche war also garantiert. Im Beisein von Bildungsdirektor Armin Hartmann aus Schlierbach und der Präsidentin der Musikschule, Anita Habermacher, konnte eine gute Stunde Musik zur Einstimmung auf Weihnachten genossen werden.


Die Juventus Singers unter der Leitung von Maria Tokac mit dem Streicherensemble unter der Leitung von Léonie Zemp.


Die Leiterin der Musikschule, Susanne Bättig, eröffnete das Konzert und begrüsste speziell Bildungsdirektor Armin Hartmann und die Präsidentin der Musikschule, Anita Habermacher. Sie sagte: «Gemäss Google gibt es fast 200 000 Weihnachtslieder. Die jungen Musikanten und Sänger machen Ihnen heute ein musikalisches Geschenk mit einem ‹Best-of› daraus.» 

Die Musikschule hat 800 Schüler:innen und 20 Ensembles für alle Niveaus und Altersgruppen im Angebot – vom Kinderchor über Blech- und Holzbläserformationen bis zur Rockband ist alles dabei. Am Weihnachtskonzert traten die Chöre, Streicher- und jüngeren Blechbläserformationen auf. Vom knapp sechsjährigen Kind bis zur angehenden Maturandin war alles vertreten. Es standen über 70 Mitwirkende auf der Bühne. Das Konzert bildete zudem den feierlichen Abschluss des 50-Jahre-Jubiläums der Musikschule, bei dem die jüngeren Ensembles eine Plattform bekommen. An den Tagen zuvor gab es zudem Auftritte in Beromünster und Pfeffikon.

Ziele der Ensembles: alters-, schul- und ortsübergreifend zusammen musizieren und ein gemeinsames, wunderbares Hobby pflegen. Und vor allem: Dem Publikum mit alten und neuen Weihnachtsstücken ein Lächeln ins Gesicht zaubern und die Angehörigen in Weihnachtsstimmung versetzen. Die Kinder sind dazu die idealen Botschafter.

Von den Kleinsten bis zu den Grossen, vom sechsköpfigen Chor bis zu «Stille Nacht» mit dem Publikum

Nacheinander traten in altersmässig aufsteigender Reihenfolge Fortepiano unter der Leitung von Benjamin Wey, die Little Brassers unter der Leitung von David Rufer, der Kinderchor Surental unter Barbara Jaggi mit Daniela Maranta am Klavier, der Jugendchor Surental sowie der Kinder- und Jugendchor Surental auf. Der Auftritt der Jüngsten war allerliebst, viele standen erstmals auf einer Bühne vor so vielen Menschen. Man spürte ihre Anspannung, und es war schön zu sehen, wie sie sich immer mehr löste, denn Musikhören erfordert das Zusammenspiel mehrerer Gehirnregionen und Gesang berührt uns unmittelbar, wie die SonntagsZeitung gleichentags aufzeigte.

Dann folgte das Streicherensemble unter der Leitung der Rickenbacherin Léonie Zemp Wismer, der Tochter von Nationalrätin Priska Wismer, das unter anderem Jingle Bells in einer speziellen Version intonierte. Sie sagte gegenüber dem «Michelsämter»: «Ich bin kurzfristig für Leandra Wolf eingesprungen mit nur einer Probe. Ich freue mich, dass es gut geklappt hat.»

Dann waren die verschiedenen Formationen der Juventus Singers unter der Leitung von Maria Tokac und Assistenz Patricia Flury dran. Andreas Gilomen unterstützte viele Stücke massgeblich mit seinem perlenden Klavierspiel. 

Am Schluss sangen alle zusammen «Stille Nacht», die unverwüstliche Weihnachtskomposition des Salzburgers Franz Xaver Gruber von 1818.

Co-Musikschulleiter Christian Plaschy nahm die Verdankungen aller Leitenden vor, die einen prächtigen Weihnachtsstern erhielten. Er dankte vor allem dem Publikum für das Mittragen der Musikschule während des ganzen Jahres.

Abwechslungsreich und begeisternd

Begeisternd war die Abwechslung: Von volkstümlichen Weihnachtsklassikern bis zu Poptiteln von Sia, Leonard Cohen und John Lennon mit der grossartigen Friedenshymne «Happy X-Mas» (war is over) war sehr viel dabei. Lustig war, dass kurz hintereinander zweimal «»Rudolph, the red-nosed Reindeer» und zweimal «We wish you a Merry Christmas» erklang.  Da hat man eine Auswahl von 200 000 Songs und nimmt zweimal den gleichen... Susanne Bättig begründete gegenüber dem «Michelsämter»: «Die Lehrpersonen wählen für ihre Ensembles die Stücke selber aus. So kommt es vor, dass das bei der Programmeingabe dann auskommt. Meist ist die Probephase dann schon fortgeschritten. Da die Arrangements und Besetzungen so unterschiedlich sind, finde ich das nicht so tragisch...» Ob es ausser dem genauen Musikjournalisten überhaupt jemandem aufgefallen ist?

Alle waren sie begeistert vom Gebotenen, niemandem war etwas Kritisches zu entlocken. Wenn mal ein Einsatz nicht perfekt war oder die ganz Jungen zu zappelig waren, machten sie es mit Freude und Ausstrahlung wett.

Anita Habermacher sagte nach der magischen Stunde gegenüber dem «Michelsämter»: «Als die Kinder des Chors singend eingezogen sind, hatte ich schon Gänsehaut am Rücken. Wie die 70 Kinder zusammen musiziert haben, hat mich gerührt und begeistert.» Armin Hartmann hat das Schlusswort: «Mir hat das Herzblut aller Beteiligten sehr gefallen.» Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.


Volle Konzentration bei den und für die Kleinsten von Fortepiano.
Fortepiano unter der Leitung von Benjamin Wey begeistern schon zu Beginn des Konzerts.


Der Kinder- und der Jugendchor Surental singen zusammen «Rudolf, das kleine Rentier».


Die Little Brassers mit David Rufer gehören schon zu den erfahrenen Musikanten.


Das Streicherensemble spielt «Weihnachtsgrüsse und «Supercalifragilisticexpialigetisch».
Die Streicher unter der Leitung von Léonie Zemp liefern voll ab.



Text und Bilder: Karl Heinz Odermatt




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