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Planschklar – die Saison kann starten

Es blubbert und plätschert schon und die Sonne glitzert auf der wabernden Wasseroberfläche. Nichts wäre jetzt verlockender als ein Sprung in das Schwimmbecken! Aber noch heissts: Baden verboten. Die letzten technischen Vorbereitungen zur Saisoneröffnung der Badi Bachheim sind im Gange. Ein Blick hinter die Kulissen und auf das, was sich unterhalb des Beckens tut.

Thomas ‹Oli› Stocker sorgt für planschklares Wasser und einwandfreien Badespass in der Freiluftbadi Bachheim.

Bald räkeln sich wieder Badenixen auf der grossen Treppe aus Beton, kleine Knirpse klettern herum und Jungs hüpfen ins Wasser. Das ist aber nicht die einzige Funktion dieses Bauteils am hinteren Rand des Pools. Darunter verbirgt sich die Wasseraufbereitungsanlage, die das Planschen im Nass erst wirklich zum Spass macht und die Badegäste vor Keimen, Pilzen und anderen unerwünschten Verunreinigungen im Wasser schützt.

Vier Tage lang einlaufen lassen

500 Kubikmeter Leitungswasser hat Thomas Stocker, Gemeindearbeiter von Beromünster, letzte Woche ins Becken laufen lassen. Ganze vier Tage dauerte das. Die Einstiegstreppen, Duschen und Abfallbehälter hat er auch schon montiert. Der Überlauf am Poolrand blubbert und plätschert und die Sonne glänzt auf der wabernden Wasseroberfläche, noch heisst es aber: Baden verboten.

Blickt man ins Innere des Technikraums, fallen sofort zwei riesige, blaue Tanks auf. Sie beinhalten je zwölf Tonnen Quarzsand, der als Filter funktioniert. Das ganze Poolwasser wird laufend durch diese beiden Tanks und weitere Anlagen gepumpt, bis es durch die feinen Strahldüsen auf Fusshöhe wieder zurück in den Pool fliesst.

Quarzsand reinigt das Wasser

«Die Wasseraufbereitung erfolgt in drei Stufen: Filtration, Neutralisation und Desinfektion», erklärt Adrian Büttikofer von der Firma Fehlmann Wasseraufbereitung. Er ist damit beschäftigt, Geräte wie Düsen, Filter und Pumpen zu montieren, die über den Winter in Revision waren. «Die Quarzsandschicht sorgt für die mechanische Reinigung des Wassers. Mit Säure, meistens Schwefelsäure, wird das Wasser dann in einen sicheren, neutralen Bereich von 6.8 bis 7.6 pH geführt und schliesslich mit Chlor desinfiziert.»

Ist dann das Badevergnügen einmal in vollem Gange, kehrt Thomas Stocker den besagten Wasserfluss alle zwei Tage mal um. So gelangt das Schmutzwasser in die Kanalisation. «Pro Tag und Besucher braucht es 30 Liter Frischwasser», weiss der Gemeindearbeiter, «und das Badewasser ist dem Lebensmittelgesetz unterstellt.» Deshalb muss er auch täglich dreimal eine Wasserprobe nehmen aus dem Plansch- und Schwimmbecken und deren Werte überprüfen.

Früh auf an schönen Sommertagen

Seit zehn Jahren macht er den Unterhaltsjob der Badi Bachheim zusammen mit dem Werkdienst der Gemeinde jetzt schon. «Muesch es halt eifach echli könne», meint er, was Gespür und Aufmerksamkeit betrifft, die so eine Anlage eine Saison lang benötigt. «Die längsten Tage sind am schwierigsten, denn die Sonne frisst das Chlor.» Diese herrlich schönen Sommer-Badetage beginnen bei ihm jeweils morgens um fünf. «Damit um acht Uhr alles bereit ist, wenn die Ersten kommen!»

Die Saison der Badi Bachheim wird jedes Jahr am Muttertag eröffnet, was am kommenden Sonntag wieder der Fall ist. Adi und Evi Niederberger hoffen natürlich auf ergiebiges Bade-, Sonnencrème- und Glacéwetter. Es ist ihre siebte Saison als Badibetreiber, den Kiosk haben sie auf jeden Fall schon prächtig aufgefüllt. 

Rund zwölf Tonnen Quarzsand befinden sich in diesen Tanks...
... und sorgen für kristallklares Wasser. Oben die Treppe zum Sonnenbaden...
... und so siehts unterhalb aus: Hier wird dem Wasser das Chlor beigemischt.
Bald kann diese Tafel entfernt werden!
Im Technikraum.
Adrian Büttikofer revidierte die Anlagen über den Winter.
Hier werden die Messungen vom Planschbecken und Schwimmbecken abgelesen.
Das ganze Poolwasser fliesst hier hindurch.


Und schon bald startet ‹Oli› den Wasserpilz und es tummeln sich hier wieder grosse und kleine Badegäste!
Auch die Leckereien am Kiosk sind aufgefüllt. Adi Niederberger ist startklar!



Text und Bilder: Ursula Koch-Egli




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