Ortsplanung Beromünster: Sieben Anmerkungen und Fragen
Zum Zonenplan
1. In Beromünster werden im Bifang, in der Chällermatt und im Sandhübel insgesamt rund 50 000 m2 Landwirtschaftsland eingezont, in Schwarzenbach jedoch nur 26 000 m2 Bauland ausgezont. Weshalb diese Differenz? Sind Verkehrszonen keine Bauzonen?
2. Standort für die geplante Dreifachhalle in der Chällermatt ist eine überdeckte Abfallgrube. Wer verantwortet dieses Risiko? Der Bifang wäre der richtige Standort!
3. Warum soll das neue Pflegeheim im Bifang gebaut werden, wo eine 180 Meter lange und drei Meter hohe Schutzwand nötig wäre, um es vom Strassenlärm abzuschirmen? Diese Mauer soll aber nicht gebaut werden!
4. Warum muss das Areal des bestehenden Heims durch die geplante Strasse zerschnitten werden? Wie hoch ist der Wertverlust an Gebäuden und Land? Wer kommt dafür auf?
Zur Umfahrungsstrasse
5. Wozu die gestreckte Linienführung für eine Strasse im Baugebiet? Anpassung ans Gelände würde die Geschwindigkeit, den Landbedarf und die Kosten reduzieren.
6. Wird für die 30 Liegenschaften, die übermässig mit Strassenlärm belastet werden, Entschädigung ausgerichtet? Wenn ja, durch wen und wie viel?
7. Die bestehenden Strassen werden vom Durchgangs- und Schwerverkehr entlastet und damit für Velo- und Fussverkehr wieder sicher und attraktiv. Wozu noch fünf Meter Strassenbreite für Radstreifen und Gehwege?
Das Strassenprojekt ist nicht mehr zeitgemäss. Mit Rücksicht auf Umwelt und Klima darf nur noch gebaut werden, was zwingend nötig ist. Mit Um- und Ausbau des bestehenden Strassennetzes kann der Flecken rasch und wirksam von Durchgangs- und Schwerverkehr entlastet werden. Konkrete Studien liegen vor.
Hugo Wandeler, Zürich