Update: Sturmnacht vom Donnerstag auf Freitag: Intensiver Einsatz für die Feuerwehr Michelsamt
Diese Woche ist Sturmtief «Frederico» über die Schweiz gezogen und hat heftige Orkanböen mitgebracht. Diverse entwurzelte Bäume, eine blockierte Strasse zwischen Beromünster und Neudorf und ein demoliertes Auto zwischen Wetzwil und Rickenbach, dazu eine abgedeckte Schüür und diverse verwehte Bauabschrankungen. Dies die Bilanz der Sturmnacht im Michelsamt.
Die stürmische Nacht hat sich infolge eines entwurzelten Baumes zwischen Beromünster und Neudorf um 22 Uhr auf den Strassenverkehr ausgewirkt. Die Stelle wurde rasch und effizient geräumt. Nach einiger Zeit war die Strasse wieder einspurig befahrbar. Der Verkehr wurde jederzeit gut geregelt und die Automobilisten bestens informiert.
Auf der Strecke zwischen Wetzwil und Rickenbach stürzte in der Nacht eine Tanne auf ein vorbeifahrendes Fahrzeug. Die fahrzeuglenkende Person verletzte sich glücklicherweise nicht.
Ein Leserreporter war nahe der Intercheese unterwegs und sagte gegenüber dem «Michelsämter»: «So starke Böen habe ich beim Autofahren noch selten erlebt. Ich musste einen Umweg fahren und fuhr teilweise nur noch mit 10 km/h.»
Aufgrund der Sturmwinde war das Magazin der Feuerwehr Michelsamt in der Nacht besetzt, was von der Bevölkerung geschätzt wurde.
Total gingen gemäss Feuerwehrkommandant Armin Dörig bei der Feuerwehr Michelsamt acht Meldungen infolge des Sturms ein. Alle Meldungen konnten abgeschlossen werden. 16 Feuerwehrleute standen im Einsatz. Die Feuerwehr Michelsamt hat offensichtlich einmal mehr einen sehr guten Job gemacht für die Sicherheit aller Bewohnerinnen und Bewohner, und besonders für alle Automobilisten, die unterwegs waren.
Total 46 Meldungen bei der Luzerner Polizei
Gemäss der Luzerner Polizei gingen aufgrund des Sturms vergangene Nacht 46 Meldungen ein, hauptsächlich wegen abgebrochenen Ästen, umgestürzten Bäumen und Bauabschrankungen, heruntergefallenen Ziegeln usw. Yanik Probst von der Luzerner Polizei weiter: «Meldungen zu verletzten Personen sind keine bekannt. Zu den gemeldeten Fällen gehört auch jener in Rickenbach. Am Donnerstagabend um ca. 23.20 Uhr ging bei der Luzerner Polizei die Meldung ein, dass es in Rickenbach auf der Wetzwilerstrasse Fahrtrichtung Rickenbach zu einer Kollision zwischen einem Auto und einem Baum gekommen sei. Verletzt wurde niemand. Für die Bergungs- und Räumungsarbeiten stand die Feuerwehr Michelsamt im Einsatz.»
In Luzern und auch in Bern lagen die Böenspitzen gemäss MeteoSchweiz mit 118 respektive 102 km/h in den Top 10 der höchsten je gemessenen Windgeschwindigkeiten. Es war also wirklich ein aussergewöhnlich heftiger Sturm.
Text: Karl Heinz Odermatt, Bilder: Feuerwehr Michelsamt/zvg