Sonderregeln gefällig?
Diesen Montag hat die Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren entschieden, dass man weiterhin einen Kuschelkurs mit gewalttätigen «Fans» an Fussballspielen fährt. Es wurden keine griffigen und effektiven Massnahmen ergriffen, um die Gewalt vor, während und nach Fussballspielen zu vermindern. Dies im Wissen, dass nur eine Woche zuvor gewalttätige «Fans» alleine im Zug der Zentralbahn einen mittleren fünfstelligen Sachschaden hinterlassen und die halbe Luzerner Innenstadt verwüstet haben. Was um alles in der Welt muss noch passieren, dass die Verantwortlichen endlich wirkungsvolle Massnahmen ergreifen statt Kuscheljusitz auf Kosten der Steuerzahler zu betreiben?!
Denn kann es wirklich wahr sein, dass wir Steuerzahlerinnen und Steuerzahler immer und immer wieder für vereinzelte Hooligans finanziell geradestehen müssen? Kann es sein, dass Familien keine Matches mehr besuchen, weil sie Angst vor der Gewalt haben? Oder kann es sein, dass die Angehörigen der Luzerner Polizei ihre Ferientage auf die Hochrisikospiele setzen, weil sie nicht mehr an diesen Einsätzen teilnehmen wollen, weil sie Angst um sich und ihre Angehörigen und Familien haben? Aus meiner Sicht gibt es hier eine klare und deutliche Antwort: NEIN! Schauen wir also nicht mehr nur zu, sondern ergreifen griffige Massnahmen. Unter anderem personalisierte Tickets oder dass die Clubs für sämtliche Kosten aufkommen müssen, welche ein solches Spiel mit sich bringt, inklusive Polizeiaufgebot, Schäden usw. Ich bin überzeugt, dass wir dann schnell wieder Ruhe hätten.
Denn jeder andere Dorfverein, der ein Fest organisiert, muss für die Sicherheitskosten und allfällige Sachschäden selbst aufkommen. Daher kann ich es nicht nachvollziehen, warum das unsere Fussballclubs nicht können, welche finanziell im Stande sind, ihren Spielern Löhne in Millionenhöhe zu bezahlen!
Luca Boog, Gunzwil, Kantonsratskandidat Die Mitte