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Schweizer Vorlesetag: Bibliothek Beromünster bot das volle Programm

Am Mittwoch, 24. Mai, fand zum sechsten Mal der nationale Vorlesetag statt. Prominente wie Pedro Lenz, Didier Cuche, Michael Rauchenstein, Esther Gemsch und viele mehr machten aktiv dabei mit. Auch die Bibliothek Beromünster war mit von der Partie, erstmals mit einem Ganztagesprogramm in vier Gruppen vom Vorschulalter bis zur 4. bis 6. Primarklasse.    


Engagierte Vorleser:innen in Beromünster: Sven Rogger, Denise Häfliger und Martina Heini.


Gelungener Start schon am Mittwochmorgen in der Bibliothek Beromünster in den nationalen Vorlesetag. Erstmals gabs auch ein Angebot für die bis Dreijährigen: Denise Häfliger entwickelte mit den Kleinsten zusammen mit dem «Värsli-Fuchs» eine «Frühlings-Wimmelbuch»-Geschichte. Am Nachmittag gings weiter für die Schulkinder. In drei Gruppen erzählten die Lehrpersonen Sven Rogger, Denise Häfliger und Martina Heini je eine Geschichte. 

Sven Rogger hatte sich für die Erst- bis Drittklässler für «Die erstaunlichen Abenteuer von zehn Socken» entschieden. Was man später erfuhr: Ein Loch unter der Waschmaschine ist des Rätsels Lösung! In diesem Buch brechen zehn ganz unterschiedliche Socken durch das Loch in die weite Welt auf. Denn wenn eine Socke sich für die Freiheit entscheidet, kann man nichts machen. Sie erleben die aufregendsten Abenteuer: als Fernsehstar, Mäuseoma, Kapitän, Detektiv, Rose, Politiker und vieles mehr! 

Gleichzeitig begaben sich die Viert- bis Sechstklässler mit Martina Heini auf «Eine Reise in die geheimnisvolle Tiefsee». Sie tauchten ein in ein grossartiges, tieftauchendes Buch und eine Einladung in einen der letzten Räume, den der Mensch noch nicht betreten hat.

Denise Häfliger erzählte den Drei- bis Sechsjährigen aus dem Buch mit der Frage «Wo ist das Klopapier?» «Nanu, wo ist denn nur das ganze Klopapier?», fragt sich der Bär am Ende fassungslos mit Blick auf eine leere Rolle. Mut zur Leere, Mut zur Lücke...

Alle waren mit Feuereifer dabei und nach wenigen Sekunden tief in den Geschichten versunken. Denise Häfliger sagt gegenüber dem Michelsämter: «Für mich war es ein sehr gelungener Tag, welcher mich ermutigt hat, meine Arbeit und mein Ziel weiter zu verfolgen. Die Kids liebten die Geschichten, sie schätzten es, dass ihnen eine Geschichte vorgelesen wird und hatten sichtlich Spass. Ein älteres Mädchen, das früher regelmässig das Geschichten hören besuchte, sagte mir beim gemeinsamen Zvieri, dass sie es vermisse, dass sie nicht mehr zum Geschichten hören kommen kann. Das hat mich berührt.»

Fazit des Tages: Lesen und Erzählen lohnt sich immer, und eine gute Geschichte ist unschlagbar! «Eine Geschichte braucht freche Figuren, wie den Roten Tom und Niki-Tiki aus Dominik Dachs und die Katzenpiraten», meint Pedro Lenz. Sonst wären uns kaum Geschichten wie «Pippi Langstrumpf» von Astrid Lindgren, «Max und Moritz» von Wilhelm Busch und «Tom Sawyer» von Mark Twain und und viele mehr 50 Jahre später noch so präsent.    


Übrigens: Die nächsten regulären Termine für «Geschichten hören in der Bibliothek» für Kinder von 2 bis 6 Jahren sind am Mittwoch, 7. Juni, und am Mittwoch, 14. Juni, jeweils von 14.30 bis 15.00 Uhr in der Bibliothek Beromünster. Alle sind ohne Anmeldung willkommen.


Die Freude am Erzählen und Zuhören ist allen anzusehen – volle Konzentration für die Geschichte!


Zum Frühlings-Wimmelbuch gab es für jeden zum Mitnehmen ein liebevoll gestaltetes Faltbüchlein.
Es gab auch viel zum Schmunzeln und zum Lachen!
Grosser Andrang zu den drei Nachmittags-Geschichten. 


Text und Bilder: Karl Heinz Odermatt





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