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«Schlössli Höchi» – nie Bauland gewesen?

Eigentlich wollte ich mich nicht über einen Leserbrief in den Abstimmungskampf zur Initiative der IG Baukultur einbringen. Durch die falschen Behauptungen im Leserbrief der IG im Anzeiger Michelsamt vom 19. Januar bin ich aber herausgefordert und sicher auch zu einer Richtigstellung legitimiert.

Im Leserbrief behauptet die IG nun plötzlich, das fragliche Gebiet sei ja gar nie Bauland gewesen. Wenn dem so wäre, würde es ja die Initiative gar nicht brauchen – denn was nicht eingezont ist, braucht ja auch nicht ausgezont zu werden! Die IG Baukultur widerspricht sich mit dieser Aussage selbst, wieso machte sie dann überhaupt eine Initiative?

Falsch ist nämlich die Behauptung, dass «Land in der 2. Etappe» kein Bauland sei. Bis 2012 waren Bauzonen zeitlich etappiert möglich, aber beide Etappen waren gleichwohl in der Bauzone und nicht etwa in der Landwirtschaftszone – die Etappierung bezog sich nur auf den zeitlichen Faktor, nicht auf die Einteilung als «Bauzone»! Somit führt die Annahme der Initiative zwingend zu einer Auszonung: aus Bauland würde Nichtbauland und das führt zu Entschädigungszahlungen – daran führt kein Weg vorbei. Auch der Gemeinderat teilt diese Meinung in seiner Entgegnung vom 8. September 2022 im Anzeiger für das Michelsamt. Im Interview mit Ortsplaner Hansjakob Wettstein vom 15. September 2022 werden unsere Aussagen ebenfalls klar bestätigt. Mit den widersprüchlichen Darstellungen versucht die IG Verwirrung zu stiften, was für den Stimmbürger und Steuerzahler sicher nicht zielführend ist.

Auch die Behauptung, der Gemeinderat hätte bis 2014 «auszonen» müssen ist falsch, denn ab 2013 gab es diese Regelungen gar nicht mehr und fortan nur noch eine Bauzone. Die «Argumentation» stützt sich auf Gesetze, welche 2014 gar nicht mehr in Kraft waren. Man kann vom Gemeinderat nicht verlangen, dass er 2014 hätte handeln müssen, wenn es dannzumal diese Artikel im Planungs- und Baugesetz gar nicht mehr gab!

Geschätzte IG-Baukultur – bleiben Sie bitte bei den Fakten: Eine Annahme der Initiative hält den grössten Teil des Areals zwar frei, der Bau von acht von gesamthaft elf freistehenden Einfamilienhäusern wird jedoch verhindert. Die geforderte Freihaltung fügt unserem Unternehmen einen hohen Millionenschaden zu. Diese Zeche zahlen letztlich die Steuerzahlenden. Ich bin sehr zuversichtlich, dass der Gemeinderat seine Verantwortung wahrnimmt und die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger offen und transparent informiert werden.


Lukas Schenker, Mitglied des Familienunternehmens Schenker + Schenker AG




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