Neueröffnung des Landgasthofs Gormund am 17. August 2024: «Leidenschaft und Gastfreundschaft sind uns am wichtigsten»
Es gibt gute Neuigkeiten zum seit sechs Monaten leer stehenden Landgasthof Gormund: Osi Ehrler und Mirjam Lustenberger, die aktuell und bereits im 9. Jahr das beliebte und erfolgreiche Berggasthaus «Alpenblick» am idyllischen und auch bei uns bekannten Arnisee oberhalb von Intschi und Amsteg führen, übernehmen per 17. August das Gormund. Der Anzeiger Michelsamt hat sich diese Woche mit den beiden sowie mit dem Inhaber Guido Keller zum Gespräch im Gormund getroffen.
Osi Ehrler und Mirjam Lustenberger, können Sie sich unserer Leserschaft kurz vorstellen?
Osi Ehrler (OE): Ich bin in Ingenbohl SZ geboren und in Kriens aufgewachsen, habe 20 Jahre in Stans in der «Freien Republik Schmiedgasse» gelebt, heute bin ich in Emmetten daheim. Ich komme ursprünglich aus dem Verkauf, war lange Carchauffeur, doch immer mit dem Gastgewerbe verbunden, z. B. auch via das Altstadtfest. Ich führte den damaligen Engel in Udligenswil. Seit über acht Jahren führe ich zusammen mit Mirjiam den Alpenblick, wir haben mit unserem grossartigen familiären Team einiges erreicht, was uns auch den Start hier im Gormund erleichtern wird. In der Freizeit spiele ich gerne Golf, doch ich arbeite immer noch leidenschaftlich gerne. Wir freuen uns beide jetzt schon riesig auf den Start, wenn auch im Personellen und Organisatorischen viel Arbeit auf uns wartet.
Mirjam Lustenberger (ML): Ich bin in Benzenschwil im Freiamt aufgewachsen, meine Grossmutter war die älteste Wirtin im Kanton Aargau, hat 67 Jahre lang die Sonne in Benzenschwil geführt. Ich bin gelernte Bäckerin/Konditorin, war immer in der Lebensmittelbranche, war lange in Saisonstellen auf SAC-Hütten, wollte immer ein Restaurant, da ich leidenschaftliche Gastronomin bin, ein wunderschöner Beruf. Aktuell bin ich in der Weiterbildung zur eidg. dipl. Betriebsleiterin. In der Freizeit liebe ich Wandern, Klettern und allgemein in der Natur zu sein.
Welches ist das Betriebskonzept des «neuen» Gormund? Was bleibt wie bis anhin? Was wird neu?
OE: Wir haben im «Alpenblick» das Motto «Normal ist gefährlich». Im Gormund wollen wir alle Gäste als «Herr und Frau Wiederkehr» begrüssen, dass sie immer wiederkommen, weil sie von unserer Küche und unserer Gastfreundschaft begeistert sind. Es soll heimelig, gemütlich, gut bürgerlich und preiswert sein.
ML: Wir machen auch im «Alpenblick» ausser Pommes und Chicken Nuggets alles frisch. Marktfrische, saisonale Produkte sind uns äusserst wichtig. Wir streben nach Genuss, Leidenschaft und Freundlichkeit. Wir wollen das Gormund nicht neu erfinden, es soll wieder so werden, wie es war, einfach durch uns etwas anders. Jede und jeder ist bei uns willkommen. Wir wollen abwechslungsreiche Mittagsmenüs für unsere Gäste kreieren. Unser Ziel ist es, auch für Vereine attraktiv zu sein. Wir bringen frischen Wind in dieses altehrwürdige Traditionshaus.
Worauf kann sich die Kundschaft per 17. August speziell freuen?
ML: Wir haben viele Ideen. Für die Starttage haben wir einiges geplant, das bald spruchreif sein wird. Lasst euch am besten einfach überraschen und kommt uns kennenlernen. (lacht herzlich) Man darf sich zum Beispiel auf meine Nuss- und Mandelstangen freuen. Wir werden unsere Gäste mit eigenen Dessertkreationen verwöhnen und ihnen den Tag versüssen.
In einer Übergangszeit planen Sie beide Restaurants parallel zu führen. Wie ist dies geplant?
In der Startphase sind wir beide zu 100 Prozent im Gormund. Der «Alpenblick» ist gut organisiert und läuft auch ohne uns. Wir haben mit Alexandra Odermatt eine gute Stellvertreterin, die uns und unsere Philosophie nun auch schon bei Einsätzen im «Alpenblick» gut kennengelernt hat.
Guido Keller, wie gross ist die Freude und Erleichterung bei Ihnen?
Die Vorfreude ist riesig, die Chemie zwischen uns hat von Anfang an gestimmt, als uns Osi Ehrler nach der LUGA kontaktiert und sein grosses Interesse bekundet hat, nachdem er vom Kaffeelieferanten erfahren hat, dass das Gormund zu haben sei. Dass es so gut «matcht», empfinde ich als Glücksfall.
Was gab den Ausschlag für den Zuschlag an die beiden erfahrenen Gastronomen?
Ihre Philosophie und ihre herzhafte, zupackende Art hat mich seit dem Kennenlernen überzeugt. Ich spüre, dass sie zum Haus passt, das seit 1871 das Wirtepatent hat und nun wieder aufleben soll.
Was ist Ihrerseits bis zum 17. August noch zu tun?
Natürlich noch eine ganze Menge. Alles soll auf Vordermann gebracht werden, der Rasen gemäht, die Gartenwirtschaft im Schuss, das Unkraut gejätet. Ich habe mir da Unterstützung im Umfeld organisiert. Natürlich haben wir auch im vergangenen halben Jahr investiert und zu allem gut geschaut, damit es im Schuss bleibt.
Weitere Informationen: www.landgasthof-gormund.ch
Die Telefonnummer 041 930 11 32 für Reservationen und Anfragen ist bereits wieder in Betrieb.
Text und Bilder: Karl Heinz Odermatt