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Verwöhnende Bläsermusik im Kreuzgang vom Stift

Das Bläserensemble teilt in gespannter Vorfreude mit: «Für Sonntag, 7. September um 17 Uhr, hoffen wir inständig auf gutes, warmes Wetter. Hoffen Sie mit uns! Dann nämlich kommen Sie im Stift St. Michael in Beromünster, in der wunderbaren Atmosphäre des Kreuzgangs, in den Genuss von erlesener Bläsermusik.

Erfrischend: Das Bläseroktett gastiert am 7. September im Stift Beromünster.

Das Bläserensemble Stephan Britt, mit Stephan Britt und Anna Fronzcak, Klarinette, Barbara Zumthurm-Nünlist und Anja Balmer, Oboe, Christian Schweizer und Ding Yi, Waldhorn, Manuel Beyeler und Simone Bissegger, Fagott sowie Giuseppe Lo Sardo, Kontrabass, lädt zum Konzert am Sonntag, 7. September um 17 Uhr, im Kreuzgang vom Stift Beromünster.

Alles, was Rang und Namen hatte

Diese Besetzung, ein Bläseroktett mit Kontrabass oder Kontrafagott als Verstärkung, wurde ab zirka 1770 als «Harmoniemusik» bezeichnet. Sie war ein veritabler Renner und wurde für Freiluftmusik oder als Tafelmusik an diversen fürstlichen Höfen eingesetzt. Alles, was Rang und Namen hatte, komponierte für diese Besetzung Serenaden und Partiten, so auch Mozart, Beethoven und Schubert.

Aus der Zeit der Klassik stammen auch die beiden an dem Konzert gespielten Werke von Joseph Myslivecek (1737-1781, ein Zeitgenosse und Freund von Mozart), sowie vom etwas jüngeren Franz Krommer (1759-1831). Ein purer Ohrenschmaus!

Das Jahr 1904

Eine selten gespielte Perle stellt das Quintett in c-Moll aus dem Jahre 1904 des deutschen Komponisten Sigfrid Karg-Elert dar. «Musik aus dem Jahre 1904? Was soll ich mir darunter bloss vorstellen?» So mögen Sie nun denken. Im Jahr 1904 wurde der Gewerbeverein Beromünster gegründet und die Wynentalbahn wurde in Betrieb genommen. Nun? Gwundrig geworden auf diese Musik?

Mozarts musikalisches Würfelspiel

Nun aber nochmals zurück zu Mozart: Dieser war ein exzellenter Billard-Spieler. Ausserdem hatte er bekanntlich einigen Schabernack im Kopf. Von ihm ist ein musikalisches Würfelspiel überliefert, eine Art Zufallsmusik, ein Kompositionsspiel. Durch Würfeln wird entschieden, welche musikalischen Elemente in welcher Abfolge aneinandergereiht und am Klavier gespielt werden.

Auf Mozarts musikalisches Würfelspiel sowie auf seine meisterlichen Fähigkeiten im Billardspiel nimmt der englische Komponist Gary Carpenter mit grossem Augenzwinkern Bezug. Er nennt sein Stück für unsere Besetzung «ein musikalisches Snookerspiel». (Billard wird in England Snooker genannt.) Bestimmt kommen dabei auch Sie ins Schmunzeln – und wer weiss, vielleicht bekommen Sie bald Lust auf eine Partie Billard? Eine kleine Anmerkung: «Falls unser Hoffen auf schönes Wetter ohne Erfolg bleibt, wird das Konzert in der Stiftskirche stattfinden. Auch nicht schlecht!»

Barbara Zumthurm-Nünlist






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