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Soll der Staat ein Familienbild aufdrücken?

Durch die Einführung der Individualbesteuerung wird nicht nur ein Bürokratiemonster eingeführt, sondern auch ein Familienmodell steuerlich bevorzugt respektive eines benachteiligt. Doch ist es wirklich die Rolle des Staats oder einer Steuerreform, ein Familienbild aufzudrücken? Zu diesem Schritt sage ich klar Nein. Denn es kann nicht sein, dass Ehepaare mit ungleichen Einkommen oder Einverdiener-Haushalte steuerlich derart benachteiligt werden. Kommt dazu, dass nicht nur das Vermögen geteilt wird, sondern auch die Abzüge wie die Kinderabzüge. Wenn also ein Ehepaar nur ein Einkommen hat, verliert die andere Seite automatisch auch alle Abzüge wie eben Kinderabzüge. Das ergibt massiv höhere Steuerbelastungen für diese Familien. Aus meiner Sicht darf ein Steuermodell keinen solchen krassen Einfluss auf ein Familienbild oder die Rollenaufteilung haben. Auch darum stimme ich am 8. März aus Überzeugung Nein zur unfairen Individualbesteuerung.

Gerda Jung, Hildisrieden, Sozialvorsteherin und Kantonsrätin Die Mitte




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