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Revision Ortsplanung Beromünster –  kein Gutachten der Eidgenössischen Natur- und Heimatschutzkommission eingeholt

Gerne möchte man dem Gemeinderat und andern Exponenten glauben, wenn sie sagen, die Ortsplanung sei mit grösster Sorgfalt und zusammen mit Fachleuten erstellt worden. Die Tatsache, dass weder der Gemeinderat, noch die Begleitgruppe, noch Fachleute sich dafür eingesetzt haben, dass die Umgebung des inzwischen schweizweit bekannten Kulturgutes teilweise geschützt wird, spricht nicht für Sorgfalt und hat mich sehr enttäuscht. Die Gemeinde ist stolz darauf und weist mit Recht immer wieder darauf hin, dass Beromünster ein Ortsbild von nationaler Bedeutung ist und aktuell vom Bundesamt für Kultur sogar für die Kampagne «Verliebt in schöne Orte» ausgewählt wurde. Tafeln am Ortseingang aufzustellen und Informationen auf der Gemeindewebsite aufzuschalten sind wertvolle Hilfsmittel, um Gäste auf unser aussergewöhnliches Bijou aufmerksam zu machen und «Möischterern» in Erinnerung zu rufen, in was für einem wundervollen, geschichtsträchtigen Ort und intakten Landschaft sie leben. Es reicht jedoch nicht aus, auf diese Schätze stolz zu sein und mit ihnen zu werben. Ein Ortsbild von nationaler Bedeutung muss gepflegt und notwendige Veränderungen und Anpassungen entsprechend sensibel umgesetzt werden. Im Rahmen von Ortsplanungsrevisionen und bei grossen Bauprojekten wie die geplanten Überbauungen in den Bereichen Bergmättli, Bifang, Schlösslihöchi und der Umfahrungsstrasse muss daher sichergestellt werden, dass das ISOS gebührend umgesetzt, d.h. dessen Verträglichkeit überprüft wird. Unter Schweizerische Eidgenossenschaft/EHNK (Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission) findet sich eine lange Liste von angeforderten Gutachten zu Ortsplanungen in der ganzen Schweiz. Für Beromünster ist dort nichts zu finden. Wurde vergessen, dieses Gutachten anzufordern? Oder wurde es bewusst nicht angefordert? Die Tatsache, dass es nicht vorliegt, ist ein unverständliches Versäumnis und schafft leider kein Vertrauen.

Gertrud Galliker-Tönz, Kantonsrätin G/JG




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