Projektwoche 2024: We are URBAN
Bewegung und die Kreativität im Fokus, und dabei ein besonderer Verdacht, der sich bestätigt: Das sind die Projektwochen an der Schule Rickenbach.
Zum zweiten Mal in Folge wurde die Projektwoche von den Lehrpersonen selbst auf die Beine gestellt. Während in den vergangenen Jahren die Projektwochen jeweils von externen Fachpersonen organisiert und durchgeführt wurden, machten das dieses Jahr die Klassenlehrer Markus Kottmann und Daniel Schwenke. Diesmal bestätigte sich bereits ein Verdacht von letztem Jahr: Projektwochen, die von den Lehrpersonen von der Sekundarschule organisiert werden, kommen bei den Lernenden besser an. Während die extern gebuchten Projektwochen häufig sehr schreib- und textlastig waren, standen in den selbst entwickelten Projektwochen vor allem die Bewegung und die Kreativität im Fokus.
Footbag, Frisbee und Co.
Bereits der Montagmorgen startete gleich mit urbanen Sportarten: Fussball, Basketball, Street Dance, Footbag und Frisbee. Obwohl eine Schulwoche häufig sehr schleppend am frühen Morgen startet, packte der sportliche Einstieg gleich alle Lernenden und ihre Motivation sowie ihr Einsatz waren sofort bei 100%. Am Nachmittag durfte die Schülerschaft zwischen zwei Ateliers wählen: Entweder entwickelten die Jugendlichen ein eigenes Logo für am Donnerstag oder sie erstellten in Kleingruppen ein Schattenspiel, welches dann als Kurzfilm festgehalten wurde.
Hüpfen und Klettern
Am Dienstag verbrachten alle den Tag in Aarau im Rolling Rock. Es wurde geklettert, auf dem Trampolin herumgehüpft und auf einem Pumptrack herumgeflitzt. Körperlich kam definitiv jeder und jede auf seine und ihre Kosten und konnte sich dort austoben, wo es ihm oder ihr am besten gefiel.
Im Fokus standen am Mittwoch Lifehacks und andere Talente. Die Jugendlichen mussten ein Atelier vorbereiten für die Kinder der Primarschule. Alle überlegten sich etwas, das sie besonders gut können und übten anschliessend, wie sie das auch Anderen vormachen und beibringen können. Vorzeigen und Nachmachen war hier die Devise und die Jugendlichen durften einmal üben, selber in der Rolle als Lehrperson andere zu belehren.
Der Duft von Farbe
Farbe lag in der Luft: Am Donnerstag wurden fleissig Graffitis kreiert mit der Hilfe von Spraydosen, Schablonen und Skizzen. Ein externer Graffiti Künstler kam dafür extra an die Sekundarschule und zeigte den Lernenden sowie den Lehrpersonen sein Talent und seine dazugehörigen Tricks. Die Jugendlichen durften sich an Leinwänden und alten Schallplatten austoben und diese selbst im urbanen Street Style verschönern.
Und dann ... let's perform!
Das Ende der Woche wurde dafür genutzt, dass die Lernenden der Primarschule und der Sekundarschule sich gegenseitig etwas präsentieren konnten, was sie in dieser Woche gemacht hatten. Zuerst durften die Sekundarschüler und –schülerinnen sich drei verschiedene Tänze anschauen und ein Lied anhören von der Primarschule. Anschliessend zeigten die Jugendlichen ihre Talente und «Hacks» den Kindern der Primarschule in 19 verschiedenen Ateliers. Die Kinder durften selbst 4-6 Ateliers besuchen und dort gleich vor Ort das Gezeigte gleich nachmachen und üben. In vielen Ateliers wurde gezeichnet und gebastelt, z.B. in Form von gefalteten Lesezeichen, ihren Namen schreiben mit unterschiedlichen Kalligrafie Vorlagen und Landschaften gestalten mit Wasserfarben. Aber auch sportliche Ateliers wurden angeboten mit beispielsweise Unihockey Tricks. Am Nachmittag durften die Jugendlichen noch einmal wählen, ob sie die Woche lieber ruhig mit einem Motto entsprechenden Film, oder doch nochmals sehr aktiv mit einem Hindernisparcours abschliessen möchten. Zusammengefasst war die Projektwoche definitiv ein Erfolg. Am beliebtesten war bei den meisten Lernenden der Donnerstag mit den Graffitis, gefolgt vom Ausflug ins Rolling Rock.
Desirée Wanner