Schätzen wir, was wir haben?
Schätzen wir, was wir haben? Die Initiative zur Massentierhaltung kommt für mich etwas quer daher. Es wird suggeriert, dass die ganze Landwirtschaft eine Massentierhaltung hat, dies im negativen Sinn. Sie sei herzlos, die Tiere würden nicht tiergerecht gehalten und die daraus gewonnenen Produkte seien für uns Schweizer von minderer Qualität. Dazu soll der Bund in der Bundesverfassung (Art. 80 Abs. 3)! festlegen, was denn Massentierhaltung ist. Den Initianten fehlt scheinbar das Wissen dazu. International gelten wohl die meisten Schweizer Bauernbetriebe als Kleinbetriebe, daran ändern auch die zunehmenden Betriebszusammenschlüsse nichts. Und dann müssten die neuen Bestimmungen auch kontrolliert werden – einen Kontrollstaat ausbauen! Wir stehen doch alle hinter guten und qualitativ hochstehenden Arbeitsweisen und Produkten. Die Initianten verkennen die sorgfältige Produktionsart, die gute und ausgezeichnete Qualität sowie die grosse Auswahl, die wir Konsumentinnen und Konsumenten täglich kaufen können. Und einfach mit unserem starken Franken im Ausland das Beste wegkaufen, ist wohl auch keine Heldentat. Ich lehne die Initiative ab und setze weiterhin auf unsere Bauern – und hoffe, dass es noch lange Familien gibt, die diese aufwendige Arbeit für uns nicht scheuen.
Rosy Schmid, Hildisrieden
Kantonsrätin FDP.Die Liberalen