Umfahrung Beromünster und Verkehrssicherheit
Natürlich befürworte ich Verbesserungen der Verkehrssicherheit für Schüler:innen. Nun wird neuestens damit für die Umfahrung Beromünster geworben. Dies scheint mir insofern unredlich, weil dieses Thema nie im Zentrum der Umfahrungsdiskussion stand. Vor wenigen Wochen wurde zudem ein Bericht der TCS publiziert, in dem die Schulwegsicherheit in Beromünster als hoch bezeichnet wurde. Darin sind auch eine Reihe von Verbesserungsvorschlägen enthalten. Im Bericht heisst es dazu: «Auf Strassen mit Tempo 50 wird die Trennung des Langsamverkehrs vom motorisierten Verkehr empfohlen, um die Schulwege zu sichern». Das Umfahrungsprojekt sowie die Sanierung der Kantonsstrasse zwischen dem Flecken Beromünster und Gunzwil sehen breite Fahrbahnen vor, die lediglich mit Fahrstreifen für Velos versehen sind. Ob damit die Sicherheit insgesamt wirklich gesteigert werden kann ist fraglich, schafft doch das Umfahrungsprojekt mit den drei neuen Kreiseln und der neuen Abzweigung von der Luzernerstrasse mindestens vier neue neuralgische Punkte, die von Schüler:innen per Fahrrad oder zu Fuss künftig überquert werden müssen. Für wirklich mehr Sicherheit der jungen Verkehrsteilnehmer:innen hätte man wohl, wie vom TCS empfohlen, von der Fahrbahn getrennte Fahr- und Fusswege realisieren müssen.
Robert Galliker-Tönz, Beromünster