«O-iO»: Die Oldtimer sind los!
Am Pfingstsonntag, 5. Juni, ab 10 Uhr vormittags, wird Beromünster zum Mekka der Liebhaber von gepflegten Oldtimern. Die Fahrzeuge beleben den Flecken, nachdem sie traditionell von Sarnen durch blühende Landschaften nach Beromünster gefahren sind. Daniel Notz, Präsident des hiesigen Organisationskomitees, über seine Leidenschaft für Oldtimer und seine Vorfreude auf den Event.
Daniel Notz, wie ist es dazu gekommen, dass Beromünster zum Event O-iO, also Oldtimer in Obwalden, einfach dazugehört?
Es ist eine lange Tradition, dass die Leute vom OK in Sarnen um Gründer Ruedi Müller am zweiten Tag mit ihren Oldtimern einen Ausflug an einen schönen Ort machen. Früher war dies unter anderen Engelberg und Brienz. Seit einigen Jahren ist es der Flecken Beromünster. Das ist eine Ehre für uns und wiederum zu einer schönen Tradition geworden.
Mit wie vielen Besuchern rechnen Sie in Beromünster?
Das ist jeweils sehr wetterabhängig. Bei schönem Wetter rechnen wir mit 6 000 bis 10 000 Personen, bei schlechtem Wetter mit 3000 bis 5000 Personen. Wir hoffen sehr, dass uns der Wettergott hold ist (lacht).
Wie schätzen Sie die Bedeutung Ihres Anlasses ein?
Dies ist für Beromünster ein grosser Anlass. Wir geben zudem vielen Vereinen die Möglichkeit, mit Aktivitäten wie Verkaufsständen etwas zu verdienen. Unser Motto ist «Altes ehren, sich Neuem nicht verwehren. Mobilität gestern, heute und morgen.»
Was ist für Sie das Spezielle im organisatorischen Bereich?
Es braucht sehr viele finanzielle Mittel für Bewilligungen, Verkehrsumfahrungen, Feuerwehr und Polizei. Ohne treue Sponsoren wäre ein solcher Anlass nicht zu stemmen. Da es jedoch so viele Autobegeisterte gibt, ist es mir dieses Jahr gelungen, innert 24 Stunden alle finanziellen Mittel bei den Sponsoren zusammenzubringen. So können wir den Event ohne finanziellen Druck durchführen.
Wie gross ist das OK in Beromünster?
Wir sind sechs Personen, die alle ehrenamtlich und aus reiner Freude für diesen Anlass zusammenarbeiten. Zwei junge Neue haben wir nun dazugenommen. Zusätzlich arbeiten wir eng mit dem OK in Sarnen zusammen und nutzen Synergien, wo immer das möglich ist. Auch das Ortsmarketing macht hier einen tollen Job und unterstützt uns, wo es kann.
Wer ist alles im OK in Beromünster dabei?
Neben mir als Gesamtleiter sind dies: Alfons Käch, Chef Leiter Verkehr, Christoph Wey und Elias Schüpfer, Verkehr, Rebekka Schüpfer, Leiterin Sekretariat, Richard Roos, Leiter Verpflegung und Urs Lüthi, Leiter Finanzen.
Was ist Ihnen für den Event am wichtigsten?
Die Freude soll im Vordergrund stehen. Man soll das Negative vergessen können. Oldtimer haben mit Emotionen zu tun. Jeder erinnert sich an sein erstes Auto und an ästhetische Vorlieben der Jugendzeit.
Woher kommt denn Ihre Liebe für das Automobil?
Ich habe in jungen Jahren eine Lehre als Automechaniker gemacht und dann mit 21 Jahren bei der Versicherung in Beromünster angefangen. Die Liebe zu schönen Automobilen begleitet mich also schon seit jungen Jahren. Oldtimer sind eine riesige Szene und ein wichtiger Wirtschaftszweig, der oft unterschätzt wird.
Auf welche Automobile stehen Sie persönlich besonders?
MIr haben es vor allem die alten Italiener angetan: Ferrari und Lamborghini. Aber auch alte Rolls Royce liebe ich. Zusätzlich sammle ich seit rund 30 Jahren Kühlerfiguren und alte Kühlergrills.
Was ist dieses Jahr speziell?
Wir wollen auch einige spezielle Elektrofahrzeuge am Start haben.
Das ist O-iO – zum 5. Mal in Beromünster:
O-iO ist eine Oldtimer-Party, die seit 2000 gefeiert wird, mit oder ohne Oldtimer und ein Volks- und Fotofest für die ganze Familie; für Jung und Alt. Am O-iO sieht man alles, was früher mal über unsere Strassen rollte: PW’s (auch ein Dampfauto), LKW’s, Busse, Postautos, Traktoren, Motorräder, Roller, Mopeds, Velos (Hochräder). Viele Teilnehmende und Zuschauer:innen kleiden sich passend zu den Oldtimern. Es findet am Samstag, 4. Juni, in Sarnen und Umgebung statt sowie am Pfingstsonntag, 5. Juni, bei uns in Beromünster, nun schon zum 5. Mal. Jeweils sind weit über 500 Oldtimer, Dutzende Marken von 1884 bis 1985, also einer Zeitspanne von über 100 Jahren, vor Ort!
Interview und Bilder: Karl Heinz Odermatt