Von den Musen geküsst...
KSB-Podium am Palmsonntag im Stiftstheater: «Die Kunst ist eine Tochter der Freiheit!», sagte einst Friedrich Schiller. Der Blick in die Ukraine zeigt, wie die Freiheit und damit auch der Nährboden für jegliche Art von Kunst, mit Waffengewalt brutal zerstört werden. Ein Gespräch mit Kunstschaffenden gibt Gelegenheit, genauer hinzuschauen, was Kunst ist, was sie für Künstlerinnen und Künstler, aber auch für die Gesellschaft bedeuten kann.
Sie tragen so wohlklingende Namen wie Polyhymnia, Terpsichore oder Kalliope: die Musen, die Göttinnen der Künste aus der griechischen Antike. Sie galten als genialische Inspiration für Künstler aller Art. Vom Wort Musen leitet sich unser Begriff ‹Musik› (die Kunst der Musen) ab, aber auch unser ‹Museum› war ursprünglich ein Musenheiligtum, wie wir es aus dem antiken Alexandria mit seiner weltbekannten Forschungsstätte inklusive Bibliothek kennen. «Von den Musen geküsst werden»: Diese Redewendung bedeutet angeregt, inspiriert werden zu einer künstlerischen Handlung. Das Universalgenie Salvador Dali hatte seine Muse, genauso wie der Modeschöpfer Karl Lagerfeld oder der Regisseur Rainer Werner Fassbinder – Frauen, welche den jeweiligen Künstler zu kreativem Tun anspornten.
Ehemalige der Kantonsschule Beromünster
Im Rahmen des KSB-Podiums stellen sich drei Ehemalige der Kantonsschule den Fragen des Moderators Paul Leisibach und des Publikums, sie geben Einblick in ihren beruflichen Werdegang sowie in ihre Arbeit in verschiedensten Kunstbereichen. Am Podium nehmen teil: Silvio Wey, Matura 2001 – Musiker, Regisseur und Schauspieler in Theater, Musical und Film. Silas Kreienbühl, Matura 2003 – bildender Künstler, Direktor des KKLB, Leiter des Projekts «Kunst im Spital» des Luzerner Kantonsspitals sowie des Museums der Zukunft in Berlin. Lisa Lüthi, Matura 2005 – Mitglied und Solistin bei mehreren Vokalensembles sowie Gesangspädagogin und Stimmbildnerin, u.a. beim Schweizer Jugendchor. Woher nehmen diese drei Ehemaligen ihre künstlerische Inspiration? Was spornt sie zu ihrer Arbeit an? Umrahmt wird das Podium von Klaviermusik, gespielt von Susanne Bättig und Andreas Gilomen. Der spanische Bildhauer und Maler Pablo Picasso meinte: «Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele.» In diesem Sinne lädt die Kantonsschule Beromünster herzlich ein zum Podium vom Sonntag, 10. April, 17 Uhr im Stiftstheater Beromünster. Vielleicht kann die Veranstaltung vom Palmsonntag mithelfen, den Alltag mit den belastenden Themen wie Pandemie oder Krieg in Europa für rund 90 Minuten zu vergessen!
Text: Paul Leisibach, Bild: Marco Stössel