Spital Wolhusen mit Inhalt
Werner Karrer schrieb in seinem Gastbeitrag in der Luzerner Zeitung vom 15. Januar zur Höhenklinik Montana, dass Wolhusen das einzige Spital auf der Welt sei, das ohne offiziellen Inhalt gebaut werde.
Diese Aussage ist falsch und muss dringend korrigiert werden, vor allem auch gegenüber den Mitarbeitenden im Spital Wolhusen, die mit vielen Verunsicherungen und Spekulationen konfrontiert sind und trotzdem ihren Job mit viel Engagement und Herzblut weiter erfüllen. Die regionale Bevölkerung, welche auf eine Grundversorgung angewiesen ist, ist auf Transparenz angewiesen.
Der Planungsbericht Gesundheitsversorgung, der im Dezember 2024 vom Kantonsrat einstimmig zustimmend zur Kenntnis genommen wurde, beschreibt das künftige Leistungsangebot des Spitalstandorts Wolhusen im Detail. Der Spitalstandort Wolhusen soll auch im Neubau eine Grund- und Notfallversorgung anbieten. Neu sollen 40 Betten für Behandlungen und Eingriffe im Rahmen der stationären Grundversorgung (Medizin/Chirurgie) sowie für Gynäkologie/Geburtshilfe eingesetzt werden. 20 Betten sollen für orthopädische Eingriffe zur Verfügung stehen und 20 Betten für die Rehabilitation (mit dem Schwerpunkt muskuloskelettale Rehabilitation). Ich verzichte auf die weitere Angebotsauflistung, diese ist im Planungsbericht Gesundheitsversorgung auf Seite 144 öffentlich zugänglich. Das neue Spitalgebäude wird «flexibel» gebaut, so dass spätere Anpassungen aufgrund der Entwicklung für ambulante und stationäre Angebote so einfach wie möglich realisiert werden können. Die Regierung wird im Gesetz legitimiert, das Angebot auf diese Entwicklungen anzupassen.
Wolhusen wird nicht ohne Inhalt gebaut, sondern das Leistungsangebot ist definiert und sichert die Grundversorgung in der Region.
Inge Lichtsteiner-Achermann,
Kantonsrätin Mitte Egolzwil