Update: Legendäre Seniorenfasnacht in Nüderef: Glühende Tanzsohlen, von führenden Ärzten empfohlen (mit grosser Bildergalerie)
Eindrückliche Seniorenfasnacht in Nüderef. Was Irene Widmer-Stocker zusammen mit ihren Mitstreiterinnen Luzia, Milly und Astrid vom Frauenverein Neudorf, Aktives Alter hier organisiert haben, machte einfach wieder allen Freude.
Seit zwei Jahren organisiert der Frauenverein Neudorf, Aktives Alter den traditionsreichen Fasnachtsanlass in Eigenregie, vorher war auch die Zunft im OK. Einige Zünftler waren beim Anlass gerne zünftig dabei, und engagiertes Servicepersonal hielt alles prächtig am Laufen. «Jörg de Seetaler» unterhielt vortrefflich, und auch Wyne Bläch» und die legendären «Oldies» sorgten für musikalische Stimmung. «Die Fischer von der Mürgi» fischten leidenschaftlich in trüben Gewässern, und die Würmer, die als Köder dienten, wurden den Gästen zum Verspeisen an der Angel serviert. So gab es viel zu lachen und viel Abwechslungsreiches zu erleben.
«D' Fäschthütte» ganz in ihrem Element
Antoinette Bühler, die 1992 eine der ersten Zunftmeisterinnen des Kantons war, jedenfalls die Allererste von bisher zehn Zunftmeisterinnen im immer sehr aufgeschlossenen, ja modernen Nüderef, war prächtig in Fahrt und schwang tollkühn das Tanzbein, wie jedes Jahr hier. Heute noch trägt sie den Übernamen «d' Fäschthütte», was sie sehr treffend beschreibt. «Ich habe 33 Jahre in Nüderef verbracht, dann bin ich nach Küssnacht am Rigi gezogen. Noch heute lese ich immer den Michelsämter und komme immer an die Seniorenfasnacht hier. In Küssnacht feiern wir traditionell eine Woche zu früh den Schmutzigen Donnerstag, damit wir am eigentlichen SchmuDo in die Stadt können» sagte sie mit viel Schalk und Lebensfreude.
Tanzen, Schunkeln, Intrigieren...
Doris Huwiler sagte: «Fasnachtsbetrieb ist auch von Ärzten empfohlen, nach Festen wie diesem haben sie weniger zu tun als sonst, müssen viel weniger Medis verschreiben, wie der legendäre Riemi, Urs Riemensberger jeweils sagte. Und wir haben Sandro Portmann, dem legendären Chefredaktor, hier noch das Tanzen beigebracht. Er hat sich zwar lange dagegen gewehrt, war auch nicht gerade talentiert darin (sie lacht schelmisch), doch es hat richtig Spass gemacht.» Manch einer wird die Strapazen vom Tanzen, Schunkeln, Intrigieren und Polonaise-Machen schon noch in den Knochen spüren, doch die Freude am Erlebten überwiegt bei Weitem. So darf es gerne weitergehen.
Text und Bilder: Karl Heinz Odermatt