Schule Rickenbach: Anerkennungspreis «LISSA par excellence» gewonnen
Die Schule Rickenbach gewinnt den diesjährigen schweizerischen Anerkennungspreis «LISSA par excellence» für ihr Begabungs- und Begabtenprojekt «Das Vier-Säulen-Modell». Mit dem LISSA-Preis werden Schulen ausgezeichnet, die für Schülerinnen und Schüler adäquate Lernmöglichkeiten schaffen, um ihr Potenzial zu entfalten.
Vlnr: Andrea Berther (Co-Leitung IF), Mirjam Häfliger (AG BBF), Selina Wüest (AG BBF), Véronique Schnider (AG BBF), Angela Murtas (Präsidentin Bildungskommission), Anita Habermacher (Gemeinderätin Bildung), Renate Grüter (Lehrperson Begabungsförderung) Hanspeter Erni (Schulleitung), Karin Frey (AG BBF)
Unter der Projektleitung von Renate Grüter, Fachperson für Begabungs- und Begabtenförderung an der Schule Rickenbach, entstand das Konzept für eine Begabungs- und Begabtenförderung. Das Vier-Säulen-Modell, VSM, beinhaltet ein Lerncoaching für besonders begabte Schülerinnen und Schüler, einen Ressourcenraum mit Ressourcenkisten und diversen Spielen. Ebenso im VSM enthalten ist ein grosser Klassenraum, vorstellbar wie ein kleines Technorama, welches zu handlungs- und lösungsorientiertem Denken, sowie Kreativität anregt. Der vierte Bestandteil ist die Beratung von Lehrpersonen zum Thema Begabungs- und Potenzialförderung an den Schulklassen.
Die LISSA-Jury streicht die gute Strukturierung des Konzepts und der einzelnen Angebote heraus. Ebenso gefällt, wie die Lehrpersonen sich beteiligen und ihre Potenziale in die Entwicklungsarbeit einbringen. «Bemerkenswert ist, dass sich die Schule nicht nur als Lernort für Kinder, sondern auch für Lehrpersonen versteht. Praxisorientiert binden sich die Lehrpersonen in die Begabungs- und Begabtenförderung ein, konzipieren aufgrund ihrer eigenen Stärken Angebote für den Ressourcenraum und nehmen fallbezogen die Beratung der IF-Fachperson für sich in Anspruch. Regelmässig finden interne Weiterbildungen statt. Besonders wichtig ist den Lehrpersonen dabei die aufmerksame und kriteriengestützte Beobachtung der Kinder. Gute Erfahrungen hat die Schule mit interessengeleitetem Arbeiten gemacht. Hier zeigen sich Motivation, Potenzial und individuelles Denken der Kinder besonders deutlich.»
LISSA-Preis: Wie Schulen Begabungen kreativ fördern können
Vom kleinen Landschulhaus bis zur städtischen Schule: Seit 20 Jahren ehrt die Stiftung für hochbegabte Kinder mit dem LISSA-Preis innovative Schulprojekte, die gezielt Begabungen und Stärken von Kindern und Jugendlichen fördern. Der Name ist Programm: LISSA steht für «Lernfreude in Schweizer Schulen anregen». Seit 2022 liegt der Fokus des LISSA-Preises neu auf Exzellenz. «LISSA par excellence» zeichnet Schulen und Lehrpersonen aus, die besondere Lernmöglichkeiten schaffen und gute Umsetzungen teilen. Mit 14 ausgezeichneten Projekten führt der Kanton Luzern die Rangliste an. Ausgezeichnet wurden dieses Jahr neben Rickenbach die folgenden Schulen: Primarschule Neftenbach, Primarschule Fällanden, Alte Kantonsschule Aarau.
Text: Hanspeter Erni / kho, Bild: zvg