Sonne, Süsses und Konfetti: Dorffasnacht Hildisrieden
Am Schmutzigen Donnerstag um 10 Uhr eröffnete ein Fötzeliregen aus der Konfettikanone, ausgelöst durch einen lauten Knall, die letzten sechs Fasnachtstage in Hildisrieden. Zwar nicht ganz so imposant wie beim Urknall in Luzern, aber doch beachtenswert.
Nahtlos übernahmen die Lüütertüter Höudisriede mit dem Tambi Stefan Barmet das akustische Szepter. Der Tagesorganisator der Zunft und der Zunftmeister Oliver I. richteten Fasnachtsworte an die zahlreichen, gut gestimmten Leute in der Menge. Dank des frühlingshaft hellen Morgens machte sich da und dort schon Durst bemerkbar. Die Getränkeausgabestelle kam in Aktion.
Grosszügige Bewirtung
In einer Spielpause hängten die Lüütertüter den kostümierten oder verkleideten Kindern Nummerntäfeli an, die dazu dienten, die Sujets oder Masken mit Hilfe des Zunftmeister-Ehepaares auf Originalität zu beurteilen und zu prämieren. Schlussendlich hatte jedes Kind mindestens etwas Süsses in der Hand oder schon im Magen.
Gegen Mittag bewegte man sich in Richtung zum Roten Löwen, wo die Restaurantcrew unter der Leitung von Andreas Müller an alle Magronen an feiner Sauce verteilte. Der Zunftmeister verdankte die nette Geste, die nach dem Wirtewechsel nahtlos weitergeführt wird.
Nahtlos fröhlich und gesellig
Auch nahtlos leitete der Alleinunterhalter Mani in österreichischer Art über zum immer mehr begehrten Seniorennachmittag. Er animierte die Kinder mit seinem Sound zum Bewegen und Tanzen. Die Eltern hatten fast Mühe, den Nachwuchs von der Bühne und aus dem Saal zu holen, um den Platz den allmählich eintreffenden aktiven Älteren zu überlassen. Der gemütliche Tanz-Nachmittag wurde durch musikalische und verbale Einlagen bereichert, so etwa durch die Bläsergruppe «Magsch no?» und die Senioren, die auch noch singen konnten. Da kann man nur sagen: das ist gelebtes Brauchtum zur Unterstützung des guten Zusammenlebens im Dorf!
Text und Bilder: Emil Barmet