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«Was für eine geile Zeit!»

Die Abschlussklassen 9A und 9B aus Rickenbach haben zu ihrer Schulschlussfeier einen ganz starken Auftritt hingelegt. Theater, Tanz und Abschiedssong, dazu viel Humor, Glanz und Glamour. «Was für eine geile Zeit!» sangen sie – und das glaubt man ihnen.

Etwas aufgeregt, fast elektrisch aufgeladen huschten die Jugendlichen vor Beginn der Feier am vergangenen Dienstagabend durch die Räume, tuschelten, kicherten, rannten umher oder machten einen letzten Check auf der Bühne. Es war eindeutig zu sehen: Die waren richtig gut drauf.

Ein guter Jahrgang

Ein einstündiges Theater, danach ein Abschlussong mit eigener Instrumentalbegleitung und per Aufzeichnung ein Tanz – was für Power, was für eine geballte Ladung Energie kam da hinüber! Und alles wirkte wie aus einem Guss, einheitlich, ausgeglichen, jedes mit seinen Qualitäten am richtigen Platz. Ein Feuerwerk von Kreativität, Glanz und Schönheit, Spass und Freude – das waren die 9A und 9B Rickenbach an ihrem Abschlussabend 2022. Bei einem Wein würde man von einem guten Jahrgang sprechen. Bei diesen Klassen waren gleich drei Jahrgänge vertreten, nämlich 2005 bis 2007. «Sehr rund im Abgang», dürften fachgerecht auch die Lehrpersonen gedacht haben. Wobei auch sie nur zu gut wissen, was alles für die Jugendlichen hinter neun Jahren Schule steckt. Ihnen dürfte dieser Jahrgang als legendär in Erinnerung bleiben.

Im Scheinwerferlicht 

Sich in Szene setzen, dabei locker bleiben und Freude ausstrahlen – das können diese Schulabgänger:innen. Gibt es denn etwas Wichtigeres, das man in der Schule lernen kann? Auf dem Scheidepunkt zwischen Schule und Beruf, Jungsein und Erwachsenwerden, trumpften sie so richtig auf, und auch ihren Lehrpersonen stand diese Freude ins Gesicht geschrieben. Was für eine geile Zeit. Da möchte man doch gerne zehn, zwanzig Jahre vorausschauen und diese Bande an ihrer Klassenzusammenkunft wieder sehen. Wer weiss, was alles aus ihnen wird? Am Abschlussabend kümmerte sie das aber nicht. Alles war erreicht und geschafft, jetzt galt es, im Scheinwerferlicht zu strahlen.

Auf die Titelseite geschafft

Das Theater handelte von Intrigen und Machtkämpfen auf einer Zeitungsredaktion mit Skandalen im Altersheim und Sportwettkampf, die es aufzudecken galt. In ihren Rollen als rasende Reporterin (Sofia Bründler), cooler Chefredaktor (Jeremias Furrer), feinfühlige Journalistin (Alina Lustenberger) und cleverer Redaktor (Lukas Bossert) stachen die einen hervor, die anderen gaben den Handlungen Fülle als amüsante Altersheimbewohner, Topsportler:innen oder hinterlistige Bauern. Und besonders witzig kam Mayk Ramos als Opa dahergehinkt. Ja und tatsächlich: Zum Schluss hatten es nicht die Skandalstories, sondern die tollen Abschlussklassen auf das Titelblatt des Lokalblattes geschafft. Im Theater wie in Echt.


«Ihr werdet noch sehr viel erreichen»

Nach dem freudigen Abschlusssong, den alle Schüler:innen auf der Bühne gemeinsam performten, ging es zum Apéro für alle Eltern, Gäste und Freunde, die sich an diesem lauen Sommerabend im Kubus eingefunden hatten. Diese Zeit brauchten die Jungs und Mädels, um sich vom Sportdress ins Abendkleid, von den Jeans in die Schale zu stürzen. Und dann gings los: Zu zweit als Paare schritten sie zu toller Musik wie auf dem Laufsteg in die Halle, unter Beifall und vielen Handyaufzeichnungen der stolzen Eltern.

Schulleiter Hanspeter Erni richtete seine bewegten Worte an alle. Er bedankte sich beim Team, insbesondere den Klassenlehrpersonen Désirée Wanner und Walter Hüsler, und besonders auch bei den Eltern für die vergangene Zeit. Es seien keine einfachen Jahre gewesen, vieles sei einem genommen worden durch die Umstände der Pandemie – viele Highlights habe es aber auch gegeben. Und als Rat gab der Schulleiter allen mit: «Behaltet die wichtigsten Kompetenzen dieses zweijährigen Schuljahresmottos «zusammen wachsen – zusammenwachsen» in euren Herzen, und ihr werdet noch sehr viel erreichen!»

Sehr persönliche Worte und eine Rose zum Abschied

Zusammen mit Sportlehrerin Nina Strässler richtete der Schulleiter an jeden Einzelnen sehr persönliche Worte zum Abschied. Eine besondere Anekdote, eine Erinnerung und zu jedem die Betonung seiner ganz besonderen Qualität – das war das Abschiedsgeschenk der Schulleitung an diesen Jahrgang. Es durfte dabei sehr viel gelacht werden. Und natürlich keine Abschlussfeier ohne rote Rose – leuchtend wurde sie den strahlenden jungen Leuten überreicht. Was für ein Feuerwerk an Freude und Energie... «Was für eine geile Zeit», hiess es im Song von Ben Zucker, «das sind unsere Jahre, ganz egal, was auch kommt... was für eine geile Zeit!»

Text und Bilder: Ursula Koch-Egli


Aufgezeichnet: Komplimente im O-Ton

Mit sehr persönlichen Worten wurden alle Schülerinnen und Schüler von Schulleiter Hanspeter Erni und Sportlehrerin Nina Strässler geehrt und verabschiedet. Humor, etwas Wehmut und viel Augenzwinkern gehörte dazu. Eine Kostprobe. 


«Sie, ich han es neus Tiktok-Video gfunde, wo Sie unbedingt mit eus münd mache!» Jessica gab kreative Inputs zur Sportlektion.

«Mit dir ist das Unfassbare auch für uns etwas fassbarer geworden.» Schulleiter an Kamila, die erst seit Kurzem in dieser Klasse war.

«Sie, ich han Ihne eifach mal welle danke säge, dass Sie eus immer zum Lache bringed». Gresa an Lehrerin.

«Du hast eingeschlagen wie ein Blitz!» Kompliment an Jisani, die voller Power durch die Turnhalle rannte.

«Du hast uns immer wieder mit deiner aufgeweckten Art begeistert!» An Géraldine.

«Tja, du erinnerst mich an meine Schulzeit. Ich durfte mit meiner zukünftigen Frau zur Schule gehen.» Schulleiter Erni an Dario.

«Du verwandeltest kurzerhand die Küche in einen Dancefloor und Kochutensilien wurden zu Mikrophonen.» Highlight aus Jaels Schulzeit.

«Grosse Augen, etwas verträumt, immer fröhlich und um eine Ausrede nie verlegen.» Kompliment an Sascha.

«Mit ‹Suscht fröge mer eifach de Herr Hüsler› hast du es geschafft, mich und die Klasse unglaublich zum Lachen zu bringen!» Alina hatte einen nachhaltigen Insider kreiert.

«Für e Lehrerin sind Ihri Instagram-Posts gar nöd so schlecht.» Für einmal bewertete Ailin die Lehrerin.

«Was habe ich gelernt? Ich habe nichts Neues gelernt. Wo gab es Probleme? Es gab keine Probleme.» Mit diesem Stundenfeedback brachte Jeremias den Lehrer ordentlich in Verlegenheit.

«Mit deinem ‹Grüeziiiiiiii› hast du mir jedes Mal ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.» Erinnerung an Fabienne.

«Seriosität, fast immer die Hand oben im Unterricht, neugierig...» Dies die drei Attribute von Lukas.

«Euch beide gab es eigentlich nur im Doppelpack.» Vlera und Jannette hielten konstant zusammen.

«Wenn man den Spitzbuben neu erfinden müsste, so wärst du das!» Unverwechselbare Auszeichnung an Finn.

«Pünktlich wie keine andere!» An Leonie, auf den Punkt gebracht.

«Da könnten sich manche ein grosses Stück Coolness abschneiden.» Auch Lehrpersonen konnten von Timothy was lernen.

«Ihr seid die Definition von Frauenpower!» An Melissa und Diana – wow!

«Ihr habt gezeigt, dass sich Geduld bezahlt macht.» An Bleron und Mayk nach erfolgreicher Stellensuche.

«Wenige Minuten später tanzten wir alle den Ententanz.» Jana übernahm das Zepter in der Turnstunde.

«Grüezi Herr Erni! Wie gots ehne Herr Erni!» Der Schulleiter wird die Begrüssung von Sandro, Jerry, Diego, Mirco und Jonas quer durchs Schulareal definitiv vermissen.


Text und Bilder: Ursula Koch-Egli




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