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Ortsplanung Beromünster: Fehlen die sachlichen Argumente?

Lieber Raphael Meyer,

in Ihrem Leserbrief von vergangener Woche kritisieren Sie die Gegner der Ortsplanung, sie seien zu alt, zu wenig mutig und erst noch inkompetent. Ich finde es traurig, dass Sie so über Andersdenkende urteilen. Es ist wohl das Eingeständnis, dass Ihnen die sachlichen Argumente fehlen.

Auch wir Andersdenkende wollen eine Gemeinde mit Zukunft und eine Umfahrung. «Beromünster mit 300 neuen Wohnungen und Schutz und Erhalt des einzigartigen Ortsbildes» ist aber aus unserer Sicht besser für die Zukunft als 500 Wohnungen und 5- stöckige Bauten am Ortseingang. Es ist doch unser demokratisches Recht, dafür einzustehen. Uns sind das Ortsbild und der ländliche Charakter von Beromünster wichtiger. Ihnen vielleicht das Wachstum. Ich würde mich freuen, wenn Sie sich mit solchen sachlichen Aspekten auseinandersetzen würden.

Haben Sie sich auch schon überlegt, dass es mehr Mut braucht, gegen den Strom zu schwimmen? Zu allem Ja sagen, was der Gemeinderat präsentiert, ist viel einfacher. Die besten Lösungen entstehen aber erst, wenn diskutiert wird. Wenn alle Argumente auf den Tisch kommen und Kompromisse erarbeitet werden. Ist es wirklich nötig, den Ortsteil «Möischter» so stark aufzublähen?

Eine Ortsplanung ist eine komplizierte Sache. Da gibt es nicht richtig und falsch. Jeder hat das Recht, seine eigenen Prioritäten zu setzen. Am Ende sollte es ein Kompromiss aus allen Interessen sein. Es ist wichtig für eine Gemeinde, dass am Schluss eine überwältigende Mehrheit einem solchen Kompromiss zustimmt. Genau das würde unsere Gesellschaft verbinden. Hetze hingegen bringt nichts. Politik muss integrieren und nicht dominieren.

Michael Estermann, Beromünster




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