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Neuer Verein Lebensweise Rickenbach 60 plus stellt sich und sein Programm vor  

Am 15. Juni stellte der im Oktober 2022 gegründete Verein Lebensweise sich selber sowie sein erstes Halbjahresprogramm vor. Es war ein toller Publikumserfolg mit über 120 Interessierten.


Mehr als bis auf den letzten Platz besetzt, das Interesse freut den Vorstand riesig.


Schon auf der Begrüssungsfolie stand es unübersehbar, das Motto des Vereins: «Wir haben noch etwas vor!» Das war fast programmatisch für den folgenden abwechslungsreichen Nachmittag. Das Singchörli unter der musikalischen Leitung von Berta Muff machte den Einstieg in den Nachmittag und lockerte das Programm mit einigen schönen Liedern auf. «D'Walt wär voll Blueme, wenn sie nume würdsch gseh» war ein stimmiger Einstieg, passend zu den Zielen des Vereins. Bei «Sierra Madre» forderten sie sogar erfolgreich zum Mitsingen auf.

Bestandteil des Altersleitbildes der Gemeinde, nun mit Leben gefüllt

Präsident Kilian Wigger stellte als Initiant des Projekts in klaren und humorvollen Worten die Ziele des Vereins vor. Eine lustige Anekdote war, dass man ursprünglich keinesfalls einen Verein gründen wollte, eher mit einer einfachen Gesellschaft liebäugelte. «Doch da sind wir wohl zu wenig einfach», meinte Kilian Wigger schalkhaft. Seppi Wey als Vizepräsident übernahm dann und präsentierte die Finanzen. «Die gehören einfach wie automatisch zu mir», lachte er. Man sei auf Spenden und Gönner angewiesen. Der Verein strotzt spürbar vor Energie und Ideen. Die Aktivitäten richten sich jedoch nach den personellen und finanziellen Ressourcen. Der Verein ist Bestandteil des Altersleitbildes. Die anwesende Gemeinderätin Soziales Ruth Künzli-Galliker freute sich sehr, dass das Programm nun zum Fliegen kommt und konkret ausgestaltet werden kann. Alles soll ehrenamtlich sein und aus den eigenen Reihen heraus entstehen. Die Kommunikation untereinander soll in der Du-Form sein. In einem ersten Schritt richtet sich das Programm an ältere Personen ab 60, die nicht mehr erwerbstätig sind, jedoch noch mobil sind und aktiv am Gesellschaftsleben teilnehmen. In zwei bis drei Jahren soll es aber auch für gebrechliche und altersgeschwächte Personen ausgebaut und weiterentwickelt werden.

Angebote, bei denen bestimmt für alle etwas dabei ist  

Anschliessend präsentierte Marianne Berger-Wey den Bereich Angebote, Xaver Sidler den Bereich Bildung und Kultur. Markus Bühlmann hatte drei Requisiten dabei, ein Cap, einen Hut und ein Schweisstuch, um seinen Bereich Bewegung und Sport anschaulich zu präsentieren. Margrit Listenberger-Lipp führe zum Bereich Begegnungen und Austausch aus. Der Donnerstag soll der Tag der sozialen Kontakte sein, mit Jass- und Spielnachmittagen, Exkursionen, Referaten und mit Unterhaltung. Schliesslich erklärte Alice Furrer-Hüsler zu den externen Angeboten: Man wolle gut mit allen bestehenden Angeboten koordinieren, keinesfalls konkurrenzieren oder das Rad neu erfinden. Franz-Sepp Furrer als Revisor wurde ebenfalls noch kurz vorgestellt. 

Herbstkonzert vom 8. November als Empfehlung und Highlight

Das Herbstkonzert des Seniorenorchesters Luzern vom Mittwoch, 8. November, wurde speziell herausgestrichen und allen zur Teilnahme empfohlen. Geboten wird leichte Klassik à la André Rieu. Xaver Silder sagte dazu: «Es kommt nicht im TV, man muss also schon hingehen. In Wien kostet so was zwischen 35 und 1200 Euro pro Platz, bei uns ist es nur eine Türkollekte, wobei man durchaus 1000 Euro geben darf.» Er hatte die Lacher auf seiner Seite.

Jasmin Lanker-Pfiffner hat für den Verein das Layout entwickelt und sagt gegenüber dem «Michelsämter»: «Ich bin in Rickenbach aufgewachsen und arbeite hier seit Jahren als selbstständige Grafikerin und Gestalterin. Es ist für mich ein Herzensprojekt, das mir viel Freude macht.»

Die anschliessende Pause wurde bewusst versüsst durch Kaffee und feinen Kuchen. Trotz des riesigen Publikumserfolgs hatte es für jede und jeden mindestens ein feines Stück. Dazu wurde sich fleissig ausgetauscht und wohl schon die ersten Programmhöhepunkte zusammen vereinbart.

Dr. Beo Bachter als scharfsinniger Zeitreisender

Bashi Müller alias Dr. Beo Bachter, erfolgreicher und legendärer Unternehmer und Verwaltungsratspräsident, schloss den gelungenen Nachmittag ab mit einem halbstündigen historischen Abriss über Aktualitäten vor 100 Jahren, die er ergänzend zu seinem immensen geschichtlichen Wissen, akribisch im Luzerner Stadtarchiv recherchiert. Er stieg ein mit viel Humor und Geschichten, die sich genau vor 100 Jahren zugetragen haben. Er begann mit Luzern, kam dann auch auf die Lokalgeschichte zu sprechen und ging auf das grosse Werk der Wynakorrektur von 1923 ein, das die Gegend des oberen Wynentals vor schlimmen Überschwemmungen bewahrte und die damals grassierende Arbeitslosigkeit etwas zu lindern vermochte. Dr. Beo Bachter mäanderte thematisch weiter zu «Unglücksfälle und Verbrechen», einer Rubrik, die immer schon faszinierte. «Eins zwei drei, im Sauseschritt, läuft die Zeit, wir laufen mit.» meinte Dr. Beo Bachter und liess nationale und internationale Politik folgen, immer mit viel Herzblut und Scharfsinn.   

Er wird natürlich auch Bestandteil der Aktivitäten des Vereins Lebensweise sein. Er schloss deshalb seine detailreichen Ausführungen mit den Worten: «Doch dies sind wieder andere Geschichten und werden ein andermal erzählt. Wann? Am 28. September 2023. Wo? Hier im Pfarrsaal bei der Altersakademie Rickenbach. Wo denn sonst!» Präsident Kilian Wigger verdankte das gelungene Referat von Dr. Beo Bachter mit einem süffigen Präsent.

Als letzter Punkt der Tagesordnung wurde das druckfrische, prächtig gestaltete Halbjahresprogramm durch den Vorstand jedem persönlich überreicht. Es wird auch an alle Haushaltungen in Rickenbach versandt werden.

Weitere Informationen: www.lebensweise.ch


Die Vorstandsmitglieder wechselten sich in der Moderation der Traktanden ab.


Markus Bühlmann präsentiert Sport und Bewegungsaktivitäten.



Dr. Beo Bachter begeistert mit seinen historischen Kenntnissen in allen Ressorts.
Präsident Kilian Wigger verdankt das gelungene Referat von Dr. Beo Bachter.


Die Freude ist gross bei Vizepräsident Josef Wey, Grafikerin Jasmin Lanker und Präsident Kilian Wigger.
Der Vorstand bei Wallimann Druck und Verlag AG anlässlich der Übergabe des Halbjahresprogramms und des Flyers. 


Text und Bilder: Karl Heinz Odermatt  




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