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Kultur | Gunzwil

Oelibrönnerball in Gunzwil: «Can You Get En'Aff?» «Never ever!»

Der Oelibrönnerball ist immer ein Höhepunkt der grossartigen Fasnacht im Michelsamt, auch bei der 41. Austragung. Die Mitternachts-Show der Oelibrönner brachte die Stimmung in der zum Bersten vollen Lindenhalle Gunzwil einmal mehr zum Kochen. «Unglaublich, die Songauswahl, diese Power und Präzision!»

Die Mitternachts-Show der Oelibrönner,

Die vielen sehr gelungenen und erfolgreichen Maskenbälle der letzten Wochen haben gezeigt, dass das Interesse der Fasnächtler gross ist, zu feiern. Die Oelibrönner rechneten deshalb mit einem grossen Andrang an ihrem legendären Oelibrönner-Ball am Fasnachtsfreitag auf dem Schulhausareal Gonzbu. Viele Fasnächtler aus nah und fern feierten ausgelassen eine unvergessliche Party.   

Die traditionell festfreudigen Oelibrönner sind seit Beginn in grauer Vorzeit, 1983 wars, eine reine Männer-Guuggenmusig, Frauen sind nur im Fanclub zugelassen. Traditionell ist der FC Gunzwil sehr gut vertreten. So ist der Präsident des FC Gunzwil Mitglied. Das Motto: «Im Sommer Tschutten und im Winter Oelibrönner» lässt sich problemlos verinnerlichen. Von Anfang (1983) an waren auch immer viele «Nicht-Gonzbeler», vor allem Rickenbacher, gut vertreten. Markus Bucher, bestens bekannt als «Gonzbu», hat seinerzeit noch eingeführt, dass Ü40 Gratiseintritt geniessen, was heute noch Gültigkeit hat. Sie planen ihre Fasnacht jeweils in der Chommle, Neumitglieder werden liebevoll «Erstalis» genannt. Die Oelibrönner spielten auch schon am Lauberhornrennen, sind also weit über das Michelsamt hinaus eine grosse Nummer.

War es die Party des Jahres?

Die Lüütertüter heizten schon um 21 Uhr die Stimmung grossartig an, sie haben einen immer grösser werdenden Fanclub. Auch die Flueh-Fäger aus Luthern, die Rottalschränzer aus Ruswil, die Schlochthüüler aus Neuenkirch und natürlich die nächsten Nachbarn, die Bräntetätscher aus Schwarzenbach, sorgten dafür, dass rüüdig geschränzt wurde. Das DJ-Team beschallte im Techno Jungle vor allem die Jungen, auch mancher «Oldie» nahm gerne zwischendurch ein Ohr voll, während die Halle mit Alpenstarkstrom aus dem benachbarten Österreich für alle etwas bot. Es gelang ihnen das Kunststück, den Begeisterungspegel den ganzen Abend lang hochzuhalten, sodass mancher länger blieb als geplant und mehrmals unvermittelt eine Polonaise «ausbrach». 



Affenstarke Mitternachtsshow

Die Mitternachtsshow ist legendär, bietet immer etwas Spezielles, Verrücktes. Diesmal versetzte schon der Startsong «Can You Get Enough?» der Legenden Depeche Mode (1981), der im Motto leicht abgewandelt wurde, die Menge in Begeisterungsstürme. Das Gekreische war ohrenbetäubend, und doch ein schönes Erlebnis an einem Maskenball. Als die Drumsektion sich Affenköpfe aufsetzte, zeigten die drei Trommler ihre Stärken. Als zum Schluss der Fötzeliregen unter fetzigen Klängen niederging, zeigte sich, dass die Dramaturgie der Show nicht besser hätte sein können. «Unglaublich, die geile Songauswahl, diese Power der Musiker und ihre Präzision! Ich bin auch diesmal restlos begeistert von der Show», meinte ein begeisterter Fasnächtler. Die Sponsoren, VIPs und ehemalige Chargenträger genossen die Show von der Loge aus: die sogenannten VIOE, also Very Important Oelibrönners. 

Can you wait 'til next year?

Ok-Präsident Loris Weibel war sehr zufrieden mit dem Verlauf des Events. «Es hat alles geklappt, die Stimmung war grandios, der Saal zum Bersten voll, die Gäste fröhlich, aber so diszipliniert wie nur möglich an der Fasnacht, was will man als Organisator mehr?» Schon ist sie da, die Vorfreude auf den nächsten Oelibrönner-Ball. Da die Jahre ja immer schneller vergehen, wird es kurz nach dem Aschermittwoch bald wieder so weit sein...

Grandiose Stimmung in der zum Bersten vollen Lindenhalle Gunzwil.
Und auch im Festzelt.

Text: Karl Heinz Odermatt, Bilder: furep




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