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So fertig! Der Donnschtig-Club macht «s’letscht mou Chöubi!»

Der Donnschtig-Club hat vor 35 Jahren zum ersten Mal an der Kilbi Rickenbach eine Beiz geführt. Und wie! Aber jetzt ist fertig lustig. Die fleissigen Betreiber der Fondue- und Raclettehütte mitten auf dem Dorfplatz, wo man nicht selten auf den Tischen tanzt, wollen ihr Amt in neue Hände übergeben. Die Frage ist: in welche?

Das Walliser Stübli des Donnschtig-Club am Kilbisonntag 2023.

«So, das wars.» Sagt Peter Häfeli und stellt das Glas auf den Tisch. Zusammen mit Herbert Bättig blickt er zurück: «35 Jahre lang haben wir das gemacht.» Damals waren sie es auch, die sagten: «Wir machen was!» Damals, an der Kilbi 1989. Die erste Kilbi mit Fondue und Raclettestube, Peter war grad just mit der Käserlehre fertig. Wars auch «e rächti Chöubi»? «E brutali Chöubi!», stellt er klar. Zeitlich ausgedrückt, von Freitagabend bis Sonntag um Mitternacht. In Frankhardis Schüür.

«E brutali Chöubi!» Erinnerung ans erste Walliser Stübli des Donnschtig-Club.
Der Donnschtig-Club von Rickenbach auf seiner Jubiläumsreise 2024.


35-jährige Erfolgsgeschichte

Das war der Anfang des «Walliser Stübli» des Donnschtig-Clubs, wie es seit Jahren vom Rickenbacher Kilbiprogramm nicht mehr wegzudenken ist. Eine 35-jährige Erfolgsgeschichte aus guter Laune, Fondue, Raclette und Weisswein – und bis die Frauen auf den Tischen tanzten. Nach sieben Jahren musste dann aus brandschutztechnischen Gründen eine neue Lösung her. Kurzum stellte der Donnschtig-Club eine zweistöckige Bar ins Feld, Marke Eigenbau, Fachkräfte hatte man zur Genüge. Hänsu und Büsche schafften eine Woche lang dran. «E brutali Chöubi.» Jedoch auf die Dauer relativ aufwendig. So suchte man ein Jahr später nach einer anderen Lösung. «I de Dömmi enne», so Herbert Bättig, hätten sie einen ausgedienten Schulhauspavillon gekauft und, klar, in Fronarbeit – zur mobilen Festhütte umgebaut. Jeder habe «seinen Fähigkeiten entsprechend» mit angepackt. Zehn Jahre lang war das Teil im Einsatz und wurde sogar vermietet, im ganzen Amt Sursee sei die Hütte herumgereist. Die erste fahrbare Festhütte, wie man sie heute zuhauf kennt, sei das gewesen. Marke Donnschtig-Club. Selbstverständlich waren die Rickenbacher an jedem Fest vor Ort vertreten, wie es sich gehörte.

Walliser Stübli Marke Eigenbau: Donnschtig-Club-Kilbi in den 90-er Jahren.


«Walliser Stübli» zum Letzten

Langsam dann, haben die Donnschtig-Clübler, mittlerweile etwas in reifere Jahre gekommen, ihr Kilbifrönen etwas «optimiert» und den Einsatz etwas zurückgeschraubt. Eine fahrbare Alphütte wurde darauf gemietet, was ihnen einiges an Aufwand ersparte, und die jetzt immer noch in den Einsatz kommt. Aber nun ist genug. «So, das wars.» Sagt Peter Häfeli und stellt das Glas auf den Tisch. «Vom 4. bis am 6. Oktober 2024 gibt es die letzte Gelegenheit, das historische ‘Donnschtig-Club-Walliser Stübli’ zu geniessen. Wir machen den Platz frei.»

«So, das wars. Wir machen den Platz frei.» Peter Häfeli setzt einen Punkt.
Die fahrbare Festhütte auf dem Dorfplatz ist immer der Mittelpunkt des Geschehens.


Nachfolge: Bitte melden 

Für die Kilbi 2025 und alle fortfolgenden, wird ein Verein oder eine Gruppe gesucht, die diese Festivität übernimmt. «Es würde etwas fehlen, wenn es an der Rickenbacher Kilbi diese Hütte mitten auf dem Dorfplatz nicht mehr gäbe», sind Häfeli und Bättig überzeugt. So hoffen sie auf jemanden, wer diese Tradition vom Donnschtig-Club übernimmt und in ähnlicher Weise weiterführt. Klar, dass man mit dem Fondue-Raclette-Programm auf gut vorbereiteten Pfaden unterwegs ist. Nur auf den Tischen tanzen muss man selber – aber das gibt sich dann schon.

Interessierte melden sich bei Herbert Bättig via E-Mail herbert.baettig@bluewin.ch. Oder direkt bei ihm an der Rickenbacher Kilbi im Walliser Stübli.

Das Walliser Stübli – Treffpunkt der Geselligkeit. Wenns spät wird tanzt man auf den Tischen.


Jedes Jahr immer wieder gut: Kilbi Rickenbach.

Ursula Koch-Egli , Bilder: uke/zvg





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