«Support vor Ort ist dringend nötig» – Leserbrief zur Umfahrung / Fleckenentlastung Beromünster
Im Kommentar der Luzerner Zeitung, Ausgabe vom 6. September, ruft LZ-Journalist Niels Jost uns, die befürwortende Bevölkerung von Beromünster, dazu auf, Überzeugungsarbeit für die geplante Entlastungsstrasse des Fleckens zu leisten. Stellvertretend für das Komitee «lebenswertes beromünster» möchte ich dies hiermit tun und damit auch direkt auf den Leserbrief von Frau Regula Heggli in der Ausgabe vom 9. September antworten.
Ich wohne nun auch schon bald 50 Jahre in Beromünster und habe die Entwicklung des Verkehrs und der zunehmenden Belastung des Fleckens miterlebt. Ich weiss, dass zig Varianten für die Lösung des Verkehrsproblems und zum Schutz unseres Fleckens schon evaluiert wurden. Nun sind wir kurz vor dem Ziel und unser Komitee ist davon überzeugt, dass wir mit der vorliegenden Variante die nutzbringendste Lösung auf dem Tisch haben. Eigentlich wurden in den Berichterstattungen der LZ und des Anzeigers Michelsamt bereits alle Argumente für dieses Projekt nachvollziehbar erklärt und ich wiederhole daher hiermit nur einmal mehr: Um den Flecken zu entlasten, braucht es eine zentrumsnahe Umfahrung, damit auch der lokale Verkehr umgeleitet wird. Trotzdem soll es aber möglich sein, das Gewerbe im Flecken zu unterstützen und bei den lokalen Unternehmen und Produzenten (Bäckerei, Käserei, Metzgerei, Gärtnerei, Papeterie, Kleider- und Sportgeschäft, Reisebüro, Apotheke, Elektrofachgeschäft, Coiffeur etc.) einzukaufen oder im Restaurant eine Kaffeepause einzulegen. Das Gewerbe darf nicht vergessen gehen und der Flecken soll belebt und attraktiv bleiben, jedoch vom Lastwagen- und Durchgangsverkehr befreit werden. Des Weiteren werden mit dieser Variante viele Haushalte von Lärm und Abgas entlastet und die neue Strasse wird mit Spezialbelag und Lärmschutzmassnahmen weniger laut sein. Auch der Schulweg wird sicherer und wir können für unsere kulturellen und gesellschaftlichen Anlässe auch mal den Flecken ganz sperren.
Und ja, alle diese Vorteile haben zur Folge, dass wir Land für die Entlastungs-/Umfahrungsstrasse verbauen müssen. Aber bei dieser Lösung wird von allen Varianten am wenigsten Kulturland geopfert und schliesslich kann sich eine Strasse nicht unsichtbar machen. Dafür erhalten wir aber auch sehr viel Gegenwert für unsere Gemeinde und den historischen Flecken. Frau Heggli schreibt ganz richtig, dass für die Planung dieses ausführbereiten Projektes schon viel Geld investiert wurde. Eine Ablehnung bei der kantonalen Abstimmung würde also bedeuten, dass dieses Geld in den Sand gesetzt wurde und wir wieder auf Feld 1 wären – obwohl die Sache viel zu ernst ist, um es mit einem Spiel zu vergleichen.
Gerne hätten wir an der Informationsveranstaltung vom 8. September die kritischen Stimmen, von denen Frau Heggli schreibt, gehört, um darüber zu diskutieren und zu erklären. Stattdessen blieb es aber ruhig und die einzelnen negativen Stimmen äussern sich «nur» in Leserbriefen und erwecken damit den falschen Eindruck, dass die «Möischterer» Bevölkerung nicht hinter diesem Umfahrungsprojekt stehe. Dessen ist aber nicht so! Und genauso, wie die anderen Regionen im unserem Kanton wünschen, dass ihre Verkehrsprobleme gelöst werden, hoffen und zählen wir bei der Abstimmung zur Entlastungsstrasse Flecken Beromünster im kommenden Jahr auf die Unterstützung der Luzerner Bevölkerung. Machen Sie sich einen Eindruck vor Ort und besuchen Sie unseren schönen Flecken mit Stiftskirche und Radioweg!
Die 14 Botschafter/innen und über 180 offiziellen Unterstützer des Komitees www.lebenswertes-beromuenster.ch stehen für diese vernünftige, nutzbringende Verkehrslösung in Beromünster ein und danken für Ihre Solidarität.
Patrick Curschellas, Beromünster