Unding Eigenmietwert
«Der Eigenmietwert (EMW) fördert die Verschuldung und wer spart wird bestraft!» Das ist das Fazit des EMWs. Nach jahrelangem Hin und Her liegt endlich eine Lösung auf dem Tisch. Diese Chance gilt es zu packen.
Die Aufrechnung von Einkommen, die es nicht gibt, ist unbegreiflich. Es ist steuersystematisch falsch und bringt viele WohneigentümerInnen in Bedrängnis, allen voran Familien und SeniorInnen. Weil EigentümerInnen ihr Geld in ein Eigenheim investiert haben, sollen sie zur Strafe, da keine Miete fällig wird, mehr Steuern bezahlen. Weiter gedacht würde das bedeuten, dass Besitz statt Miete zusätzlich zur Vermögenssteuer versteuert werden müsste; also auch Boote, Wohnmobile, Zelte, Autos usw. Dies zeigt gut, wie unsinnig der EMW ist.
Die Finanzdirektorenkonferenz (FDK) zeigt sich besorgt über mögliche Steuerausfälle, wohlverstanden mögliche Steuerausfälle. Es wird Veränderungen in den Steuerbelastungen geben. Das ist das Ziel! Wie diese jedoch aussehen, ist sehr individuell. Kantone bekommen die Möglichkeit, Steuerausfälle mit einer «Steuer auf Zweitliegenschaften» zu kompensieren. Die FDK sollte ganzheitlich denken. Der Staat profitiert stark von den EigentümerInnen; sie erhalten keine Sozialhilfe, sie haben keine unbezahlten Steuerrechnungen, sie sind greifbar, sie bilden das wertvolle Rückgrat der Gesellschaft und vieles mehr. Im Kanton Luzern kommen die grossen Steuerüberschüsse vor allem durch Sondersteuern zustande. Dabei leisten die EigentümerInnen einen wesentlichen Beitrag – dies bleibt auch ohne EMW so!
Für die Gesellschaft und den Staat ist es wünschbar und vorteilhaft, möglichst viele EigentümerInnen zu haben. Tragen wir Sorge zu ihnen und torpedieren sie nicht. Dies ist mit der Abschaffung des EMWs möglich.
Rosy Schmid, Hildisrieden