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Pastoralraum Michelsamt auf den Spuren des Ordensgründers Don Bosco: Reise durch ein Jahrtausend im Piemont (mit Bildergalerie)

Der Pastoralraum Michelsamt führte durch die Geschichte von Kirchen, Heiligen und Wein rund um Turin. Die Gruppe mit 37 Reisenden begab sich auf die Spuren des Ordensgründers Giovanni Bosco und kam mit vielen unvergesslichen Eindrücken zurück. 


Die fröhliche Reisegruppe des Pastoralraums Michelsamt in Turin.


Voller Vorfreude versammelte sich am Donnerstagmorgen, 25. April, eine bunt durchmischte Gruppe aus dem Pastoralraum Michelsamt und Umgebung in Beromünster. Chauffeur Beat Jurt führte die insgesamt 37 Reisenden in einem schönen Estermann-Reisecar Richtung Süden. Ohne Stau ging es durch den Gotthard-Tunnel, und die Sonne erheiterte nach vielen regnerischen Tagen die Gemüter. Pater Bruno Oegerli bescherte der Gemeinschaft mit einem vielseitigen Quiz über Allgemeinwissen einen guten Zeitvertreib. Als ein Unfall mit spektakulärer Helikopter-Rettungsaktion vor Mailand für 45 Minuten Verspätung sorgte, waren die Reisenden – und insbesondere das Quiz-Siegerteam Brigitte Sidler und Franz Meier – sehr froh über die verteilten und zusätzlich gewonnenen Lindor-Kugeln. Umso schöner war die Ankunft in Becchi, südwestlich von Turin: Das Restaurant hatte mit dem Mittagessen gewartet und ein später Viergänger stillte den Hunger mehr als genug.

Starke Verbindung Beromünster – Piemont  

Im Anschluss startete die Besichtigung des Colle Don Bosco – dem Ort, an dem der heilige Giovanni Bosco 1815 zur Welt kam und der heute Don Bosco Beromünster untrennbar mit dem Piemont verbindet. Der Novize Melvin erzählte den Besuchern von Giovannis Leben und insbesondere dessen Berufungstraum im Alter von neun Jahren. Er führte sie durch die wunderschöne Basilika, die 1965 über dem Geburtsort des Heiligen eröffnet wurde und zeigte das schlichte Haus, in dem Giovanni Bosco aufgewachsen ist. Pater Toni Rogger – Salesianer Don Boscos und temporärer Reiseleiter – berichtete im Missionsmuseum, in welche Weltregionen Don Boscos Werte seit mehr als 140 Jahren getragen werden. Viele dieser Orte hat er als Leiter des Hilfswerks Don Bosco Jugendhilfe Weltweit selbst besucht.

Jeden Abend gemeinsames Singen

Die Fahrt ging weiter nach Avigliana, wo das Gästehaus der Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos direkt am See bezogen wurde. Freundliches Personal sorgte während des gesamten Aufenthalts für leckeres Essen und gute Stimmung. Dazu trugen auch Musik und Wein bei: Pater Oegerli, Susi und Markus Lang-Meier sowie Otto Schacher luden jeden Abend mit Mundharmonika, Gitarre, Keyboard und bekannten Liedern zum gemeinsamen Singen ein.

Der zweite Tag begann kühl und nass. Kälte drang durch die dicken Mauern und es stellte sich heraus, dass Heizungen in dieser Region per Gesetz nach Mitte April nicht mehr laufen dürfen. Bei 9° C Aussentemperatur ist das kein Spass. Da viele Gäste froren und Erkältungen drohten, gingen die Salesianer Don Boscos zur Stadtverwaltung und erwarben eine Sondergenehmigung – von da an rauchte der Kamin und man fühlte sich wohl.

Das Weingut Marrone im Barolo-Gebiet erkundet

Gabriela Merz und Hans Jost vom Pastoralraum Michelsamt sind die Organisatoren dieser Reise. Sie haben neben einer Vielfalt von Kirchen und geistlichen Inputs auch das leibliche Wohl berücksichtigt und am Freitag den Besuch des Weinguts Marrone in La Morra – Teil der berühmten Weinregion Barolo – organisiert. Die Winzerin Paula führte mit hervorragendem Deutsch durch ihren Keller, erzählte die Familiengeschichte, präsentierte drei Weine zur Degustation und liess dazu ein köstliches Mittagessen servieren. Am Nachmittag reiste die Gruppe Richtung Turin: zur 1731 eröffneten barocken Wallfahrtskirche Superga sowie zur modernen, vom Tessiner Mario Botta designten Kirche Santo Volto. Pater Rogger hob die eindrücklichen Kontraste zwischen diesen beiden Bauten hervorragend hervor.

Führung durch Turins Altstadt als Höhepunkt

Mit zwei Ordensmitgliedern der Salesianer Don Boscos in der Gruppe war der Besuch von Valdocco – der Wirkungsstätte des heiligen Giovanni Bosco in Turin – am dritten Reisetag etwas ganz Besonderes. Pater Roggers Worte schenkten dem Lebenswerk Don Boscos und seinem unermüdlichen Engagement für Kinder und Jugendliche Bedeutung. Er führte im Anschluss durch Turins Altstadt zum grössten Freiluftmarkt Europas und zeigte die schöne Seite der Industriestadt. Dabei kam auch ein versteckter Ort zur Geltung: Wussten Sie, dass der heilige Giuseppe Benedetto Cottolengo dort im 19. Jahrhundert ein Spital gegründet hatte, das heute 15 000 arme Kranke kostenlos pflegt und sich dabei vollständig durch Spenden finanziert?

Der letzte Reisetag zeigte das schlechteste Wetter. Die Reisenden zückten ihre Schirme und Regenjacken und liessen sich nicht davon abhalten, noch die älteste Kirche im Programm zu besuchen: Die Sacra di San Michele ruht als Wahrzeichen des Piemonts auf dem Monte Pirchiriano über dem Susatal. Das Kloster fand seinen Anfang im Jahr 983 und zeigte sich in den Wolken als sehr mystischer Ort. Absolut sehenswert!

Auf der staufreien Rückfahrt nach Beromünster erzählte Pater Oegerli noch verschiedene interessante Geschichten aus dem Leben des heiligen Don Bosco. Die Schreibende durfte die Brücke nach Beromünster schlagen und erklärte die Historie der Salesianer Don Boscos auf dem Sandhubel sowie das Engagement des hiesigen Hilfswerks Don Bosco Jugendhilfe Weltweit. Insgesamt herrschte eine sehr positive Stimmung und grosse Zufriedenheit unter den Reisenden. Alle verabschiedeten sich herzlich und gingen mit ihren Koffern, den gekauften Weinkisten und italienischen Leckereien nach Hause. Dieser Ausflug ins Piemont wird allen noch lange in guter Erinnerung bleiben. 


Eine Turinreise macht sichtlich Spass und ermöglicht viele unvergessliche Eindrücke.


Spektakuläre Helikopter-Rettungsaktion vor Mailand bei der Anreise, die für 45 Minuten Verspätung sorgte.


Wunderschöne Basilika beim Geburtsort Don Boscos, Colle Don Bosco.
Novize Melvin erzählte von Giovannis Leben und insbesondere dessen Berufungstraum im Alter von 9 Jahren.
Pater Oegerli, Susi und Markus Lang-Meier sowie Otto Schacher luden jeden Abend mit Mundharmonika, Gitarre, Keyboard und bekannten Liedern zum gemeinsamen Singen ein.
Fröhliches Beisammensein auf dem Weingut Marrone.  


Winzerin Paula führte mit hervorragendem Deutsch durch ihren Keller.
Die 1731 eröffnete barocke Wallfahrtskirche Superga war ein Highlight.

Kontrast zu Superga: die vom Tessiner Mario Botta designte Kirche Santo Volto.


Trotz dem regnerischen Wetter genossen alle die Reise.


Einladende Auslagen am Gemüsemarkt in Turin.


Der Regen am letzten Tag hielt die Gruppe nicht vom Besuch der Sacra di San Michele ab.


Text: Désirée Schöpfer, Fotos: Otto Schacher




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