Umfrage: « Januar als Testmonat des neuen Jahres?»
Schon ist der erste Zwölftel des Jahres vorbei. 2022 hat Fahrt aufgenommen, da lohnt sich ein erster Blick zurück. Bestimmt sind auch Sie mit Erwartungen und Plänen, oder sogar mit klaren Vorsätzen ins Neue gestartet. Wie steht es um diese? Konnten Sie diese wie gewünscht umsetzen? Der «Anzeiger Michelsamt» hat sich in der Region umgehört und auch die eigene Taskliste durchgesehen. Zusammengefasst darf man den Januar doch auch als Testmonat des neuen Jahres sehen und im Februar die Vorsätze erneut, dafür mit voller Kraft umsetzen.
Thomas Hayungs (45), Küchenchef, Rickenbach
Ich bin ursprünglich aus Thüringen, war vorher zehn Jahre im Unterengadin und bin erst seit Dezember hier in der Dorfwirtschaft Rickenbach. Ich fühle mich schon richtig wohl, besonders seit ich auch in Rickenbach wohne. Ich habe mir vorgenommen, nur nach vorne zu schauen. Jeder hat Baustellen, hat Schwächen. Reden wir von den Chancen, von den Stärken. Ich will hier eine trendigere Küche etablieren. Ich wollte auch die Gegend und die Menschen besser kennenlernen, das habe ich noch nicht genug geschafft. Ebenso möchte ich in der Küche ein fixes Team. Im Service sind wir super aufgestellt, doch in der Küche ist der Markt ausgetrocknet, ich hoffe auf Unterstützung, bin hier im Team der einzige Mann, ich armer… (lacht)
Rahel Koch (14), Schülerin, Kanti Beromünster
Mein grosser Vorsatz für 2022 war, endlich mehr zu schlafen. Wegen dem vielen Lernen und den Tests habe ich das noch nicht geschafft. Doch wie sagt man so schön, ich arbeite daran, mehr schlafen zu können (lacht herzlich) und endlich ausgeruhter zu sein. Übrigens: einen Vorsatz habe ich noch: mehr Zeitung zu lesen. Ich lese gerne die Luzerner Zeitung und in der Kanti auch mal den «Michelsämter». Jetzt gehe ich grad in den VOI rüber, um mir etwas Süsses zu gönnen und für nach der Schule Proviant einzukaufen. Okay, das könnte auch ein Vorsatz sein, weniger Süsses zu essen. Meine Vorsätze halten jedoch meist nur ein paar Tage, doch immerhin fasse ich welche…
Xaver Schmidlin (68), pensionierter Landwirt, Wetzwil / Schlierbach
Mein Übername ist Buddy. Ich bin der Junior des Pfarrers… Das glauben Sie mir nicht? (grinst schelmisch) Ok, ich bin pensionierter Landwirt, habe den Hof schon vor 15 Jahren dem Sohn übergeben und noch Aussendienst im Agrarbereich gemacht. Ich habe mir den Vorsatz gefasst, jeden Dienstag hier an den Stammtisch in der Dorfbeiz zu kommen. Zielerreichung bisher: 100 Prozent (lacht schallend). Wir sind immer etwa zehn Pensionierte, alles Männer, keine Jäger, es wird also nicht «plagiert»! Wir haben es total gut zusammen, der Austausch ist uns wichtig. Wir nennen es auch «Weiterbildung für Pensionierte». Ich nehme es im Leben gerne «vorewäg». Anderes nehme ich mir nicht vor. Ich bin übrigens ein «U-Boot-Christ», ich tauche nur hie und da in einer Kirche auf...
Urs Lütolf (70), pensionierter Lehrer, Gunzwil
Ich fasse keine Vorsätze und nehme es, wie es kommt. Alles ist offen, und alles, was dann kommt, ist doch positiv! So habe ich auch nichts, was ich hätte verpasst oder nicht erfüllt haben können. Ich hoffe, wir können im Frühling wieder richtig aufleben. Wenn ich den Berset richtig «lese», ist er jetzt auch recht positiv für Öffnung und Normalisierung. Wir beide, meine Frau und ich, wir lesen den «Michelsämter» sehr gerne. Auch unsere erwachsenen Kinder mit Jahrgang 93 und 95 haben je ein Abo. So können wir oft über Themen aus dem «Michelsämter» diskutieren und schätzen euren Stil insgesamt sehr. Klar ist man nicht immer mit allem einverstanden. Wichtig ist mir, dass es möglichst keine Fehler in den Texten drin hat... (schmunzelt)
Michel (alterslos), Botschafter vom «Michelsämter»
Ich habe mir für das 2022 sehr viel vorgenommen und konnte schon erfreulich viel erreichen, wenn auch noch nicht alles wie geplant realisiert werden konnte. Ich denke, nach so kurzer Zeit werden meist erst kleine Teile der geleisteten Efforts wahrgenommen, wie zum Beispiel die Fokus-Seiten, auf denen ein Thema von verschiedenen Seiten beleuchtet wird. Sind die meist schwierigen ersten Schritte getan, lassen sich die darauffolgenden grösseren Projekte mit dem aufgenommenen Schwung leichter bewältigen. Somit ist der Startschuss für die Umsetzung unserer zukünftigen Projekte gefallen. Ich freue mich zum Beispiel auf das frische Auftreten und die digitale Präsenz des «Michelsämters». Geniessen Sie das alte Kleid nochmals und freuen Sie sich mit uns auf einen Februar, in dem vieles neu wird und der Testmonat für unsere Vorsätze abgeschlossen ist – die «Vorsatz-Umsetzung» beginnt.
Umfrage und Fotos: Karl Heinz Odermatt