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Viel Lob im Rückblick und eine Ungewissheit im Ausblick

Am Dienstag, 26. März, fand in Neudorf die 125. GV des Gewerbevereins Beromünster und Umgebung mit rund 100 Teilnehmenden statt. 54 Stimmberechtigte genehmigten die Rechnung 2023 und das Budget 2024. Die aktuelle Situation um die noch nicht rechtskräftige Ortsplanungsrevision liegt den Gewerblern aber noch auf dem Magen.

Gwärb-OK-Präsident Raphael Meyer kurz und prägnant: «Wir dürfen stolz sein auf uns!»

Präsident Moritz Felix begrüsste knapp hundert Mitglieder des Gewerbevereins Beromünster und Umgebung in der Gemeindehalle Neudorf zur 125. Generalversammlung. «Es gibt ja viel zu diskutieren in ‹Möischter›», sagte er, «aber zuerst wollen wir das Nachtessen geniessen.» Das tat man denn auch, bei Pastetli und Co. aus der Küche der Kili-Fischer-Crew.

Speziell begrüsst wurden Kantonsrat Markus Bucher, Ehrenmitglied Adriano Polesel, Gemeindepräsidentin Manuela Jost-Schmidiger und Gemeinderätin Maria Conrad-Wey sowie Rebekka Schüpfer vom Ortsmarketing. Einen besonderen Dank richtete Moritz Felix gleich zu Beginn an Perinne Herzog und Sara Gugelmann, die den Berufswahlparcours begleiten, sowie an Gwärb-OK-Präsident Raphael Meyer, der infolge eines Alphornauftritts jedoch erst später dazustossen würde. 54 stimmberechtigte Personen waren im Saal, wobei pro Firma nur eine Hand zählte.

Präsident Moritz Felix durfte rund hundert Gwerblerinnen und Gwerbler begrüssen im Gemeindesaal Neudorf.


Zahlen genehmigt, Neumitglieder begrüsst

«Finanzministerin» Irène Bühlmann präsentierte die Jahresrechnung mit einem Gewinn von knapp 8000 Franken und einem Vereinsvermögen von gut 55 000 Franken. Als ausser­ordentlichen Ausgabeposten (2000 Franken) nannte sie den Ersatz der Weihnachtssterne im Flecken und mit «super!» kommentierte sie die Bilanz der Gwärb im vergangenen Herbst, die mit einem Gewinn von rund 10 000 Franken abschliessen konnte. Rechnung 2023 und Budget 2024 wurden genehmigt, der Mitgliederbeitrag bleibt unverändert bei 200 Franken, wovon 95 Franken je an den Kantonalen Gewerbeverband KGL gehen.

Als Neumitglieder wurden Stefanie Bachmann (STEB Treuhand GmbH), Raphi Meyer (Fassaden Werkstatt GmbH), Serge Pfäffli (Skydive Luzern), Marco Meier (Pflegewohnheim Bärgmättli AG), Karin Bucher (Karibu Living), Isabelle Schärli (Haaratelier) und Thomas Niesper (ä suberi Sach GmbH) mit grossem Applaus im Verein begrüsst.

Andi Galliker informierte über die News von Seiten Einkaufen z'Möischter.


Dank an Franz Suter und Pius Furter

Unter Traktandum Wahlen wurde Franz Suter als Rechnungsrevisor nach 20 Jahren verabschiedet, sein Dankespräsent durfte ihm aber infolge krankheitsbedingter Abwesenheit erst später übergeben werden. An seine Stelle ins Amt gewählt wurde neu Christoph Stocker, Geschäftsstellenleiter der LUKB in Beromünster. Ein klar messbares Dankesgeschenk, nämlich «zwei Ellen Bier», erhielt Pius Furter für 20 Jahre Tätigkeit im Vorstand, 18 davon als Aktuar.

Da für diese GV keine Anträge eingegangen waren, verlief diese zügig. Armin Amrein dankte allen Gewerblern betreffend des Berufswahlparcours, «dass ihr den Schülern eure Berufe zeigt!» 50 Berufe in 69 Ateliers hatten vergangenes Jahr von den Jugendlichen auf dem Weg zur Berufswahl besucht werden können. «Der nächste Parcours ist am 3. September», so Armin Amrein, «denkt dran, die Anmeldungen auszufüllen!»

Klar bemessenes Dankesgeschenk für Vorstandsmitglied Pius Furter: Zwei Ellen Bier.


Hoffen auf Teilrechtskraft für die Ortsplanungsrevision

Nun ging das Wort an Manuela Jost-Schmidiger. Die Gemeindepräsidentin lobte den Innovationsgeist und das Engagement des Gewerbevereins. Und wie Vereinspräsident Moritz Felix im Vorfeld bereits angetönt hatte, kam sie nun zu einem ernsteren Thema, nämlich zur noch nicht rechtskräftigen Ortsplanungsrevision infolge einer Beschwerde gegen den Regierungsratsentscheid zur Ortsplanungsrevision. Sie erklärte, Gespräche mit dem Kanton und dem Beschwerdeführer wurden geführt mit Antrag auf Teilrechtskraft, sodass zumindest ein Teil der anstehenden Bauprojekte umgesetzt werden können, statt blockiert zu bleiben durch die Beschwerde. Der Beschwerdeführer werde auch zur Stellungnahme eingeladen, Rückmeldungen dazu könnten dann im Verlauf vom April gemacht werden. «Wir hoffen, dass die Teilrechtskraft gesprochen werden kann!», so Manuela Jost-Schmidiger.

Gemeindepräsidentin Manuela Jost-Schmidiger.


Nächste Gwärb – und ein spezieller Anlass

Mit einem filmischen Rückblick durch Rebekka Schüpfer auf den Event «Michelsamt bewegt» vom Juni 2023 wandte man sich dann wieder einem unterhaltsameren Thema zu, und zur Gwärb Stärne füfi vom vergangenen Herbst verlor Präsident Moritz Felix kurze, aber nur lobende Worte. «Ganz grossen Dank an das OK und an alle Mitglieder!», sagte er und motivierte: «Macht in fünf Jahren wieder mit!» Nun war auch der Gwärb-OK-Präsi Raphael Meyer nach seiner anderweitigen musikalischen Verpflichtung, beim Gewerbeverein in Neudorf eingetroffen und sagte dazu kurz und prägnant: «Wir dürfen stolz sein auf uns!»

Einen neuen Termin dürfen sich die Mitglieder des Gewerbevereins Beromünster und Umgebung merken: Den 25. Oktober 2024, für einen vereinsinternen Anlass im Galfri Chalet in Beromünster aufgrund des Jubiläums 125 Jahre Gewerbeverein Beromünster und Umgebung. Viel mehr wurde darüber noch nicht verraten, Einladungen werden folgen.

«Die Projekte bleiben stehen, und dann haben wir ein Problem!»

Martin Jäger über die Bedeutung der infolge Beschwerde noch nicht rechtskräftigen Ortsplanungsrevision.

Eindringliche Worte

Am Schluss nannte sich aus dem Plenum der Architekt Martin Jäger zu Wort und wandte sich mit eindringlichen Sätzen an alle: «Wir haben zwei grosse Sorgen. Erstens, die nicht bewilligte Ortsplanung.» Er führte nochmals aus, was dies für die Gewerbetreibenden der Region bedeutet. Aktuell gälten zwei Baugesetze, wovon immer das härtere berücksichtigt werden müsse. «Die Projekte bleiben stehen», konstatierte er, «und dann haben wir ein Problem!» Zweitens mahnte er, es müsse Sorge getragen werden zu preiswertem Wohnraum. «Es braucht angemessene Mieten für unsere Mitarbeiter. Nicht alle können sich teure Wohnungen leisten!»

Architekt Martin Jäger bei seinem engagierten Statement zur noch nicht rechtskräftigen Ortsplanungsrevision.


Ostern konnte kommen

Mit Dank an den Versammlungsleiter Moritz Felix und Ausblick auf einen nächsten Genuss-Event der Möischterer Genussproduzenten am 5. Juli, konnte die Versammlung um 22.10 Uhr geschlossen werden. Nicht aber ohne die Auflösung, wer den grossen Schoggihasen aus der Conditorei Fischer, der die ganze Zeit links vorne im Saal gestanden hatte, gewinnen würde. Es war André Muff, derjenige Glückspilz, der sich zufällig auf den Stuhl mit der Nummer 126 gesetzt hatte. So einfach kann das gehen. Ostern konnte kommen, und mit dem Gang zum reichhaltigen Dessertbuffet im Foyer gingen auch die restlichen Vereinsmitglieder nicht leer aus.

Schmackhafte Abrundung der Vereins-GV aus der Conditorei Fischer.


Ursula Koch-Egli



Weitere Impressionen von der 125. GV des Gewerbevereins Beromünster und Umgebung vom Dienstag, 26. März:


Bilder: uke




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