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Update: Lüütertüter: «Höudichrieger usem Norde» luden zum Brunch ein (mit grosser Bildergalerie)

Seit 2007 laden die Lüütertüter Höudisriede (LTH) jährlich die Fasnachtsbegeisterten und Freunde der örtlichen Guuggemusig zum Brunch ein. «Ein gmögiger Sonntagmorgen mit leckerem Frühstück und fasnächtlichem Charme für Gross und Klein», so liest man im Protokoll des 17. Vereinsjahres. Das stimmt so heute noch.


Die Lüütertüter begeisterten wieder restlos, auch mit ihren drei neu einstudierten Songs, darunter «Beggin'».


330 Gäste und damit eine rekordhohe Beteiligung nahm am Sonntagvormittag, 26. Januar, in der fasnächtlich dekorierten inPuls-Halle Platz und liess sich von den über 40 Lüütertüterfrauen und -männern mit ihrem reichhalten Brunchbuffet verwöhnen. Verantwortlich für die sehr gute Organisation waren Silvan Wolf und Nico Dörig. Vor allem eine grosse Delegation der Götschizunft mit dem Zunftmeisterpaar Pirmin und Monika Furrer wurde vom neuen LTH-Präsidenten Ramon Wolf willkommen geheissen. Pirmin Furrer-Gassmann ist in Beromünster aufgewachsen und hat sich vor über 30 Jahren in die Hildisriederin Monika Gassmann verliebt. Pirmin I. und Monika waren auch für das Eröffnen des Buffets zuständig. Das «Who is Who» von Hildisrieden war zugegen. Auch die Gemeindepräsidentin Monika Emmenegger nimmt sich die Zeit jedes Jahr. Ramon Wolf sagte in seinen Begrüssungsworten: «Unser Brunch soll alle zusammenführen, ein gemütliches sonntägliches Beisammensein bieten und Gelegenheit sein, um mit uns Fasnacht zu feiern. Deshalb freut es uns sehr, dass wir jedes Jahr wieder nicht nur eingefleischte Lüütertüter-Fans, sondern auch Gwundrige aus Hildisrieden und der weiteren Umgebung bei uns begrüssen dürfen. Sowie auch die, welche nur zum mal wieder richtig Zmörgele gekommen sind.» Er berichtete vom Novum, dass das Kleid heute erstmals getragen wird und deshalb noch völlig intakt ist und noch nicht stinkt. Lachend meinte er: «Nicht unsere Augenringe sind das Novum.» Die Lüütertüter waren am Vorabend in Alpnach im Einsatz, der Bus fuhr um 2 Uhr, es war also für fast alle eine kurze Nacht. Trotzdem waren sie prächtig in Form. 

«Motto-Lisa» erklärte die Umsetzung von «Höudichrieger usem Norde»

Lisa Dörig, Chefin des Mottogrüpplis, wurde vom Präsi launig als «Motto-Lisa» angekündigt. Sie musste auch darüber lachen und erklärte, dass Dorota Rataiska wieder die Kleider entwickelt hat. Jede Corsage wurde individuell verziert. Da kamen wieder für jedes Kleid sehr viele Stunden Arbeit zusammen. Antoinette Bühler, die 33 Jahre in Neudorf gelebt hat und heute in Küssnacht am Rigi zu Hause ist, hat das Tambikleid genäht. Das Kriegsbeil des Tambi hat Manuel Estermann selber gebastelt. Trotzdem sah auch dieses total professionell und kriegstüchtig aus. Für die Grende, auch für den aufwendigen Tambi-Grend war wiederum der im Saal anwesende Künstler Pito Peinado beauftragt. Saalapplaus für die hervorragende Arbeit aller! 

Ramon Wolf als Weinexperte wider Willen

Präsi Ramon Wolf meinte weiter, zur Weindegu überleitend: «Ich trinke sehe gerne Rotwein, habe aber selbst zu wenig Ahnung, um etwas Schlaues dazu erzählen zu können.» Deshalb übergab er an... Nein, zur allgemeinen Belustigung machte er es doch selber und am wichtigsten ist eh der eigene Eindruck bei der Verkostung. Der Gönnerwein heisst «Fasoli Gino», der Tropfen konnte von allen Gästen degustiert werden und kam gut an. Der «Michelsämter» fand nachher heraus, dass der Lüütertüter-Weinfachmann verhindert war und es auch in den letzten Jahren fast immer eine präsidiale Aufgabe war, den Wein vorzustellen. Für 50 Franken pro Flasche Wein konnte etwas an die Unkosten des Tages geleistet werden. Es konnten aber natürlich auch mehrere Flaschen gekauft werden. Wer immer noch zu viele Moneten im Geldsäckel hatte, konnte vor dem Heimgehen noch etwas in den bereitstehenden Bass beim Ausgang werfen. Dies so lange, bis man das Gefühl hatte, was man gegessen und getrunken hatte, sei entgolten.

Drei neue Songs perfekt eingeübt und vorgestellt

Abschliessend kam man noch in den Genuss der vielfältigen und für eine Guugemusig mit Namen Lüütertüter erstaunlich differenzierten Klänge der «Lüütertüter». Die drei neuen Songs sind «Beggin'», der 2015er-Hit von Maneskin, ein sehr cooles Remake des Titels von 1967 von Frankie Valli and the Four Tops, und «Kids in the dark» von All Time Low (auch von 2015) sowie «Tanzt du noch einmal mit mir?» von den Broilers (von 2011). Besonders der Titel von Maneskin war eine grossartige Wahl, melodiös und doch rockig, das holte auch die ältere Generation wunderbar ab. Die neuen Titel fügten sich perfekt ins schon starke Repertoire ein und machten Lust auf mehr.

«Let it Go» aus dem Film «Die Eiskönigin» und das unverwüstliche «Run to the Hills» von Iron Maiden waren Perlen der älteren Songs, stark gespielt waren sie alle. Das Set machte dem Publikum viel Freude, war wie ein Konzert und gab einen Vorgeschmack auf das diesjährige Fasnachtsprogramm der Lüütertüter. Highlights sind sicher der BTS-Ball in Schwarzenbach (15.2.), der Dorfball Höudi (21.2.), die Fläckefasnacht (SchmuDo), der Umzug in Möischter (2.3.) und der Auftritt auf der Rothuusstäge Luzern am 3.3, das die Hildisrieder immer wieder zur Zentralschweizer Attraktion macht.


Die Lüütertüter spielten mit viel Leidenschaft und Können.


Monika und Pirmin Furrer-Gassmann eröffneten das grandiose Brunch-Buffet.


Die Zünfter der Götschizunft feiern dieses Jahr das Hundertjährige. Da kommt noch so einiges... 
Beim Brunchbuffet der Lüütertüter wurden so einige, ja fast alle Wünsche erfüllt.
Wer kann da widerstehen?
«Höudichrieger usem Norde» wurde vielfältig und mit Liebe zum Detail umgesetzt.
Auch die Kids kamen schon in prächtige Fasnachtsstimmung. 
Die Galerie der Mottos aus früheren Jahren seit 1991 fand viel Anklang und Interesse.


Wöudichrieger oder Höudichrieger – beides passt!
Wunderbare Masken: Ausgabe 2025!


Der Gönnerwein steht bereit – und er ist fein!


Das Buffet erfreut auch alle Götschizünftler.
Neu-Präsident Ramon Wolf bringt es auf den Punkt.
Gekonnte Präsentation der Kostüme und des Mottos durch «Motto-Lisa».


Ohne «Grende» kommt ihr gutes Aussehen noch besser zur Geltung...


Der Wein wird verkostet, 330 Gläser werden in kurzer Zeit verteilt.
Grossartige Fasnachtsstimmung bei der jubilierenden Götschizunft.
Fasnächtler durch und durch: Der gebürtige Möischterer Pirmin I. und seine Monika aus Hildisrieden.



Text und Bilder: Karl Heinz Odermatt




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