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Kultur | Eich

Theater Eich: «Ich weiss vo nüüt!» (Mit Bildergalerie und Ticketverlosung 3 x 2 Tickets)

Überzeugende Hauptprobe im Theater Eich – das eingeschworene Ensemble ist voll parat für die fünf Aufführungen ab 11. Januar. Das diesjährige Stück begeistert mit Dynamik und Wortwitz. Jeder muss sich ja dann und wann eingestehen: «Ich weiss vo nüüt!» Doch man weiss, dass die Eicher wissen, wie richtig gutes Theater geht. Im Flyer stand: «Es eskaliert auf der Eicher Bühne.» Damit war die Spannung geweckt...

Leo und Valentin werden von der Journalistin des «Michelsämters», Corinne Meienberg, in die Zange genommen.




Die Komödie in zwei Akten von wurde von Dani von Wattenwyl geschrieben und wird recht oft aufgeführt. Regie führt Barbara Alt, dies erstmals in Eich. Sie ist Präsidentin des MTM Theaters Rothenburg und hat dort schon oft und auch in Rain bei der letzten Produktion «WG wider Willen» erfolgreich Regie geführt. Sie ist auch als freie Journalistin tätig und sagt gegenüber dem «Michelsämter»: «Ich habe das Stück leicht überarbeitet, einige Längen oder unlogische Stellen rausgenommen, dafür etwas Lokalbezug reingenommen, zum Beispiel den Auftritt der Journalistin des ‹Michelsämters›.» Tatsächlich hat Manuela Rast als Politreporterin des ‹Michelsämters›, Corinne Meienberg, zwei Auftritte. Sie ist herrlich exaltiert und schreibt viel lieber über People-Stories als über Politik. Auch die Surseerin bringt Pep und Drive auf die Bühne.

Gleich vier Areggers und viele Michelsämter

Im starken, geschlossenen Team ragt Geni Burkhard aus Gunzwil als Leo Lustenberger besonders heraus. Er ist schon über 35 Jahre dabei, die Theatergesellschaft Eich existiert seit 41 Jahren. Armin Aregger spielt Oskar Frey, den Bundesrat, der entführt wird. Es stehen gleich vier Areggers auf der Bühne: neben Armin noch Reto Aregger, der Valentin Hälfer spielt sowie die Novizen Tim, Sohn von Armin und Remo, Sohn von Patrick Aregger. Die nächste Generation ist also sowas von bereit. Tim und Remo schlüpfen in Frauenrollen, die von Olga Toutschmiohnchosa und Svetlana Navratillova. Mehr sei an dieser Stelle jedoch noch nicht verraten.

Jeder ist wichtig, Zusammenhalt als Erfolgsrezept

Bernadette Renggli, die neun Jahre als leidenschaftliche und umsichtige Präsidentin amtete, hat die Aufgabe an Christian Mehr übergeben. Sie sagt: «Ich bin neu für die Tombola zuständig. Jede und jeder der 60 Mitglieder im Verein ist wichtig für das Gesamterlebnis, auch das Schminkteam, das Festwirtschaftsteam, das Reservationsteam, die Technik/Beleuchtung und viele weitere.»

Es sind einige Michelsämter im Team dabei neben vielen, die in Eich aufgewachsen sind: Eugen Burkart braucht nicht vorgestellt zu werden. Michèle Brunner-Grüter ist ebenfalls in Gunzwil zu Hause. Auch der Chef Bühnenbau, Thomas Dali, sein Junior Marco Dali und Eugen Burkhards Sohn Silvan Burkhard, alle im Bühnenbau-Team und alle Michelsämter.


Das Stück im Schnelldurchlauf

Leo Lustenberger und sein guter Freund Valentin wachen am Morgen nach einer durchzechten Nacht verkatert im Wohnzimmer auf. Lustenberger wurde am Vorabend von der Schweizerischen Anwaltsvereinigung zum Anwalt des Jahres gewählt, ein Titel das sehr viel Prestige mit sich bringt. Dass dieser Titel Schwergewicht hat, zeigt nicht nur die landesweite Berichterstattung in der Presse, sondern auch die Tradition, dass ein Bundesrat die Laudatio für den Preisträger hält. Da Leos Frau Lilly mit ihren Tennisdamen nach Mallorca in die Ferien flog, bot Leo Valentin an, bei ihm zu übernachten. Doch bis ins Bett schafften es die beiden nicht mehr und sie wissen mehr schlecht als recht, was in der vergangenen Nacht alles geschah. Als plötzlich ein Kriminalkommissar vor der Türe steht, zwei Damen auftauchen und die Nachricht, dass der Bundesrat entführt wurde, die Runde macht, beginnt ein aberwitziger Lügenreigen. Als dann Lilly noch früher als geplant nach Hause kommt, ist das Chaos perfekt. Dass eine aufdringliche Journalistin dieses Chaos nicht unbedingt lockert, ist selbstredend und Leos Einfallsreichtum gefragter denn je…


Geschichte des Theaters Eich

Das Aufführen von Theaterstücken hat in Eich eine lange Tradition. Bereits in den 20er-Jahren des letzten Jahrhunderts wurden bei Konzerten der Musikgesellschaft und des Kirchenchors jeweils auch Theaterstücke auf der Bühne des Saales des Gasthofs Sonne aufgeführt. Mit dem Abbruch des alten Gasthofs 1971 gab es keine Möglichkeit mehr, Theateraufführungen durchzuführen. Mit dem Bau der Mehrzweckhalle Eich 1977 stand wieder eine aktuelle Bühneninfrastruktur zur Verfügung. Das damalige Jugendteam wagte den Schritt auf die Volkstheaterbühne und brachte im Januar 1978 das Theaterstück «Im schwarzen Adler» zur Aufführung. Als Regisseur konnte der Lehrer Seppi Häller engagiert werden. Dies war der Startschuss zur alljährlichen Theaterproduktion, jeweils im Januar. Aus dem Jugendteam wurde der Freizeitclub, die Theaterakteure wurden älter, so entstand im Jahre 1984 der Gedanke, die Theatergesellschaft Eich zu gründen. Im März 1985 leitete Eugen Burkhard die Gründungsversammlung der TG Eich. Als Präsident wurde der Regisseur Seppi Häller gewählt, als Vizepräsident Eugen Burkhard. Die weiteren Aufgaben wurden wie folgt verteilt: Aktuarin Erika Bucher, Kassier Hansruedi Huber, Bühnenbauchef Urs Bättig, Festwirtin Rösli Häller und als Beisitzerin Marlene Schwizer. Die Rechnungsrevision übernahmen Burgi Helfenstein und Martin Müller. Der Rest ist Theatergeschichte.


Die besten Sprüche:

«Schatzi sagen nur Männer, die nicht wissen, wie sie ihrer Frau sagen wollen: Schaf oder Ziege.»

«Du musst strenger sein zu deiner Frau, sonst spielst du nur noch die 2. Geige. – Ich bin ja schon froh, dass ich überhaupt noch im Orchester bin.»

«Ich hab gestern an der Gala so viel Vodka getrunken, ich glaub ich kann nun fliessend russisch.»

«Meine Frau hat nicht nur Haare auf den Zähnen, sie hat auf jedem Zahn eine eigene Frisur!»

«Nüchtern gesehen war es glaub ich deutlich besser als betrunken.»

«Wir haben kürzlich blecherne Hochzeit gefeiert? - Was ist denn das? - 10 Jahre Büchsenravioli!»

«Er ist schon wieder in der Küche? - Das liegt an der Herdanziehungskraft.»



Am Samstag, 11. Januar, findet das begehrte Theater-Dinner statt. 

Weiter wird das Stück am 12., 15., 17. und 18. Januar gespielt.


Weitere Informationen und Reservationen: www.theatereich.ch 


Der «Michelsämter» verlost 3 x 2 Tickets für die Aufführungen am 11., 15. und 17. Januar. 

Mit einem Mail an: wettbewerb@wallimann.ch, Kennwort «Theater Eich» und dem Datum der gewünschten Aufführung bist du bei der Verlosung dabei. Einsendeschluss: 8. Januar 2025. Die Gewinner:innen werden bis am Donnerstag, 9. Januar 2025 persönlich benachrichtigt. 



Was macht der Bundesrat Oskar Frey im Putzschrank von Leo?


Kriminalkommissar Hugo Pölschterli ermittelt mit seinem unsichtbaren Hund Fido.


Der Bundesrat mit der schrillen Badekappe und das Paar Leo und Lilly.


Es eskaliert auf der Eicher Bühne, und gegen Schluss des 2. Aktes wird alles noch verrückter...



Text und Bilder: Karl Heinz Odermatt




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