Samichlauseinzug im Flecken: Uraltes Brauchtum begeistert kleine und grosse Kinder (mit Bildergalerie)
Es war auch dieses Jahr wundervoll stimmig beim umsichtig organisierten Einzug mit Chlaus-Beizli und vielen Leuten auf dem Rundgang des «Adventsfunkelns». Die Schulkinder sangen ihre gut geübten Samichlauslieder, und Eseli Jack (24) aus Gonzbu, auch liebevoll Grauöhrli genannt, war gar nicht bockig, sondern einfach zufrieden.
Der Samichlaus zog mit seinem Gefolge und vielen Trychlern und den Geisslechlöpfern, die sich alle minutiös auf den Einsatz vorbereitet und teilweise sehr viele «Original Chrummen» in Reserve dabei hatten, zur Pfarrkirche St. Stephan aus. Es war das erste Mal, dass der Samichlaus mit dem Segen aus dem Gottesdienst auszog. Der Samichlaus trieb sich plötzlich etwas im Chor herum, suchte seine Brille. Die Pastoralraumleiterin Theres Küng sah ihn und war ganz erstaunt. Ein Raunen ging durch die Kirchenbänke. Theres Küng stellte dem Samichlaus dann einige Fragen. Darauf erschien die ganze Mannschaft, darunter acht Schmutzlis, in der Kirche.
Auch Eichhörnli «Pinggi» gehörte dieses Jahr zum erweiterten Gefolge des Samichlaus
Gemeinsam zog der Samichlaus mit seinem Gefolge durch die Haupttüre aus, wo sie strahlende Kinderaugen empfingen. Der Auszug rauf zum Stift via den Weg des Adventsfunkelns war dann sehr eindrücklich und stimmungsvoll. Vor der Stiftskirche richtete der Samichlaus das Wort an die Kinder. Er wollte, dass sie ganz ruhig werden und seinen Worten lauschen, was auch bald gelang. Er erzählte von seinem Eseli Jack und von seinem Eichhörnli «Pinggi», das ihn bei seinen Recherchen über die Kinder grossartig unterstützt habe. Die Rede war voller kindgerechtem Humor und kam bei allen bestens an. Die Freude der Kinder mitzuerleben war das Glanzlicht an einem an Glanzlichtern reichen Abend. Man merkte, dass viele lebenslange Fans von Chlaus sind, doch auch einige «Team Schmutzli». Und Eseli Jack hat sowieso auch seine Fangemeinde...
Der Samichlaus lud dann alle ein, in das Chlaus-Beizli auf dem Schulhausareal zu kommen und den Abend bei Raclette, Wurst und einem wärmenden Kafi oder Tee avec ausklingen zu lassen, was viele sehr gerne taten. Die träfen Worte des Samichlaus waren in vielen Diskussionen noch lange Thema.
Sie sollten eine Beiz übernehmen...
Die Premiere des Chlaus-Beizlis ist vollauf gelungen. Manuela Felix, die für das Beizli verantwortlich war, sagt: «Petrus ist ein kitschfreudiger Chläusler. Er schickte uns passend den Schnee. Die Stimmung war perfekt. Die Temperatuen gefühlt zwei Grad zu kalt. Tee und Kaffee mit Stein- und Kernobst waren darum sehr beliebt. Bier hats quasi keines gebraucht, man(n) glaubt es kaum... Wir haben 110 Portionen Raclettebrot und 128 Cervelats/Würste verkauft. Wir waren ein top Team. Wir hatten alles im Griff, konnten sogar Sonderwünsche erfüllen, ja, wir sollten eine Beiz übernehmen (lacht). Vielen Dank allen freiwilligen Helfer:innen und allen Sponsoren und Besucher:innen. Übrigens: Das Brämi vom Schmutzli habe ich schon vermisst!? Ob es das Beizli nächstes Jahr wieder gibt, weiss nur der Samichlaus.»
Text und Bilder: Karl Heinz Odermatt