Viele Schellenurslis waren unterwegs
Bunt gings zu und her am Samstag im Kubus: Die von der Fischlizunft organisierte Kinderfasnacht lockte viele «Göiggle» in den Kubus. Die Maskenprämierung führte zu schönen, originellen Sujets im Bündner Stil.
Bei strahlendem Sonnenschein besammelten sich zahlreiche, verkleidete Familien auf dem Schulhausplatz in Rickenbach. Die Bogeteguugger und Rekkebrägler begleiteten den Einzug in die Halle lautstark und glänzend. Drinnen ging der Trubel gleich weiter mit Musik, Tanzen, Polonaisen, Herumalbern, Essen und Trinken.
Viele Familien hatten sich mit typisch bündnerischen Sujets mottogerecht ins Zeug gelegt. Als Schellenurslis im Multipack kamen gleich neun Kinder daher und spielten Chalanda Marz, alle mit blauer Kutte und roter Zipfelmütze zwischen zwei- und achtjährig.
Familie Bisang hatte die Geschichte vom Schellenursli authentisch umgesetzt. Bei ihnen war vorgängig die Stube eine richtige Baustelle gewesen. Zwei Wagen und ein Brunnen auf Rädli und eine grosse Glocke sind entstanden, eine Berglandschaft wurde gebastelt und sogar die Tür vom Buchumschlag wurde gebaut. Die Kinder Paolo, Jonathan, Vincenzo und Alma feierten richtig Chalanda Marz, verteilten «Kastanienriebel» mit Rahm und Papierblumen. Verdienterweise ergatterten sie den ersten Preis.
Der Wanderpreis, der schon viele Rickenbacher Stuben beehrt hat, bleibt nun ein Jahr bei Bisangs. Wer und unter welchem Motto wird man wohl nächstes Jahr darum werben? Zunftmeister Justin I. und seine Frau Lisa hatten ihre helle Freude an der Kinderfasnacht. «Die Jugend ist die Zukunft der Fasnacht!», ist Justin I. überzeugt.
Weitere Impressionen aus der Rickenbacher Kinderfasnacht:
Text und Bilder: Ursula Koch-Egli