Vom Blosenberg strahlts wieder in die Welt hinaus
Dem wachsamen Auge entging es nicht: Auf dem Blosenberg war am Wochenende ein neuer Sender installiert. Was das wohl war? Neugierige spazierten vorbei – und trafen auf ein paar gemütliche, gesellige Funkamateurfreaks, die über ihr Hobby gerne Auskunft gaben.
Ein umgebauter, alter Steyr-Lastwagen steht unterhalb des Picknickplatzes beim Reservoir auf dem Blosenberg, daneben ragt ein rund 30 Meter hoher Mast in die Höhe, an dessen Spitze eine Antennengruppe angebracht ist. Aus dem Innern tönt es: «You're FIVE-NINE, FOUR-TWO-EIGHT from JULIET-NOVEMBER-FOUR-SEVEN-CHARLIE-ECHO QSL?» Eindeutig, das ist Funkersprache, und da wird gerade mit anderen Funkern in ganz Europa kommuniziert. Ein spannendes Szenario, das auch neugierige Spaziergänger anlockt.
Amateurfunker verbinden Menschen
Ralph Bolliger vom Verein Hobbyfunker Innerschweiz in Sursee freut sich sichtlich über Besuch und gibt bereitwillig Auskunft. Über welche Distanz wird gefunkt? Mit wem, warum und was erzählt man sich? «Als Amateurfunk-Verein beschäftigen wir uns mit dem Verbinden von Menschen», sagt er. «An Wettbewerben testen wir unsere Ausrüstung und optimieren sie ständig. In der Regel stellen wir auch unseren Strom selber her, um autark funktionieren zu können.» Was heisst, sollte die Kommunikation technisch einmal stillstehen, können Amateurfunker immer noch Informationen senden und empfangen. Heiterkeit und Geselligkeit kommen bei dieser Tätigkeit aber nicht zu kurz. Regelmässig treffen sich die Funker mit Freunden auf dem Blosenberg, um ihrem Hobby zu frönen. Dies selbstverständlich in Absprache mit dem Landbesitzer.
Am kommenden Samstag, 9. September, findet der Herbstcontest 2023 der CB-Funker statt und die Hobbyfunker Innerschweiz bringen sich auf dem Blosenberg wieder in Stellung. Sind Wunderfitze da willkommen? «Wunderfitze sind mega willkommen!», betont Ralph Bolliger lachend und strahlt. Klar, da ist man auf der gleichen Frequenz.
Text und Bilder: Ursula Koch-Egli