Skip to main content Skip to page footer

Verein Historisches Schlierbach

Historische «Mosti» fachgerecht restauriert

Am Samstag, 17. Oktober 2026, lud der Verein Historisches Schlierbach zur feierlichen Einweihung des historischen Brunnens mit Obstpresse bei der Korporationshalle Etzelwil.

Präsident Walter Steiger begrüsste die anwesenden Gäste, ganz besonders Gemeindepräsidentin Marina Graber als Vertreterin der Behörden. Er gab einen kurzen Abriss über die Herkunft der Obstpresse. Diese wurde um das Jahr 1900 in Niederwil ZG in der Wagnerei Gretener erbaut. Später wurde sie an Alfred Hüsler aus Steinhausen weiterverkauft. Von dort führte der Weg im Jahre 1967 nach Beromünster auf den Tannhof, wo sie viele Jahre ihren Dienst leistete. Vor rund vier Jahren verschenkte die Besitzerfamilie Hüsler die Obstpresse dem Historischen Verein Schlierbach. Seitdem war klar: Dieses besondere Stück regionaler Geschichte soll einen neuen Platz erhalten und wieder zur Geltung kommen.

Ein Projekt nimmt Gestalt an

Somit war der Startschuss gefallen für ein Herzensanliegen, das dank unzähliger Fronarbeitsstunden von Vereinsmitgliedern und befreundeten Handwerkern realisiert werden konnte.
Als erstes wurde die «Mosti» fachgerecht restauriert. Danach richteten Roger Limacher und sein Team die Holzkonstruktion auf. Josef und Peter Galliker führten im Frühling die Grabarbeiten für die Wasserleitung aus, Peter Lindegger war für die fachgerechten Sanitärinstallation besorgt. Dann hiess es Fundamente und Stellriemen setzen und die Pflästerung des Platzes in Angriff zu nehmen, dies unter kundiger Anleitung von Stefan Nick. Die Eindeckung mit Biberschwanzziegeln durch Bruno Wyss und einigen Helfern vollendete das gelungene Werk.

Erfreut über das Ergebnis: Gemeindepräsidentin Marina Graber und Vereinspräsident Walter Steiger.

Bedeutung für die Gemeinschaft

Ohne die finanzielle und materielle Unterstützung von grosszügigen Sponsoren, Handwerkern und zahlreichen tatkräftig zupackenden Händen aus den Vereinsreihen wäre dieses Projekt nicht realisierbar gewesen. «Vielen herzlichen Dank allen Beteiligten!», teilt der Verein mit.

Gemeindepräsidentin Marina Graber erwähnte in ihrer Ansprache die Bedeutung des Dorfbrunnens für die Gemeinschaft, war er doch früher nicht nur Wasserspender für Mensch und Tier, sondern auch ein Treffpunkt, wo die eine oder andere Neuigkeit zu erfahren war. Mit den Grüssen des Gemeinderates überbrachte sie symbolisch einen Wasserkrug gefüllt mit Äpfeln.

Zum Schluss gab Präsident Walter Steiger der Hoffnung Ausdruck, dass der Brunnen ein Ort der Begegnung werde, wo man sich treffe und miteinander ins Gespräch komme: «Er soll immer wieder daran erinnern, wie wichtig es ist, unsere Geschichte zu bewahren.»

 




Das könnte Sie auch interessieren