Taten statt Experimente, Ja zur Umfahrung von Beromünster
Vor 55 Jahren besuchte ich die Sekundarschule in Beromünster. Schon damals war es für uns Neudorferinnen und Neudorfer eine Herausforderung, unfallfrei durch den Flecken zu kommen. Kurz nach meiner Schulzeit begann dann auch die Diskussion um eine optimale Verkehrsführung mit Umfahrung des Fleckens. Vor 25 Jahren gingen unsere vier Kinder in die Oberstufe nach Beromünster und seit einem Jahr unser ältestes Grosskind. Während der Strassenverkehr in dieser langen Zeit um ein Vielfaches zugenommen hat und die Lastwagen und landw. Maschinen massiv grösser wurden, hat sich auch die Anzahl Schülerinnen und Schüler, die täglich die Primar-, Oberstufen- und Kantonsschule besuchen, massiv erhöht. Was in all den Jahren unverändert blieb und immer gefährlicher wurde, ist die Verkehrssituation. Als ich vor 24 Jahren in den Kantonsrat gewählt wurde, galt meine erste Einladung beim Gemeinderat Beromünster der Umfahrung, für die ich mich selbstverständlich gerne einsetzte. 50 Jahre Planung ist genug, jetzt müssen Taten folgen. Es grenzt schon fast an ein Wunder, dass bei der immer dramatischeren Verkehrssituation im Flecken bisher noch keine schweren oder tödlichen Unfälle mit Schulkindern passiert sind. Für mich ist es absolut unbegreiflich und unverantwortlich, wenn ein paar wenige Besserwisser das nun vorliegende Umfahrungsprojekt bekämpfen und erneut experimentieren wollen. Dass darunter eine nachgerutschte und inzwischen wieder abgewählte Kantonsrätin an vorderster Front gegen eine sehr gute Lösung für alle Beteiligten kämpft, spricht für sich. Es darf nicht sein, dass unter dem Deckmäntelchen des «Verhinderungsclubs der Schweiz (VCS)» ein paar Gutbetuchte für ihre Eigeninteressen kämpfen und die Ruhe in ihrer Villa geniessen wollen, während unsere Schulkinder grössten Gefahren ausgesetzt sind. Ich bitte alle, die Eigenverantwortung leben und nicht nur als Schlagwort benutzen, an der Abstimmung teilzunehmen und ein überzeugtes Ja zur Umfahrung Beromünster in die Urne zu legen.
Beat Ineichen alt Grossrat, Neudorf