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Umfrage zum Jahreswechsel: Wer ist Ihr «Held des Jahres»?

Es ist eine schöne Tradition zum Jahreswechsel, zurück und nach vorn zu schauen und mit einer Jahresendumfrage die Leserinnen und Leser ins Zentrum zu stellen. Diesmal wollte der Anzeiger Michelsamt von einigen zufällig ausgewählten Bewohnerinnen und Bewohnern der 5-sterne-region wissen: Wer ist für Sie der «Mensch/Held des Jahres»? Wer hat für Sie persönlich dieses Jahr geprägt und aus welchen Gründen? Hier die spannenden Antworten.


Thomas Suppiger (56), Leiter Geschäftsstelle Raiffeisen, Hildisrieden


Die Helden sind für mich die stillen. Diejenigen Menschen, die im Verborgenen Grosses leisten, ohne dabei im Rampenlicht zu stehen oder Anerkennung zu suchen. Sie sind die unsichtbaren Säulen unserer Gesellschaft, deren Taten oft unbemerkt bleiben, aber dennoch von unschätzbarem Wert sind. Ob es die Krankenschwester ist, die in den späten Nachtstunden ein beruhigendes Wort für ihre Patienten hat oder der Nachbar, der ohne Aufhebens den Gehweg vom Schnee befreit, ohne je einen Dank zu erwarten. Stille Helden handeln aus Überzeugung und Mitgefühl.


René Gisler (50), Informatiker, Beromünster, mit Noelia (14)


In diesem Jahr verdient den Titel «Heldin des Jahres» meine Frau. In schwierigen Zeiten hat sie stets einen kühlen Kopf bewahrt und mit Mut und Liebe die Familie zusammengehalten. Sie war ein Fels in der Brandung, eine Quelle der Inspiration und der unermüdliche Motor, der das Familienleben mit ihrer Wärme und Stärke am Laufen hielt. Sie hat alle um sich herum beflügelt und gezeigt, dass wahre Helden oft im Alltag zu finden sind.


Anja Ineichen Heller (31), Lehrperson in Rain, in Beromünster aufgewachsen 


Für mich sind die wahren Helden des Jahres all jene Menschen, die in den letzten Monaten heldenhaft Unterstützung geleistet haben, als jemand in meinem nahen Umfeld einen schweren Unfall erlitt. Es ist unglaublich, wie viel Hilfe aus allen möglichen Richtungen kam. Besonders dankbar bin ich auch dem riesigen Schutzengel und nicht zuletzt stolz auf die betroffene Person, die sich so tapfer zurückkämpft.


Michelle Wandeler (24), cand. Architektin FH, Beromünster


Meine Heldin des Jahres ist meine beste Freundin Larissa. Als es mir in der ersten Jahreshälfte nicht gut ging, war sie immer an meiner Seite, hat mir zugehört, mich unterstützt und mir Kraft gegeben. Durch ihre Geduld, ihre Liebe und ihre unerschütterliche Unterstützung hat sie einen grossen Anteil daran, dass es mir heute wieder gut geht. Dafür bin ich ihr unendlich dankbar - sie ist nicht nur meine beste Freundin, sondern auch der Mensch, der mir gezeigt hat, was wahre Freundschaft bedeutet.



Sereina Schmidt (46), PR-Beraterin und Unternehmerin, Neudorf


Mein Mensch des Jahres ist meine 75-jährige Mutter, Erika Gallusser. Nach 50 Jahren als selbständige Gymnastiklehrerin und Bewegungspädagogin hat sie diesen Sommer ihre Tätigkeit beendet. Sie hat nicht nur mich und meine Geschwister, sondern auch unzählige treue Kundinnen und Kunden aus dem Michelsamt und der Agglomeration Luzern inspiriert und geprägt. Ihre Leidenschaft für Bewegung – körperlich, geistig und in der Lebenshaltung – ist ein Vorbild dafür, was möglich ist, wenn man beweglich bleibt. Sie hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, mit Energie und Offenheit durchs Leben zu gehen.


Walter Wey (69), ehemaliger Schmied und Schulhausabwart, Rickenbach


Mein Held ist Peter Häfeli, er hat alles hier angerissen, das Dorf zum Guten gestaltet. Ohne ihn würde vieles nicht so aussehen. Ich bin zwar nicht in der gleichen Partei (lacht), doch er hat meinen vollen Respekt. Ich komme übrigens auch im Buch von uke vor. «Wo ist Walter?» lesen...


Viktor Hüsler (77), ehemaliger Polier, Rickenbach

Mein Held des Jahres ist Johannes Schüpfer,  OK-Chef der sensationellen Gwärb 24. Das ganze OK hat einen riesigen Job gemacht. Ich habe selber auch mitgearbeitet und kann es deshalb etwas besser beurteilen, wenn auch nur an einem «Brötlistand».



Eveline Estermann (48), Mitarbeiterin Bäckerei Dorf-Wirtschaft, Eich


Mein Held ist unser Pfarreileiter Franz Zemp. Was er macht, macht er gut, und er macht viel, von Taufen bis Beerdigungen. Ich wäre fast schon ausgetreten, doch er hat das Herz auf dem rechten Fleck. Er ist eine Institution, und über die «Drei Päpste» kann ich heute noch herzhaft lachen. Ich bin übrigens eine Rüttimann aus Hildisrieden, also bestens in der Gegend verwurzelt (lacht).


Luna Schwarzentruber (11), Schülerin Klasse 6B, Rickenbach


Heldin des Jahres ist für mich mein Grosi. Grosspapi ist vor zwei Monaten verstorben. Sie denkt immer an die anderen, kommt selber als letztes, vergisst sich selber fast, ist so grosszügig. Sie ist sehr tapfer. Ich probiere etwas zurückzugeben. Morgen gibt es Suppenhuhn mit sieben Leuten. Marlen ist zum ersten Mal auch dabei. Ich freue mich darauf. 


Marlen Schüpfer (12), Schülerin Klasse 6B, Rickenbach

Mein Held ist mein Grossvater. Er macht so vieles, für sein Alter. Was er alles mit uns zusammen macht, ist einfach grossartig! Das ist nicht selbstverständlich. Ich freue mich auch auf mein erstes Mal Suppenhuhn zusammen mit Luna.


Johann Knaus (35), Glaser, Römerswil


Helden des Jahres sind für mich die Arbeiter, die das ganze Jahr die Strassen sauber und in Ordnung halten. Für viele ist das selbstverständlich, doch das ist es nicht, für mich nicht. Es lebt sich nur dann schön, wenn sich jemand darum kümmert. Ich finde, diese Menschen werden zu wenig honoriert.


Interview: Karl Heinz Odermatt, Bilder: kho/zvg 




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