«Traumwelten» in der Erzählnacht
Ende Oktober organisierte das Elternforum Hildisrieden zusammen mit dem Team der Bibliothek wiederum die beliebte Erzählnacht, welche auf der Basis des Leseförderungsprogrammes des Schweizerischen Instituts für Kinder- und Jugendmedien (SIKJM) in Koordination mit Bibliomedia Schweiz und UNICEF Schweiz angeboten wird.
Alle Kinder der 4.–6. Klasse durften bei gemütlicher Sternen- und Schummerlicht-Atmosphäre eintauchen in zwei Bücher zum diesjährigen Thema «Traumwelten». Melanie Steinmann nahm sie mit auf die aufregende Reise «Der Traumspringer», verfasst von Alex Rühle.
Kleiner Held
Der Held der Geschichte heisst Leon. Leon ist ein Traumspringer, das heisst, er kann in die Träume anderer Menschen hineinspringen. Als er dies zum ersten Mal erlebt, entdeckt er dabei eine geheime, verborgene Welt. Seit Tausenden von Jahren sammeln dort Morpheus und seine Geschwister Träume in Gläsern. Aber plötzlich werden die Regale mit den Traumgläsern geplündert und nur Leon kann Morpheus, seiner Schwester Ombra und dem Wolf Kerberus noch helfen. In dieser spannenden Geschichte gibt es auch Bösewichte. Krato, der Bruder von Morpheus und Ombra, ist der Anführer der Traumjäger. Unterstützt wird er von den schwarzen Frauen mit ihren grünen Suchstrahleraugen. Die Geschichte ist nicht nur packend, sondern teilweise auch gruselig. Also seid gefasst, wenn ihr das Buch in die Hände kriegt.
Pinguin im Zimmer
Andi Schär flog mit den Kindern dann in die Antarktis und erzählte aus dem Buch «Tschipo und die Pinguine». Ein Kinderbuchklassiker vom Schweizer Schriftsteller Franz Hohler. Wenn Tschipo nachts träumt, findet sich immer ein Stück seines Traums am nächsten Morgen in seinem Zimmer. Den Eltern ist das unheimlich. Was wäre, wenn Tschipo von einem Wal träumt? Oder einem Brand? Vorerst müssen sich Tschipos Eltern «nur» mit einem Pinguin auseinandersetzen. Doch selbst Tschipo sieht ein, dass dieser auf Dauer nicht als Haustier zu halten ist. So fliegt er mit dem Pinguin und seinem Freund Tschako, dem Piloten, in die Antarktis. Dort aber scheint es nicht mit rechten Dingen zuzugehen. Oder ist es normal, dass Pinguine nur Thunfisch aus der Dose fressen? Klar ist, der Besuch in der Antarktis wird für Tschipo und Tschako ein atemberaubendes Abenteuer.
Einige Momente blieben noch Zeit, um in der Bibliothek zu schmökern. Alsdann wurden die Kinder hinaus in den nächtlichen Nebel entlassen, bepackt mit neuer Lektüre und hoffentlich angenehmen Träumen für die Nacht.
Gerda Sigrist