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STV Rain: «Lasst uns gemeinsam das olympische Feuer entfachen» (mit Bildergalerie)

Unter dem Motto «Lasst uns die Spiele beginnen» entführte der STV Rain dieses Wochenende dreimal am diesjährigen, alle zwei Jahre durchgeführten, Turnerabend in die Welt der Olympischen Spiele. Das OK unter Präsident Renato Sonanini hatte einen gelungenen und abwechslungsreichen Event auf die Beine gestellt.

Die Leidenschaft und Freude am Turnen überträgt sich auf die begeisterten Zuschauer.


Vielen ist der letzte Turnerabend des STV Rain im 2022 noch in lebhafter, sehr guter Erinnerung, als Röbi Koller per Videoeinspielung in Rain dabei war und das Motto «Happy Night» zelebriert wurde. Lian Jenny stach mit seiner BMX-Show heraus, und das Starduett mit David Guetta begeisterte. Viele waren gespannt, ob der STV Rain den grandiosen, technisch sehr anspruchsvoll gestalteten und choreografierten Abend nun zwei Jahre später toppen kann. 17 Ländernummern und drei «Live-Schaltungen» waren angesagt und machten «gluschtig» auf den Abend. Schon am Freitagabend, wie auch am Samstagabend und am Sonntagnachmittag war die Mehrzweckhalle Rain restlos ausverkauft. Auf allen Stühlen waren Fahnen zum «fänen» bereitgelegt. Präsident Mario Felder begrüsste alle zu den Olympischen Spielen von Rain, die wie die Spiele vom Sommer in Paris begeistern und happy machen sollten. «Röbi Koller wäre bestimmt mehr als happy, wenn er heute hier wäre», knüpfte Mario Felder ebenfalls an den Erinnerungen von 2022 an. 


«Mögen unsere Spiele euch würdig unterhalten»
Präsident Mario Felder ganz pathetisch zum erwartungsfrohen Publikum, das Brot und Spiele schätzt


Lauftreff-Leiterin Steffi Kunz entzündet das olympische Feuer

Dann ging es los mit der Eröffnungsfeier, die gegenüber der Zeremonie vom 26. Juli in Paris leicht entschlackt, und doch, oder gerade deswegen, sehr sympathisch und eindrücklich war. Im Gegensatz zu Paris hatten sie die olympische Fahne nicht verkehrt herum aufgehängt. Die 17 Nationen liefen mit ihren Fahnen unter tosendem Applaus der Zuschauer ein. Der Lauftreff Rain hatte verdientermassen einen prominenten und sympathischen Auftritt, durfte er doch auch ohne eigene Nummer mit stimmungsvoller Videobegleitung ins «Stadion» einlaufen. Steffi Kunz, die Leiterin des Lauftreffs Rain, durfte das olympische Feuer entzünden, das dann den ganzen Abend weiterloderte. Damit waren die Spiele eröffnet.

«Rainer Maria Salz- und Pfeffergeber» moderiert...

Der Moderator, der sich treffend als «Rainer Maria Salz- und Pfeffergeber» vorstellte und verheimlichte, dass er der Vizepräsident des Vereins ist und im richtigen Leben Martin Schmidli heisst, moderierte dann die kultigen Spanier an, die sich zum Ziel gesetzt hatten, zu viert den Halbmarathon um den Sempachersee in unter zwei Stunden zu meistern, und soeben in Sempach gestartet waren. Die Läufer von Aktive Plus 2 und 3 sollten noch bei drei weiteren «Live-Schaltungen» zu geniessen sein. Als zweite waren die Geräteturner dran, die für Japan antraten und mit Sportakrobatik glänzten. Bereits als dritte folgte die Schweiz: Die Elki-Riege glänzte mit «Ski Alpin». Toll, wie die Kids die Rampe runterfuhren, draussen vor der Halle hätte man fast 1:1 so skifahren können. Dann war die Tanz-Riege dran, die für Bulgarien rhythmische Sportgymnastik zeigte. Als fünfte unsere Nachbarn aus Deutschland: Die Kinderturnriege verzauberte mit Dressurreiten. Mit Startnummer 6 war Athleticssports 1 mit «Wassersport», ohne wirkliches Wasser, für Australien dran. Dann folgte der Velo Club Rain, der für Frankreich antrat und begeisternden, garantiert dopingfreien Radsport bot. Vor der Pause gab es noch eine Schaltung nach Schenkon zu den dauerquasselnden Spaniern – ob sie es wohl schaffen? – und Startnummer 8, der Aktiv Riege Boden, die Südkorea vertrat und deshalb koreanische Kampfkunst Taekwondo zeigte.

«Cool Runnings – dabei sein ist alles»

In der Pause konnte man sich stärken und die ersten Eindrücke austauschen. Bald schon ertönte der Gong, und es ging weiter. Mit Nr. 9 startete Jamaika: die Kunstturner boten Leichtathletik und bauten noch einen Bob ein, der an «Cool Runnings» von 1993 erinnerte, der auf deutsch «Dabei sein ist alles» heisst, das perfekte Motto für jegliche Olympischen Spiele und daran angelehnte Varianten. Dann folgte Thailand mit den KUTU & GETU Amateuren, die Gewichtheben zeigten. Nr. 11 war dann ein originell und mit vielen bekannten Songs choreografiertes «Multi-Kulti-Intermezzo» von Aktive Plus 2 und 3. Die «Österreicher» von Athleticssports 3 boten eine spezielle Schachpartie, die etwas an das Musical Chess erinnerte. Nr. 13 hatte Fechten als Schwerpunkt, die Aktiv Riege Leichtathletik ging für Italien an den Start.

Burger und Cerveza als Wettkampfverpflegung?

Bei der nächsten Live-Schaltung zu den Spaniern nach Sursee sah man, dass diese tatsächlich Burger und Cerveza als ihre bevorzugte Wettkampfverpflegung genossen, was manchen unsicher werden liess, ob sie es in der anvisierten Zeit schaffen werden und ob man selber zu streng mit sich bezüglich Ernährung geworden ist. Zurück vom Bildschirm in die Arena, zeigte Argentinien BMX Freestyle. Die Rainer-Crew überzeugte mit waghalsigen Manövern inklusive einem Salto zum Abschluss. Als nächstes war Fiji dran: Athleticssports 3 hatte ein originelles Synchronschwimmen einstudiert. Mit Nr. 16 war schliesslich Schweden dran. Aktive Plus 1 hatte es ebenfalls mit nicht vorhandenem Wasser: «Kanu» war ihr Motto.

Das Finale, Nr. 17, wurde von der Aktivriege Barren bestritten: Die Requisiten, die Kleider, der Auftritt – alles sehr amerikanisch und ein würdiger Schlusspunkt. Die Barrenturner machten America great again. Die ganze Halle klatschte im Takt mit.

Es folgte die finale Schaltung zur «Grupo de españoles» nach Sempach. Da sah man Miguel, einen der vier Spanier noch kurz Pipi machen und die Uhr immer näher zu 2 Stunden schreiten. Schliesslich stand die Zielzeit bei 02:00:13. Das «Wette verloren»-Signet aus «Wetten dass» ertönte. Ob sie die 13 Sekunden beim Austreten oder beim Cerveza-Trinken «verlöffelt» hatten, konnte und musste sich jeder selber zusammenreimen. Miguel klang etwas verdächtig nach Duo Divertimento, immerhin nicht von schlechten Eltern abgekupfert. Und der Moderator hatte bei jeder Schaltung Salz und Pfeffer reingegeben.


«E chli weniger schnorrä, richtig verpflegä und erscht nachhär go pissä...»
Die glasklare Wettkampfanalyse des Moderators 


OK-Präsident Renato Sonanini ergriff noch kurz das Wort, dankte dem grossartigen Publikum, das wirklich sehr viel Stimmung machte mit Fahnenschwenken und Klatschen. Der frenetische Applaus war der verdiente Lohn für das ganze OK.

Nach dem Schlussbild weiter die olympische Ambiance geniessen

Um 23 Uhr, so lange dauerte die Turnshow, versammelten sich alle Fahnenträger inkl. dem Lauftreff und alle Riegen- und OK-Verantwortlichen zum Schlussbild, was nochmals einen ohrenbetäubenden Applaus erwirkte.

Nach den fulminanten 17 Nummern waren alle eingeladen, die olympische Ambiance weiter zu geniessen. An den beiden Bars auf der Bühne und im Foyer gab es Drinks für alle Bedürfnisse, und auf der Turnfläche auch etwas gegen den Hunger.

Wenn man sich im Publikum umhörte, war viel Begeisterung für den Turnerabend spürbar. Einige meinten, dass die Latte vor zwei Jahren schon sehr hoch gelegt wurde und diesmal schlicht nicht getoppt werden konnte. Eine Besucherin sagte: «Es hat mir wieder sehr gut gefallen. Ich mag einfach athletische, verschwitze Männerkörper.» Das darf durchaus als Schlusswort gelten, auch und gerade in diesen Zeiten...

  


Über den STV Rain
Der Turnverein STV Rain wurde 1962 gegründet. 2022 fusionierten die drei Rainer Turnvereine STV Rain Active Sports, SVKT Rain und Mensport Rain. Der Verein hat nun über 300 Mitglieder und ist als Jugend-, Aktiv-, Damen- und Männerriege tief in der Gemeinde Rain verankert. Er bietet für alle Mitglieder bedürfnisgerechte Trainings an. Die Vision des Vereins ist, ein Umfeld zu schaffen, in dem sich jeder wohl fühlt. Er fördert den Sport in den verschiedenen Disziplinen und nimmt regelmässig an Wettkämpfen teil. Präsident ist Mario Felder, Vizepräsident ist Martin Schmidli. OK-Präsident des diesjährigen Turnerabends ist Renato Sonanini.


Aktive Plus 1 repräsentierten Schweden und waren mit dem Kanu da.


Alle Fahnenträger inkl. dem Lauftreff und alle Riegen- und OK-Verantwortlichen versammelten sich zum Schlussbild.


Die KUTU & GETU Amateure waren für Thailand da und gaben alles.


Das Publikum stand dann effektiv auf und zeigte die Begeisterung mit einer Standing Ovation.  


Entzündung des Olympischen Feuers durch den Lauftreff Rain – ein feierlicher Moment. 
Gymnastics makes their world go round.
Die Aktiv Riege Leichtathletik war für Italien am Fechten.
Alle begeisterten mit Dynamik, Eleganz und schönen Bildern. 
Imposantes Fahnenmeer in der Mehrzweckhalle Rain.
Die Aktiv Riege Boden mit Taekwondo, einem südkoreanischen Kampfsport.
Die KUTU & GETU Amateure wirkten sehr professionell und begeisterten.
Die Elki-Riege glänzte mit «Ski Alpin». Ein unvergesslicher Auftritt für die Kleinen.

Der Velo Club Rain begeisterte mit der Tricolore und nachher mit Radsport vom Feinsten.




Text und Bilder: Karl Heinz Odermatt





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