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Update: Herlisberger Kilbi: Viel Verbundenheit und Lebensfreude beim Traditionsanlass

Neben den Kilbis in Rickenbach und Pfeffikon sowie in Hochdorf fand an diesem Sonntag auch in Herlisberg die traditionsreiche Kilbi statt. Die Trychlergruppe Herlisberg organisierte die Kilbi zum 29. Mal vortrefflich.


Nach dem Ständchen haben die Mannen der MG Römerswil bereits ein Bier verdient.


Die MG Römerswil spielte nach dem Gottesdienst auf, begleitet von einem gemütlichen Apéro. Zuerst den Schweizer Psalm, dann sehr passend «Goldener Herbst» und «Mänzbärg», das Lied, mit dem sie in Ruswil fast gewonnen hatten. Dann gab es Mittagessen für die ganze Familie und unterhaltsamen Kilbibetrieb mit Rösslikarusselfahrten. Eine grosse Tombola und der Auftritt einer Ländlerkapelle rundete das Ganze stimmig ab.

Schon das Ambiente mit dem prächtigen Ausblick auf den Baldeggersee ist fast unschlagbar. Es war eindrücklich zu sehen, wie sich die Festgarnituren bis auf den letzten Platz füllten und die Festgemeinde den ganzen Nachmittag Sitzleder hatte, sich jedoch auch aktiv an der Tombola beteiligte. 

Einige der Anwesenden können auf 20 und mehr Jahre Teilnahme an der Kilbi zurückblicken. Seit 2006, also zum 17. Mal, findet die Kilbi dank sehr toleranten Bewohnern vor dem Wohnblock bzw. in dessen Tiefgarage statt, was von den Trychlern sehr geschätzt wird. Vorher war die Kilbi beim Gemeindehaus zu Hause und wurde von der Feuerwehr organisiert. Einige konnten sich an Durchführungen in den 80er-Jahren erinnern. Ein echter Traditionsanlass also, der nicht verbessert werden muss, weil er offenbar schon immer sehr gut war. 

Grosser Zusammenhalt der 41 Trychler

Der Zusammenhalt der Trychlergruppe Herlisberg wird auch vom gemeinsamen Chlausen gespiesen. Die Augen von einigen der 41 Trychler leuchteten, als sie von ihrem jeweils 3-tägigen Chlausanlass berichten. Dazu gehören kann man als Retschwiler oder Herlisberger sowie durch Heirat, die Kinder sind automatisch auch dabei. So gibt es einen geselligen generationenübergreifenden Club. Daneben gibt es in Römerswil noch die Sommerkilbi und gab es früher noch die Kilbi in Nunwil. Das gibt Kitt im Dorf, das ja politisch einfach ein Ortsteil von Römerswil ist.

Her(t)z ist Trumpf

Beim spannenden Schätz-Wettbewerb war folgende Aufgabenstellung gefragt: «Jeder Mensch hört bei seiner Geburt Frequenzen bis zu 20 000 Hertz. Diese Zahl nimmt im Verlauf seines Lebens ab. Wie viele Hertz sind es bei allen 41 Trychlern zusammen?» Man musste also Menschen- oder Mannenkenntnisse der Trychler haben und rechnen können. Dank den Sponsoren war sowohl das Seetaler Karussell als auch die Tombola gratis, was wirklich aussergewöhnlich ist und zur guten Stimmung zusätzlich beitrug. Auf die Frage, wer vom OK die Hauptverantwortung trägt, sagt Franz Züsli: «Wir machen das alle zusammen mit Herzblut. Pascal Arnold und Dominik Rogger managen dies. Doch am Schluss ist jeder genau gleich wichtig.» 

So freuen sich alle schon auf die Herlisberger Kilbi im nächsten Jahr. Save the date: Sonntag, 13. Oktober 2024!


Herlisberg taucht urkundlich erstmals im 12. Jahrhundert als Erlinsberg auf. In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbauten die Söhne Hessos, der Stammvater der Linie auf der oberen Rinach, die Burg «obere Rinach». Die Burgruine besteht heute noch. Sie gehört einer in Frankreich lebenden Familie des alten Geschlechtes de Reinach. 1295 wird Herlisberg im Zinsrodel von Ritter Ulrich I von Rinach als Hergesberg genannt. Das Wappen der Ritter von Rinach zeigt im goldenen Felde einen steigenden roten Löwen mit blauem Kopf und roter Zunge. Dieses Wappen wurde von der Gemeinde Herlisberg als Gemeindewappen übernommen.


  

Das Seetaler Karussell drehte seine Runden über dem Baldeggersee.

Das Kuchenbuffet war imposant und wurde mit viel Leidenschaft präsentiert.
Die prächtigen Trycheln gaben dem Anlass das urchige Gepräge.
Die MG Römerswil spielte gross auf.


Am Nachmittag spielten noch Ländlermusikanten auf.
War gefragt am Nachmittag: Kaffee avec in allen Variationen.
Die Trycheln im schönsten Sonnenschein.
Da blieb kein Platz frei, alle hatten Sitzleder...
Jung und Alt vergnügte sich an der urchigen Kilbi. 
Das Tagesmenü mundete vorzüglich.
Schon der Blick über den Baldeggersee: unbezahlbar.


Text und Bilder: Karl Heinz Odermatt




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