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Sternsinger bringen den Segen in die Häuser vom Michelsamt

Kaspar, Melchior und Balthasar zogen dieses Jahr nach einem Jahr Unterbruch wieder begeistert und feierlich von Haus zu Haus. Mit den Erlösen wird unter anderem das Hilfswerk Don Bosco «Jugendhilfe Weltweit» unterstützt und damit die weltweite Solidarität unter Kindern gefördert.

 «Gonzbeler» 5./6.-Klässler formieren sich voller Freude und Stolz zum Gruppenfoto. 

In ihren königlichen Gewändern und Kronen zogen die «Möischterer» und «Gonzbeler» Sternsinger am Dienstagabend nach einer kurzen Aussendung vor der Pfarrkirche los, um die frohe Botschaft von Tür zu Tür zu tragen. Acht Klassen aus Beromünster und vier Klassen aus Gunzwil besammelten sich vor der Pfarrkirche, insgesamt gegen 200 Kinder. Pfarreiseelsorger Marko Zuparic richtete sich an die Sternsinger, die von Beginn weg mit Eifer bei der Sache waren. Auch die Vorsteherin des Ressorts Bildung des Gemeinderates, Manuela Jost-Schmidiger, nahm sich die Zeit und meinte gegenüber dem «Michelsämter»: «Es ist schön und wichtig, dass solches Brauchtum lebt und gepflegt wird». «C +M + B» plus die Jahreszahl wird mit Kreide an die Türen geschrieben: «Christus Mansionem Benedicat», wie die Lateiner sagen, oder auf gut deutsch: «Christus segne dieses Haus».

Einerseits erzählen die Sternsinger weltweit die Geschichte der Frohen Botschaft, andererseits erheben Tausende von ihnen in Deutschland, Österreich und der Schweiz ihre Stimmen, um auf globale Ungerechtigkeiten aufmerksam zu machen. Sie erinnern an die Verantwortung für eine gemeinsame Welt. Sie bringen den doppelten Segen: für die Menschen hier und für die Menschen in armen Ländern. Nadine Lang, Lehrerin der 5./6. Klasse in Gunzwil, hatte ihre Gruppe sichtlich im Griff, die Freude der Kinder war spürbar, sie sagten auf dem Weg schon ihren Text auf, quasi als Testlauf für die Besuche an den Haustüren. Viele hatten ein Leuchten in den Augen und spielten ihre zugedachten Rollen mit Leidenschaft.

Im Gegensatz zu früheren Jahren durfte man nicht in die Kirche hinein, und das Spaghettiessen fand nicht statt, dafür gab es als Verpflegung für die Kinder Hotdogs vor dem Pfarreiheim. Hungrig und durstig trafen die Sternsinger von Beromünster beim Pfarreiheim ein. Die warmen Hot Dogs, der feine Tee und die Schoggi verschwanden in Kürze und wurden von den Kindern, Lehrern sowie Begleitpersonen sehr geschätzt. Die Sternsinger von Gunzwil und Bäch wurden mit einem Hot Dog-Stand in Gunzwil verköstigt. Aufgrund des milden Wetters wollten die Kinder nicht gleich nach Hause, gerne spielten sie noch ein wenig auf dem Schulhausplatz. Ein herzlicher Dank an alle Sternsinger, Lehrer, Begleitpersonen sowie den Pfarreirat Beromünster – dass das Sternsingen 2022 durchgeführt werden konnte.

Bäch und Bühl: Herzlicher Empfang in den Haushalten

Die Bühler Sternsinger (3.–6.Klasse) sangen schöne Sternsingerlieder bereits bei ihrer Aussendung. Pater Bruno Oegerli sowie die Zuhörer:innen waren gerührt ob des vollen Klanges. Mit den gesegneten Kreiden, den Sternsinger-Klebern sowie dem Kasseli ging es mit Chauffeur Martin Estermann in die Quartiere vom Bäch und Bühl, wo sie von den Bewohnerinnen und Bewohnern herzlich empfangen wurden.

Beromünster: Die grosse Freude an ihren Rollen steht ihnen ins Gesicht geschrieben.


Rickenbach: Segen auch ohne Singen

In Rickenbach (Oberstufe) wurde in diesem Jahr auf das Singen verzichtet. Die drei Könige marschierten jeweils nur im Gefolge einer Begleitperson von Haus zu Haus, um den Segen und die Neujahrsgrüsse an die Rickenbacher:innen zu überbringen.

Schlierbach: Sternsinger als Boten der Hoffnung

Schulkinder der 4. bis 6. Klasse waren sehr motiviert, diesen schönen Brauch dieses Jahr wieder zu unterstützen und weiterzupflegen. Katechetin Helga Steinmann bereitete vorgängig die Schüler gut darauf vor. Am Sonntag, 2. Januar, wurden die Sternsinger in der Rochuskapelle in einem feierlichen Gottesdienst durch Pastoralraumleiter Roland Bucher gesegnet und ausgesandt. Mit jeweils drei Gruppen zogen die Sternsinger am 3. und 4. Januar in der Gestalt der Heiligen Drei Könige samt Gefolge von Haus zu Haus. Sie verkündeten mit ihren Segenssprüchen die Frohe Botschaft, sangen mit Freude das Sternsinger-Lied und schrieben mit den gesegneten Kreiden die alte Schutzformel 20*C+M+B+22 über die Haustüren oder verteilten einen gesegneten Türaufkleber.

Wiederum durften die Sternsinger viele Häuser, Höfe, Wohnungen und Quartiere segnen. Mit ihrem Besuch und dem fröhlichen Auftreten konnten die Sternsinger viele Menschen erfreuen, welche ihre Türen öffneten oder sich in den Quartieren begegneten. Es waren für alle Beteiligten, auch für die freiwilligen Begleiterinnen, sehr schöne Augenblicke und wertvolle Begegnungen. In den mitgeführten Kässeli kamen insgesamt 2700 Franken zusammen. Dank dieser gesammelten Spenden können die Sternsinger dieses Jahr besonders für Kinder in Gebieten Afrikas einen Beitrag an die Gesundheitsversorgung leisten «Gesund werden – Gesund bleiben, ein Kinderrecht weltweit». Sie unterstützen so via «Missio» den Solidaritätsfonds «Kinder helfen Kindern»

Neudorf: «Gesund bleiben»

Unter der Leitung von Ruth Stadelmann haben Schulkinder der 3.-6. Klasse auch dieses Jahr wieder auf verschiedenen Plätzen im Dorf stimmungsvolle Lieder gesungen und dazu eingeladen, innezuhalten und an die Menschen zu denken, denen es weniger gut geht und die auf unsere finanzielle Unterstützung angewiesen sind. Der Erlös der Sammlung geht an die Organisation Missio. Dieses Jahr wird das Projekt «Gesund werden – Gesund bleiben, ein Kinderrecht weltweit!» unterstützt. Auch heute hat die Hälfte der Weltbevölkerung keinen Zugang zur Gesundheitsvorsorge.Es bestand auch die Möglichkeit, den gesegneten CMB-Türkleber zu beziehen, um den Haussegen selber an die Haustür zu kleben. 


Text: Karl Heinz Odermatt, Bilder: kho / zvg

Schlierbach: Boten der Freude und Hoffnung unterwegs.
Aussendung der Sternsinger in Rickenbach.
Auch in Pfeffikon machten sich Sternsinger startklar.





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