Steinböcke, Felsen und Wollmützen in der faszinierenden Greina
Der Frauenbund Hildisrieden auf Reisen: Ein Dutzend Wanderlustige traf sich am Wochenende vom 10. und 11. September zur Zweitagestour in die Greina-Hochebene.
Aufbruch am Samstagmorgen: Bereits um sechs Uhr früh traf sich die Reisegruppe des Frauenbunds beim Zentrum InPuls in Hildisrieden. Die Fahrt führte via Gotthardtunnel ins Tessin nach Campo Blenio, beziehungsweise zum Lago di Luzzone. Das Wetter war im Norden wolkenverhangen und regnerisch, im Süden zuerst sonnig und dann ebenfalls wechselhaft.
Nach einem Kaffeehalt gings auf die 1. Etappe rund um den Lago di Luzzone Richtung Capanna Motterascio. Ein Helikopter bot den Wanderern ein Überraschungsbild: Der Transport von Rindern talwärts in luftiger Höhe. In der Motterascio Hütte angekommen, begab man sich gerne in die Stube, es nieselte und war kühl.
Tagesziel Terrihütte auf 2017 m.ü.M.
Der weitere Aufstieg erfolgte über den Crap la Crusch zur Terrihütte. Immer wieder liess ein Wolkenfenster die Sicht auf die herbstliche Farbenpracht und die atemberaubende Bergwelt der Greina-Ebene zu. Nach einer rund fünfstündigen Tageswanderzeit erreichte die Gruppe die Terrihütte über eine Hängebrücke, die 2018 erbaut worden war. Jedes Gruppenmitglied meisterte das Tagesziel souverän. In der Stube der vollbesetzten Hütte vergass man in gemütlicher Runde die Strapazen des Tages schnell und genoss schliesslich ein reichhaltiges, feines Nachtessen.
Faszination Greina-Hochebene
Um 7 Uhr morgens traf man sich zum Frühstück. Dichter Nebel umgab die Terrihütte. Die Gruppe startete die angenehme Wanderung ausgerüstet mit Kappen und Handschuhen über die Greina-Ebene zum Passo della Greina. Immer wieder liessen Wolkenfenster den Blick auf die Hochebene zu, sodass man die Weite und die volle Faszination der einmaligen Landschaft aufnehmen konnte. Zahlreiche Murmeltiere und sogar Steinböcke waren zu sehen. Der Höhepunkt der Greina-Ebene ist der Arco della Greina, der mit seinen Felsenfenstern ein einmaliges Bild bietet. Die Gruppe genoss dieses bei einem Zwischenhalt. Nun setzte sich die Sonne immer mehr durch, sodass man die Cabanna Scaletta bei wunderbarem Herbstwetter erreichte.
Schlussetappe zurück nach Campo Blenio
Nach einer Stärkung erfolgte der Abstieg bei ungetrübtem Sonnenschein vorbei an Schluchten und Wasserfällen. Man erreichte Campo Blenio über den Plan Geirett mit einer Wanderzeit von fünf Stunden. Welch eine Vielzahl von Eindrücken diese Wanderung in den Köpfen und Herzen der Teilnehmenden hinterlässt! Alle genossen die Dynamik und die ausgezeichnete Atmosphäre sehr. Zufrieden trat man schliesslich den Heimweg über die Alpenpässe Lukmanier und Oberalp mit einem Stärkungszwischenhalt in Disentis an. Geleitet wurde die Tour von Thomas Pfister. Alle Teilnehmenden bedanken sich bei ihm für die zwei unvergesslichen Tage und die optimale Organisation.
Text: Anna Pfister, Bilder: zvg