Umfahrungsstrasse Beromünster, eine bessere Lösung möglich?
Von den Gegnern der geplanten Umfahrungsstrasse wird moniert, dass es bessere Lösungen gäbe, ohne aber konkrete Vorschläge zu machen. Anlässlich einer Teilnahme an einem «geführten Spaziergang» der Projektgegner fragte ich den Leiter des Spazierganges, was er denn für eine bessere Lösung halte?
Dieser antwortete: Mit Einführung von Tempo 30 und Flüsterbelag im Flecken sowie Schliessung der «Ochsen-Kreuzung» könne man schon sehr viel erreichen, ohne ein neues Strassen-Teilstück zu bauen.
Diese sogenannte «bessere Lösung» hätte zur Folge, dass der gesamte Durchgangsverkehr weiterhin durch den Flecken fährt und die historischen Gebäude samt 1000-jährigen Stiftsareal den Vibrationen und schädlichen Abgasen nach wie vor ausgesetzt wären.
Die Anwohner im Flecken und im Oberdorf wären wie jetzt dem Lärm und dem Gestank der giftigen Abgase und die Fussgänger, insbesondere die Schulkinder, einem sehr hohen Sicherheitsrisiko ausgesetzt.
Die Schliessung der Ochsen-Kreuzung hätte auch zur Folge, dass der gesamte Durchgangsverkehr von/nach Aarau, Luzern und Sursee via den «Stalden-Rain» durch die schmale Strasse zwischen dem Primar- und Oberstufenschulhaus hindurch, also mitten durch das Schulareal führen würde!
Der Durchgangsverkehr nach Aarau würde am Busbahnhof, wo reger Fussgängerverkehr herrscht, und an der Südseite des zukünftigen Alters- und Pflegeheimes, also direkt an dessen Wohn- und Aussenbereich vorbeiführen!
Zudem würde auch eine Umgestaltung des Fleckens in eine Fussgängerzone verunmöglicht.
Und das soll eine «bessere Lösung» sein? Wo bleibt der Schutz der Anwohner und Schulkinder? Wo bleibt der Schutz der historischen Bausubstanz?
Wenn wir mit einem JA dem jetzigen Projekt der Umfahrungsstrasse zustimmen, können all die oben erwähnten Probleme auf einen Schlag bewältigt werden. Die künftigen Generationen werden uns dafür dankbar sein.
Hanspeter Tiboni, Beromünster