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Update: «Jugend debattiert»: Regionalfinal Zentralschweiz mit Linus Kerngast aus Hildisrieden als Finalist

Der Regionalfinal Zentralschweiz von «Jugend debattiert» fand am Samstag in der Kantonsschule Zug statt. Der Rektor der Kanti Beromünster, Marco Stössel, amtete als Juror. Mit Linus Kerngast aus Hildisrieden stellt die Kanti Möischter einen Finalisten, der das Ticket zum nationalen Finale nach Bern gelöst hat. Von der KSB im Debattier-Einsatz auf höchstem Niveau zudem Gwen Bucher, Magdalena Märki und Clara Steiger, alle gecoacht von Deutschlehrer Matthias Gaiser. 

Deutschlehrer Matthias Gaiser und Rektor Marco Stössel umrahmen die Debattierer der KSB (v.l.): Magdalena Märki, Gwen Bucher, Clara Steiger und Linus Kerngast.  


In Zeiten von Fake News, Infoflut und Social Media ist es wichtig, dass junge Menschen lernen, ihre Meinung zu vertreten, möglichst mit fundierten Argumentationen. Es geht darum, im Dialog zueinanderzufinden statt aneinander vorbei zu streiten. Dies ist das Ziel von «Jugend debattiert». Das diesjährige grösste Regionalfinal von «Jugend debattiert» hat in der Zentralschweiz stattgefunden: 56 Jugendliche aus 8 Kantonsschulen der Regionen Zug und Luzern haben sich am Samstag in Zug im Debattieren gemessen. Diskutiert wurde über aktuelle Themen, wobei die Pro- und Kontra-Positionen jeweils kurz vor der Debatte zugelost wurden. Die Non-Profit-Organisation Young Enterprise Switzerland (YES) hat den Anlass mustergültig organisiert.

In einer ausgeglichenen Finaldebatte hat sich Muriel Valerie Riedweg von der Kantonsschule Schüpfheim den Sieg auf Stufe Sek. I gesichert. Elena Sophia Schorn von der Kantonsschule Zug gewann die Finaldebatte auf Stufe Sek. II. In der Finaldebatte der 13- bis 15-Jährigen zum Thema «Stimmrechtsalter 16» lieferten sich zudem auch Reto Gretener, Xenia Heller und Phillip Wehrli eine faire Diskussion. Währenddessen debattierte Gewinnerin Elena Sophia Schorn mit Enrico Steiner, Charlotte Good und dem Hildisrieder Linus Kerngast in der Finaldebatte der Sek. II gekonnt über die Annahme der Kita-Initiative. «Es ist eine Ehre, hier zu sein und zu sehen, was man erreichen kann. Man erlernt die Fähigkeit, die eigene Meinung durchzusetzen, auch im Hinblick auf die Zukunft», meint Finalist Linus Kerngast von der Kantonsschule Beromünster begeistert. Die Finalist:innen nehmen am Nationalen Finale am 31. März und 1. April in Bern teil. 


«Es ist eine Ehre, hier zu sein und zu sehen, was man erreichen kann. Man erlernt die Fähigkeit, die eigene Meinung durchzusetzen, auch im Hinblick auf die Zukunft.»  Linus Kerngast nach seinem souveränen Finaleinzug


Pro oder Kontra? Der Zufall entscheidet kurz davor

Die Debatten werden von einer Jury aus den Fachbereichen Bildung, Politik und Medien beurteilt und unterliegen genauen Regeln. Die Pro- und Kontra-Positionen werden erst kurz vor Beginn ausgelost: Die Jugendlichen der Sek. I und II haben sich darum gründlich auf die drei Debattenthemen vorbereitet. Im Gegensatz zu vielen politischen Debatten hörten die Jugendlichen einander aufmerksam zu und begründeten ihre Argumente nachvollziehbar. Die Jurys bewerteten bei den Debatten jeweils folgende Kriterien: Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft. Die ersten drei Kriterien werden den Jurymitgliedern zugeteilt. Die letzte, die Überzeugungskraft, bewerten alle drei und einigen sich schliesslich. 

Showdebatte mit vier aktiven Politiker:innen

Während sich die Finalist:innen auf die Finaldebatte vorbereiteten, fand eine Showdebatte zum Thema «Sollen Klimaaktivisten mit spektakulären Aktionen auf die Klimakrise aufmerksam machen?» statt, wobei dort freiwillige Schüler:innen in die Rolle der Jury schlüpften. Karin Stadelmann (Stadträtin Luzern, Die Mitte), Jill Nussbaumer (Zuger Kantonsrätin und Vizepräsidentin Jungfreisinnige Schweiz, FDP), Michael Töngi (Nationalrat Grüne) und Drin Alaj (Sicherheitsvorstand der Gemeinde Cham und Kantonsrat Zug, SP) lieferten sich ein spannendes Wortgefecht. «Es ist schon interessant, wie sich die Politiker im Interesse ihrer Partei verstellen», meinte ein 13-jähriger Diskussionsteilnehmer. Magdalena Märki meinte selbstbewusst: «Da sind wir mit unseren Debatten mindestens ebenbürtig gewesen.»  Wer sie auf der Bühne erlebt hat, kann dem nur zustimmen.

Karin Stadelmann, Vize-Präsidentin Mitte des Kantons Luzern, sagte gegenüber dem Michelsämter: «Da kommt eine junge Generation, die schon erstaunlich gut argumentieren kann und auch gut informiert ist. Das ist auch für uns Jüngere im Parlament eine taffe Herausforderung, der wir uns sehr gerne stellen. Ich hatte Glück, dass ich die Position vertreten durfte, die ich eh einnehme - alle Jungen haben da ein grosses Bravo verdient.»


Drin Alaj,  Jill Nussbaumer, Michael Töngi und Karin Stadelmann bestritten zusammen die Showdebatte. 



Über Young Enterprise Switzerland (YES):

YES ist der führende Anbieter von praxisorientierten Wirtschafts- und Meinungsbildungsprogrammen für Schulen in der Schweiz. Kinder und Jugendliche erleben und erfahren unsere Wirtschaft, erkennen gesellschaftliche Zusammenhänge und bilden sich eine Meinung. Sie entwickeln ihre Potenziale, vernetzen sich und finden ihre Rolle in der Arbeitswelt. Allein im Schuljahr 2021/2022 nutzten schweizweit rund 7000 Jugendliche, 600 Lehrpersonen und 500 Volunteers unsere sechs Programme: Unsere Gemeinde und Pintolino (Primarstufe), Fit für die Wirtschaft (Sekundarstufe I), Jugend debattiert (Sekundarstufe I und II) sowie das Company Programme und die Wirtschafts-Olympiade (Sekundarstufe II).


Das Erfolgsteam der Vier von der Kanti Beromünster in Zug im Einsatz.



Linus Kerngast mit überzeugenden Argumenten in seiner Finalrunde.


Text und Bilder: Karl Heinz Odermatt 




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